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Biergarten sorgt für Belebung

Auf dem Rotag-Areal in Grünwinkel gibt es bald ein gastronomisches Angebot / Public-Viewing zur Fußball-WM

Auf dem Areal der ehemaligen Tabakfabrik in Grünwinkel eröffnet im Juni der ROTAG-Garten. Auf dem Areal der ehemaligen Tabakfabrik in Grünwinkel eröffnet im Juni der ROTAG-Garten. © Samuel Mindermann

Lust auf ein Feierabendgetränk im neuen Biergarten der Alten Tabakfabrik am Westbahnhof? Bald wird das möglich sein: Am Freitag, 12. Juni 2026, öffnet der "ROTAG_Garten" um 17 Uhr erstmals seine Tore für die Besucherinnen und Besucher.

Biergarten als neuer Treffpunkt im Quartier

Das Konzept des Biergartens ist auf eine schrittweise Entwicklung angelegt und bildet einen Baustein in der laufenden Entwicklung des Gesamtareals. In diesem Sommer geht es zunächst darum, den Ort den Grünwinklern als auch Besucherinnen und Besuchern aus anderen Stadtteilen vorzustellen. Der diesjährige saisonale Betrieb im Sommer ist zunächst auf drei Tage in der Woche beschränkt und dient auch dazu, Erfahrungen für eine spätere dauerhafte Verpachtung zu sammeln. Langfristig ist vorgesehen, einen ganzjährigen Gastronomiebetrieb anzubieten, der auch die Räumlichkeiten der denkmalgeschützten Direktorenvilla einbezieht, die sich derzeit noch im Umbau befinden.

Sommerbetrieb mit regionalem Angebot und offener Atmosphäre

Für dieses Jahr ist auf der großzügigen Außenfläche im nördlichen Bereich des Areal, direkt neben der historischen Direktorenvilla, vom 12. Juni bis 27. September 2026 ein Betrieb von Freitag bis Sonntag geplant. Freitags und samstags liegt der Fokus auf dem Abendgeschäft ab 17 Uhr bis Mitternacht, während sonntags bereits ab 14 Uhr geöffnet sein wird – ebenfalls bis Mitternacht. Für die erste Saison setzt der Biergarten bewusst auf ein niedrigschwelliges Konzept. Über einen Stand im Außenbereich werden regionale Bierspezialitäten, Weine und alkoholfreie Kaltgetränke angeboten. Für den kleinen Hunger gibt es frische Pommes und Stieleis; eigene Speisen dürfen jedoch auch gerne mitgebracht werden. Platzreservierungen sind nicht möglich, aber für mitgebrachte Picknickdecken oder Klappstühle ist ausreichend Platz vorhanden.

Sportliche Unterhaltung im „ROTAG-Garten“

Auch die fußballbegeisterten Gäste dürfen sich freuen: Die während der Öffnungszeiten des Biergartens stattfindenden WM-Spiele der deutschen Nationalmannschaft werden live in den Außenbereich übertragen. Die genauen Zeiten und weitere Informationen sind auf dem Instagram-Account @rotag_garten zu finden. Wer selbst aktiv sein möchte, kann sich bei einer Runde Tischtennis, einem Kicker-Match, einer Partie Boule oder auf dem kleinen Fußballfeld neben dem Biergarten sportlich betätigen.

Die erste Saison des "ROTAG_Gartens" verantworten Marius Seemann und Fabian Moser, ein eingespieltes Team mit Gastronomie-Erfahrung in denkmalgeschützten Objekten.

Anreiseinformationen

Der Zugang zum Biergarten führt von der Hardeckstraße aus über einen neuen Fußweg im Vorbereich der Direktorenvilla direkt in den Biergarten. Da das Areal nicht mit dem Auto befahren werden kann, werden Gäste gebeten, öffentliche Parkmöglichkeiten im Umfeld zu nutzen. Zudem bietet sich die Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr an. Vom Westbahnbahnhof sind es nur wenige Schritte bis in den Biergarten und von der Straßenbahnhaltestelle Kühler Krug ist das Rotag-Areal in zehn Minuten zu Fuß über die Grünwinkler Brücke erreichbar. 

Alte Tabakfabrik als Zukunftsstandort für Handwerk, Kultur Forschung und Soziales 

Die Karlsruher Fächer GmbH & Stadtentwicklungs-KG steuert als Eigentümerin der Alten Tabakfabrik und als städtische Tochter die Entwicklung des drei Hektar großen Areals. Hier soll künftig ein Ort für Nutzungen entstehen, für die es im Stadtgebiet mittlerweile nur noch wenige freie Flächen gibt: Handwerk, Kreativwirtschaft und kleinteiliges produzierendes Gewerbe, ergänzt um Nutzungen aus den Bereichen Forschung und Wissenschaft sowie Soziales und Kultur.

Die Entwicklung des Areals ist als sukzessiver Prozess konzipiert, da die Gebäudeteile unterschiedliche Bauzeiten (von 1910 bis 1991, teilweise denkmalgeschützt) aufweisen und jeweils spezifische Herausforderungen mit sich bringen. Vor diesem Hintergrund ist die Konversion nur über die Umsetzung einzelner Entwicklungsschritte durchführbar und demnach ein Abschluss aller erforderlichen Maßnahmen nicht genau zu prognostizieren. Eines der neueren Gebäudeteile hat sich schon jetzt als passender Standort für eine universitäre Forschungseinrichtung im Bereich digitaler kreislaufgerechter Bauweisen etabliert und in den kommenden Jahren sollen hier nach und nach weitere attraktive Räume für den eingangs beschriebenen Nutzungskanon entstehen.

 

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