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Eine Übersicht und weitere Informationen zu den aktuellen Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur.
Der Knotenpunkt Felix-Mottl-Straße/Seldeneckstraße liegt in unmittelbarer Nähe zur Draisschule und wird täglich von vielen Schülerinnen und Schülern auf dem Weg zur Schule überquert.
Bisher war die Querung durch den Verkehr auf der Fahrbahn und teils durch fehlende Sichtbeziehungen erschwert und konfliktbehaftet.
Zusammen mit der Draisschule und der Politik hat die Stadt ein Provisorium erarbeitet. Dieses wurde Anfang März umgesetzt.
Mithilfe von Markierungen und Pollern wurden die Querungslängen über die Fahrbahnen reduziert und die notwendigen Sichtbeziehungen hergestellt. Zudem wurde die Fahrbahn leicht verengt, um die Geschwindigkeit des fahrenden Verkehrs zu reduzieren.
Was ist neu?
Langfristig ist eine Sanierung der Seldeneckstraße vorgesehen, bei der dann auch der Knotenpunkt dauerhaft umgestaltet wird.
Die Kreuzung Geibelstraße / Glümerstraße war bisher für den Fußverkehr sehr unübersichtlich.
Seit März 2026 sind dort neue Markierungen und Pfosten angebracht. So kann der Fußverkehr sicher – unter anderem zum nahegelegenen Fliederplatz – gelangen. Zudem wurden die Flächen genutzt, um Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zu schaffen.
Warum werden solche „Provisorien“ überhaupt eingerichtet?
Mithilfe von Provisorien kann Mängeln in der bestehenden Infrastruktur schnell und kostenarm entgegengewirkt werden. Eine bauliche, dauerhafte Lösung benötigt meist viel Vorlauf und ist teuer. Provisorien können die Zeit überbrücken, bis die Infrastruktur umgebaut werden kann.
An der Kreuzung Ettlinger Straße und Augartenstraße wurde vor wenigen Wochen ein „Indirekter Linksabbieger“ für den Radverkehr eingerichtet. Radfahrende können dort ohne Konflikt, von Süden kommend nach Westen, in Richtung Tiergartenbrücke abbiegen.
Wie funktioniert so ein indirekter Linksabbieger eigentlich?
Warum indirekt abbiegen?
Durch dieses zweigeteilte, indirekte Abbiegen können Konflikte vermieden werden, wie sie beim direkten Linksabbiegen oft der Fall sind. Beispielweise wenn zwei Geradeausfahrstreifen gekreuzt werden müssen.
Zudem kann dem Radverkehr das Linksabbiegen dort ermöglicht werden, wo es - wie an der Ettlinger Straße/Augartenstraße - keinen Linksabbiegefahrstreifen gibt.
In der westlichen Innenstadt wurden in den letzten Wochen neue Fahrradständer aufgestellt und zum Teil ältere Modelle ersetzt.
Neue hochwertige Fahrradständer in der westlichen Innenstadt.
So wurden an vier Standorten knapp 60 neue und hochwertige Anlehnbügel für Fahrräder aufgestellt.
In der Waldstraße (Ludwigsplatz), Bürgerstraße, Ritterstraße (südlich Kaiserstraße) und im Passagehof stehen insgesamt fast 70 zusätzliche Abstellmöglichkeiten zur Verfügung.
Die Fahrradständer wurden über Mittel des Förderprojektes City-Transformation finanziert. Dessen Ziel ist es, Maßnahmen zur Weiterentwicklung und Stärkung der innerstädtischen Quartiere zu entwickeln und umzusetzen.
Die südliche Herrenalber Straße in Rüppurr, zwischen der Battstraße und der Anschlussstelle zur A5, wurde in den vergangenen Wochen umfangreich saniert und umgestaltet.
Die Fahrbahndecke war in einem sehr schlechten Zustand und wurde deshalb auf einer Länge von etwa 500 Metern in beiden Fahrtrichtungen komplett saniert. Zudem wurde der zu schmale Geh- und Radweg auf der Westseite – in Fahrtrichtung Ettlingen – ausgebaut.
Der Umbau des Radweges basiert auf einem im Jahr 2022 von Stadt und Land durchgeführten Verkehrsversuch. Die Ergebnisse waren positiv und mündeten nun in eine dauerhafte Maßnahme.
Neben einem breiteren Geh- und Radweg schafft der Umbau zudem Platz für einen zukünftigen Ausbau der Haltestelle Battstraße, sowie eine neue Bus-Bucht. Diese ist für Schienenersatzverkehre vorgesehen und ermöglicht einen direkten Umstieg zwischen Stadtbahn und Bus. Der Bereich zwischen Straße und Weg ist als Grünfläche konzipiert und wird in den kommenden Monaten anwachsen.
Die Gesamtmaßnahme wurde in Zusammenarbeit zwischen der Stadt Karlsruhe und dem Regierungspräsidium Karlsruhe geplant und durch das Regierungspräsidium umgesetzt.
Die für den Umbau notwendigen Sperrungen konnten auch genutzt werden, um die Fußgängerbrücke über die Herrenalber Straße zu sanieren.
Die südliche Badener Straße / B3 nahe der Kreuzung am Zündhütle wurde in den letzten Wochen saniert und zum Teil umgestaltet:
In der Badener Straße verläuft die Radverbindung zwischen Wolfartsweier und Durlach sowie der Badische Weinradweg (Landesradfernweg).
Auch weiter nördlich an der Kreuzung mit der Max-Liebermann-Straße wurde eine zusätzliche Querungshilfe mit Bordsteinabsenkungen für den Fuß- und Radverkehr eingerichtet.
Die Maßnahme wurde von der Stadt Karlsruhe für das Regierungspräsidium Karlsruhe umgesetzt. Anpassungen bei der Radwegweisung und der verkehrsrechtlichen Beschilderung erfolgen noch.
Der Planungsausschuss des Karlsruher Gemeinderates hat in seiner Sitzung am 3. Juli 2025 zugestimmt, dass an der Kreuzung der Sophien- und Lessingstraße dauerhaft eine Diagonalsperre, ein sogenannter „Modaler Filter“ eingebaut wird.
Der „Modale Filter“ wurde am 11. August 2025 umgesetzt.
Stadtplanungsamt
Mobilität und Verkehr