„Hmm, lecker - Sandkuchen“, „Komm‘ da sofort runter“ und „Nein, nicht in den Mund nehmen“: Spielplätze bereichern schon immer das Leben in Karlsruhe. Über dreihundert sind es bisweilen. Um den Großteil davon auch in Zukunft erhalten zu können, muss die Stadt sich in den nächsten fünf Jahren von 80 Spielflächen trennen – so ein Beschluss im Zuge der Haushaltsberatungen. Das Gartenbauamt hat dem Gemeinderat jetzt eine Liste mit den ersten 20 Standorten vorgelegt. Die Auswahl erfolgte nach mehreren Kriterien, etwa erhöhter Reparatur- und Sanierungsaufwand, wie gut der Spielplatz angenommen wird und ob andere Spielflächen in der Nähe sind. Abgebaute, noch intakte Spielgeräte werden auf anderen Spielplätzen weiterverwendet. Die freiwerdenden Flächen sollen zu öffentlichen Grünflächen werden.
„Wir müssen die verbleibenden Spielplätze sichern und instandhalten“, so Jorinda Fahringer (GRÜNE). Trotz des Rückbaus habe die Stadt im Landesvergleich ein gutes Angebot.
„Wir haben eine wahnsinnig hohe Spielplatzdichte in Karlsruhe – die höchste in den Großstädten des Landes“, betonte Bettina Meier-Augenstein (CDU). Daran werde der Beschluss nichts ändern.
So sah es auch Elke Ernemann (SPD): „Attraktive Spielplätze gibt es fußläufig überall.“ Auch habe im Rahmen der Anhörungen kein Ortschaftsrat dem Plan widersprochen – „weil es Sinn macht“.
Dr. Paul Schmidt (AfD) begrüßte, dass die Entscheidung über den Spielplatz Albgrün/Theodor-Söhner-Weg zunächst zurückgestellt wurde. Außerdem wollte er noch zwei weitere Spielplätze erhalten wissen, was der Rat ablehnte.