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Verkehrsknoten an der Kriegsstraße: rote Karte für den Stau

Der Verkehr soll an dieser Kreuzung in der Zukunft besser fließen. Der Verkehr soll an dieser Kreuzung in der Zukunft besser fließen. © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

Das Ziel ist klar: In der westlichen Innenstadt soll der Verkehr besser fließen. Dazu hatte das Tiefbauamt bei der vergangenen Sitzung des Planungsausschusses eine mikroskopische Analyse für die erweiterte Verkehrsachse Kriegsstraße, Brauerstraße, Reinhold-Frank-Straße sowie Gartenstraße vorgestellt.

Drei Varianten für den Verkehrsknoten

Im Vorfeld entwickelten die städtischen Verkehrsplaner drei Varianten, die sich vor allem in der Führung des Radverkehrs unterschieden. Augenscheinliche Differenz zwischen den Möglichkeiten: Die Fahrradspuren zu der Kreuzung hin entweder außen oder in der Mitte zu platzieren. „Das Ziel ist es, dass es keine Verlagerungen des motorisierten Verkehrs nach hinten und in andere Straßen wegen Stauungen gibt“, sagte ein Experte des Tiefbauamts. „Die Version V0 ist aus unserer Sicht die beste Lösung, weil der Kfz-Verkehr hier ausreichend fließen kann, die anderen beiden Varianten sind nicht so leistungsfähig.“ Bei den letztgenannten Versionen würde sich Rückstau bilden, der sich nicht mehr kurzfristig abbauen ließe.

Zwei Stimmen aus dem Gemeinderat

Das bewertete Stadtrat Aljoscha Löffler, Grüne, anders: „Aus unserer Sicht gibt es bei den Varianten keine Gleichheit der Verkehrsteilnehmer. Der Kfz-Verkehr wird bei V0 priorisiert, der Fuß- und Radverkehr kommen zu kurz, außerdem fehlt mir die Beachtung des Klimaschutzes.“  Tilmann Pfannkuch, CDU, wollte wissen, wie viel die Untersuchung gekostet habe. „Gute 20 000 Euro“, gab Baubürgermeister Daniel Fluhrer zu Protokoll. „Ich sehe die Planungen bei der Fachbehörde in guten Händen. Sie machen deutlich, was mit Klimaschutz-Maßnahmen zu erwarten ist und ich bin guter Hoffnung, dass nicht immer Nachuntersuchung notwendig sind“, kommentierte Pfannkuch die Ergebnisse des Tiefbauamtes.

„Durch die Neustrukturierung reduzieren sich die Wartezeiten um zehn auf 100 Sekunden“, so der Experte des Tiefbauamtes. Er verwies darauf, dass es vor einiger Zeit einen Beschluss gegeben hatte, die Straßenbahn in dem Verkehrsknotenpunkt nicht zu bevorrechten. Zum Thema Klimaschutz ergänzte er: „Den Autoverkehr können wir nicht komplett verhindern. Bei Variante 1 und 2 gibt es keine Vorteile für die Fußgänger und an dem Knotenpunkt gab es bisher keine Fußgängerunfälle.“ Mit den Worten „Wir stehen kurz vor der Umsetzung, vielleicht können wir beim Fußverkehr nachjustieren“, beschloss Bürgermeister Daniel Fluhrer die Diskussion. -cf-

Dieser Beitrag gehört zur StadtZeitung, die auch in gedruckter Form erscheint. Alle Ausgaben des ePapers sind digital verfügbar.

 

Mehr zu städtischen Themen und den Aktivitäten der Stadtverwaltung Karlsruhe unter www.karlsruhe.de/stadtzeitung

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