Mit der Planungswerkstatt Werderplatz am 11. Juli 2026 ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer höheren Aufenthaltsqualität auf dem Werderplatz gelungen. Die Veranstaltung ist Teil der Bemühungen, den Platz gemeinsam mit den Menschen im Stadtteil weiterzuentwickeln. Grundlage der Veranstaltung sind zwei politische Beschlüsse des Gemeinderats: Im Juli 2025 wurde beschlossen, den westlichen Teil des Werderplatzes künftig in die bereits bestehende Fußgängerzone im östlichen Teil des Platzes einzubeziehen. Darüber hinaus stellte der Gemeinderat 100.000 Euro für die Gestaltung des Werderplatzes in den städtischen Haushalt ein.
Auf Basis dieser Grundsatzentscheidungen wurde im Rahmen der Planungswerkstatt gemeinsam darüber beraten, wie die Beschlüsse konkret umgesetzt werden können. Eingeladen waren Einwohnerinnen und Einwohner der Südstadt, die über eine Zufallsauswahl aus dem Melderegister ausgewählt wurden. Darüber hinaus nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinderatsfraktionen, Vereinen aus dem Stadtteil sowie der Kirchen und sozialer Träger an der Veranstaltung teil.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie der Werderplatz künftig gestaltet werden kann, damit er von möglichst vielen Menschen gerne genutzt wird. Die Gestaltung eines öffentlichen Raums beeinflusst maßgeblich, wie er wahrgenommen und genutzt wird. Ein gut gestalteter Platz kann dazu beitragen, dass sich unterschiedliche Nutzergruppen dort aufhalten und der öffentliche Raum ausgewogener genutzt wird.
Die Stadtverwaltung steht vor und nach der Planungswerkstatt im fachlichen Austausch mit dem KIT, das den Werderplatz im Rahmen eigener Forschung wissenschaftlich untersucht. Dadurch werden wissenschaftliche Erkenntnisse mit den Ergebnissen der Öffentlichkeitsbeteiligung verknüpft und für den weiteren Planungsprozess nutzbar gemacht.
Die Ergebnisse der Planungswerkstatt werden in das weitere Verfahren eingebracht und bilden eine wesentliche Grundlage für die nachfolgenden Planungsschritte. Ziel der Stadtverwaltung ist es, den Werderplatz bis zum Spätsommer/Herbst 2027 neu zu zonieren und zu gestalten. Hierfür ist zum einen die Ausschreibung und Beauftragung Büros für die Gestaltung des Platzes und zum anderen ein Teileinzugsverfahren erforderlich.