Die Ehre als Namensgeber einer Straße in der Weststadt muss sich der Mathematiker und Physiker Wilhelm Eisenlohr zwar mit seinem Vetter, dem Architekten Friedrich Eisenlohr teilen, doch in Fachkreisen genießt der vor 225 Jahren geborene Wissenschaftler uneingeschränkte Reputation. Eisenlohr hatte sich vor allem durch optische Untersuchungen hervorgetan. Die erstmalige Messung kurzwelliger Strahlen, von ihm als ultraviolettes Licht bezeichnet, fand hohe Beachtung.
Wilhelm Friedrich Eisenlohr kam am 1. Januar 1799 als jüngstes Kind des gleichnamigen Durlacher Oberamtmanns zur Welt. Durch den frühen Tod des Vaters 1810 gelang ihm nur durch äußersten Fleiß und Förderung seiner Lehrer das Studium der Kameralwissenschaften und Mathematik an der Universität Heidelberg. 1840 kam Eisenlohr an das Karlsruher Lyceum, heute Bismarck-Gymnasium, zudem wurde er an den Lehrstuhl für Physik am Polytechnikum berufen.