Am vergangenen Montag zeigten die Stadt Karlsruhe und die Fachschule für Sozialpädagogik Agneshaus den Film „…wären auch wir still geblieben?“ von Boris Burghardt. Mit der Vorführung in der Fachschule wurde ein Projekt zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus gewürdigt.
„Mit dem Dokumentarfilm haben wir etwas Nachhaltiges und Dauerhaftes geschaffen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Mentrup. Er lobte das Engagement der Schule und ihre jahrelange Gedenkarbeit zur Deportation der Karlsruher Jüdinnen und Juden.
Neben Schülerinnen und Schüler nahmen auch Zeitzeugen der zweiten Generation, Rita Althausen und Rolf Meyer, an der Veranstaltung teil. Meyer, Sohn der Zeitzeugin Hanna Meyer-Moses, die auch die Ehrenmedaille der Stadt Karlsruhe trug, zeigte sich tief bewegt. „Es geht um das Mitmenschliche und das Zusammenleben“, erklärte er in der anschließenden Diskussion.
Delegationsreise im Oktober
Initiiert wurde das Projekt durch das städtische Hauptamt. Zum 85. Jahrestag der Deportation der badischen und saarpfälzischen Juden vom 22. Oktober 1940 reiste eine Delegation im Oktober 2025 in die Gemeinde in Südfrankreich. Der Film des städtischen Videografen dokumentiert die Reise.
Während einer Gedenkfeier wurde an die Schicksale der deportierten Menschen erinnert, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Im Rahmen der Gedenkfeierlichkeiten in Gurs sprachen auch die Schülerinnen Lucie Scherer und Nina Kouamé als Teilnehmerinnen der Delegationsreise. -döp-
Weitere Infos zu „85 Jahre Gurs“ und zum Projekt hier.