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Restaurierung und Neubauten am Fichte-Gymnasium
„Die Farbgestaltung folgte dem historischen Vorbild, so dass sich die sanierten Gebäudeteile nun wieder am Originalzustand orientieren. Das Ergebnis ist beeindruckend.“
Das Fichte-Gymnasium in der Karlsruher Innenstadt zeichnet sich durch eine Kombination aus altehrwürdigem Bestand und modernen Neubauten aus. Der denkmalgeschützte Teil der Schule entstammt unterschiedlicher Bauphasen. Die ältesten Gebäude gehen auf die Jahre 1860 und 1877 zurück. Diese Altbauten sind bauzeittypisch in einer klassizistischen Form gestaltet und großteils in Sandstein errichtet. Was lange währt, muss aber auch gepflegt und gewartet werden.
Mehrere Gebäudeteile wiesen im Innenbereich einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. In unterschiedlichen Bauabschnitten wurden unter anderem die historischen Treppenhäuser und Toilettenanlagen saniert und modernisiert. Das alles geschah entlang aber mit Blick auf den ursprünglichen Originalzustand: In den Treppenhäusern wurden Einbauten, Treppen- und Bodenbeläge soweit zurückgebaut, dass erhaltungswürdige historische Fliesenbeläge wieder freigelegt wurden. Auch die Farbgestaltung folgte dem historischen Vorbild, so dass sich die sanierten Gebäudeteile nun wieder am Originalzustand orientieren. Das Ergebnis ist beeindruckend.
In der Sophienstraße 2 entstand zudem ein Neubau für eine Ganztageseinrichtung. Das Gebäude ersetzt den traditionsreichen Saalbau des ehemaligen Künstlerhauses. Bereits 2012 wurde die Nutzung des Künstlerhauses eingestellt und der Bestand vollständig abgerissen, da ein wirtschaftlicher Umbau für schulische Zwecke nicht möglich war.
Zum Schuljahresbeginn 2014/2015 stand die neue Einrichtung. Sie ist als Massivbau mit Flachdächern konstruiert. Mit den großformatigen quadratischen Fensteröffnungen konnten abwechslungsreiche Innenräume mit hoher Aufenthaltsqualität realisiert werden. Besonders beliebt bei den Schülern sind die Sitznischen in den großen Fenstern – sie laden förmlich ein, um sich dort zu treffen und zu verweilen.
Auch der helle zentrale Treppenraum, das sogenannte Atrium, dient nicht nur der Erschließung. Hier hält man sich einfach gerne auf. Im Eingangsfoyer findet man außerdem eine Sitzstufenanlage, die auch für alternative Unterrichtsformen genutzt wird. Neben Aufenthaltsräumen und Schulkantine erhielt das Fichtegymnasium zudem neue Musiksäle. Der Speisesaal lässt sich nun über Faltwände großzügig zum Foyerbereich öffnen und bietet so genügend Platz für schulische Veranstaltungen. Seine "Schaufensterfassade" zur Sophienstraße bildet das lebhafte Schulleben nach draußen ab.
Architektur | Netzwerkarchitekten, Darmstadt |
Projektleitung | Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft |
Tragwerksplanung | Dr. Kreutz + Partner, Bamberg |
Fachplanung Haustechnik | Ing.-Büro Szigeth & Krause, Schefflenz |
Aufzugsplanung | Ing.-Büro Hochmuth + Beyer |
Fachplanung Elektrotechnik | IBE, Karlsruhe |
Bodengutachten | Ing.-Büro Dr.-Ing. Orth GmbH, Karlsruhe |
Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination | Ing.-Büro Wolfgang Lutz, Steinmauern |
| Außenanlagen | Stadt Karlsruhe, Gartenbauamt |
Bauzeit | Abbruch Künstlerhaus Juni 2012 - Januar 2013 |
Gesamtaufwand | 4,6 Mio. Euro |
Fotos | Jörg Hempel Photodesign, Aachen |
Kunst am Bau | Eva Schaeuble, Karlsruhe |
Energieausweis | Energieausweis |