Menü
eService
Direkt zu
Suche

Spielplätze zukunftsfähig gestalten

Karlsruhe möchte auch in Zukunft eine Stadt mit vielfältigem und attraktivem Spielplatzangebot bleiben.

Spielplatz an der Hildapromenade © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

Spielplätze sind wertvolle Freiräume

Spielplätze leisten einen wichtigen Beitrag zu einer lebenswerten Stadt und einer angemessenen Grünversorgung im urbanen Raum. In den immer dichter werdenden Städten sind öffentliche Spielflächen im Wohnumfeld bedeutsame und beliebte Treffpunkte für Kinder, Jugendliche und Familien. Spielplätze bieten allen Kindern einen geschützten Lern- und Erfahrungsraum, um sich selbständig mit der Welt vertraut zu machen und sie zu begreifen. Sie sind aufgrund ihrer Wohnungsnähe besonders für Kinder ohne private Freiräume essentiell.

Im Umgang und Spiel mit anderen lernen sie zu teilen, Konflikte zu lösen, ihre eigenen Grenzen auszuloten und Risiken einzuschätzen. Auf interessanten, vielfältig gestalteten Spielplätzen können Kinder sich im Freien austoben, rennen oder schaukeln und so verschiedene Fähigkeiten spielend trainieren. Spielplätze sind wichtig für eine gesunde Entwicklung und starke, ausgeglichene, resiliente Kinder.

Spiel- und Bewegungsräume tragen zur Chancengleichheit, Teilhabe und der Stärkung lokaler Gemeinschaften bei.

Anforderungen an Kinderspielplätze

Kinderspielplätze sollen sichere, attraktive und gut erreichbare Orte zum Spielen und zum Bewegen sein. Die Berücksichtigung eines barrierefreien Zugangs und vielfältige Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten stehen im Fokus jeder Planung. Dabei sind eine Reihe gesetzlicher Vorgaben und fachlicher Standards zu beachten. Anforderungen bestehen beispielsweise an Spielgeräte, Sicherheitsabstände und Fallschutz.

Bei der Planung und Weiterentwicklung des Angebots wird darauf geachtet, Spielräume miteinander zu vernetzen und gut an Wohngebiete, Kindertagesstätten, Schulen und wichtige Wegebeziehungen anzubinden. Zahlreiche Spielplätze wurden in den vergangenen Jahren saniert und an heutige Bedürfnisse angepasst.

Spielplätze dauerhaft sicher und attraktiv halten

Ein öffentlicher Spielplatz muss dauerhaft sicher und funktionsfähig sein. Dafür sind regelmäßige Kontrollen, Wartungen und Reparaturen notwendig. In Karlsruhe werden die Spielanlagen deshalb regelmäßig durch geschulte Fachkräfte des Gartenbauamts überprüft. Mängel werden behoben, Spielgeräte instand gesetzt und auch Fallschutz erneuert. Darüber hinaus wird der Unterhalt von Wegen und Aufenthaltsbereichen sowie die Pflege der Grünflächen geleistet.

Viele Spielplätze bestehen bereits seit Jahrzehnten. Mit zunehmendem Alter steigt der Aufwand für Instandhaltung und Erneuerung. Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen an Sicherheit, Barrierefreiheit und Spielangebote. Immer mehr ältere Anlagen müssen daher umfassend saniert und erneuert werden. Näheres zur Spielanlagenunterhaltung.

Zukunftsfähige Spielplatzentwicklung – Rückbau von Kinderspielplätzen

In Karlsruhe gibt es derzeit über 300 öffentliche Spiel- und Freizeitanlagen und über 200 nicht öffentlich zugängliche Anlagen an Schulen und Betreuungseinrichtungen sowie in Kleingartenanlagen. Insgesamt betreut die Stadt rund 568 Anlagen mit zirka 4.554 kontrollpflichtigen Inventaren (Stand Januar 2026).

Der Gemeinderat hat am 28.07.2026 über den Rückbau von 20 Spielanlagen in Karlsruhe entschieden. Die Maßnahmen sind Teil eines langfristig angelegten Konzepts zur Sicherung eines qualitativ hochwertigen und gleichzeitig finanzierbaren Spielplatzangebots in der Stadt.

Bei der Aufstellung des Doppelhaushalt 2026/2027 wurde im Rahmen der Haushaltskonsolidierung vom Gemeinderat beschlossen, die Anzahl der Spielplätze im Stadtgebiet innerhalb der kommenden fünf Jahre schrittweise um insgesamt 80 Spiel- und Freizeitanlagen zu reduzieren. Hintergrund dieser Entwicklung sind die erheblich gestiegenen Anforderungen an Spielplatzkontrolle und -sicherung sowie die damit verbundene Kostensteigerungen für den Betrieb und für den Unterhalt von Spielanlagen. Mittel- bis langfristig sollen Einsparungen erzielt werden durch Reduzierung der notwendigen Kontrollen, durch Wegfall der Unterhaltungskosten und durch Wegfall der Kosten für notwendige Reparaturen und Sanierungen. Auch ist das Ziel, die Qualität der rund 480 verbleibenden Bestandsanlagen langfristig zu sichern.

Im ersten Schritt wurden 20 Spielplätze vorgeschlagen. Die Auswahl der Spielplätze erfolgte durch das Gartenbauamt aufgrund von statistischen Auswertungen und einer Vielzahl von Sachkriterien. Die erarbeitete Liste wurde mit den jeweils betroffenen Bürgervereinen und in den Ortschaftsräten abgestimmt. Die 20 zum Rückbau vorgesehenen Spielplätze wurden anschließend vom Gemeinderat in seiner Sitzung am 28. Juli 2026 (TOP 24) beschlossen.

Folgende Kriterien haben zu der Auswahl geführt:

  • sehr geringer Spielwert durch geringe, veraltete und unattraktive Ausstattung
  • geringer Bedarf und Nutzung des Spielangebotes aufgrund von anderen, attraktiven Spielanlagen in der Nähe
  • Kompensationsmöglichkeit durch das Vorhandensein weiterer Spielplätze in unmittelbarer Nähe
  • zu erwartende demografische Entwicklung im Wohngebiet
  • nachgewiesene Mängel und somit erhöhter Reparatur- und Sanierungsaufwand
  • zeitnah zu erwartende Mängel durch Alter und Verschleiß bei Materialien
  • rasche Umsetzung möglich, aufgrund des Umfanges der Rückbaumaßnahmen

Wie wird der Rückbau umgesetzt?

Die entfallenden Spielplätze bleiben der Bevölkerung als nutzbare Fläche erhalten, da sie in öffentliche Grünanlagen umgewandelt werden. 

Auf den zum Rückbau vorgesehenen Spielplätzen werden die vorhandenen Spielgeräte vollständig abgebaut. Sofern noch intakte und mängelfreie Spiel- und Sportgeräte vorhanden sind, können diese nachhaltig zur Aufwertung anderer bestehender Spielplätze verwendet werden.

Auch die vorhandenen Fallschutzmaterialien werden ausgebaut. Anschließend werden die Flächen zu Grünflächen umgestaltet.

Gibt es auch künftig genügend Spielmöglichkeiten?

Auch nach dem Rückbau von 80 Anlagen wird Karlsruhe über ein ausreichendes Angebot an öffentlichen Spielplätzen und Bewegungsangeboten verfügen. Die Stadt konzentriert ihre Ressourcen stärker auf die Qualität und Zukunftsfähigkeit der verbleibenden Spiel- und Bewegungsräume. Die vorhandenen Angebote sollen künftig stärker gebündelt und besser dauerhaft gesichert werden.

Bei der Umsetzung wird darauf geachtet, dass die verbleibenden Spielmöglichkeiten weiterhin gut über das Stadtgebiet verteilt und für Kinder und Familien erreichbar sind. Der Rückbau einzelner Spielplätze bedeutet daher nicht, dass Spielmöglichkeiten in einem Stadtteil gänzlich entfallen.

Spielplätze

Für das tägliche Spielen ist der „Kinderspielplatz um die Ecke“ unverzichtbar und notwendig. Darüber hinaus gibt es in fast allen Stadtteilen Spielplätze mit einem großen Flächenangebot, die besondere Attraktionen und Angebote für alle Altersgruppen bieten.

Übersichtskarte Spielplätze in Karlsruhe

Übersichtskarte Spielplätze in Karlsruhe

Folgende Spielanlagen werden zurückgebaut

Die rückzubauenden Spielplätze sind im nachfolgenden mit der im Plan gekennzeichneten Nummer und Ordnungsziffer (OZ) im Einzelnen erläutert. 

Rückbaugründe:

  • Platzsituation mit einzelnen Drehgeräten
  • geringe Nutzung und wenig Spielwert
  • Nutzung als Stadtplatz möglich
  • geringe Rückbaukosten
Foto Spielplatz Mühlburg Lindenplatz
Foto Drehgerät Spielplatz Mühlburg Lindenplatz
Foto Drehgerät Spielplatz Mühlburg Lindenplatz

Rückbaugründe:

  • Sicherheitsprobleme Fallschutz Schaukel
  • Sanierung wäre notwendig
  • geringe Größe und geringe Nutzung
  • wenig Spielwert
  • attraktive Spielplätze in der Nähe vorhanden
Foto Spielplatz bei der Insterburger Straße 28d
Foto Spielplatz bei der Insterburger Straße 28d

Rückbaugründe:

  • Nutzungskollision mit Fuß- und Radweg
  • geringe Nutzung und geringer Spielwert
  • alte Spielgräte, Erneuerung notwendig
  • Sicherheitsprobleme mit Fallschutz
  • Sanierung wäre notwendig
Foto Spielplatz am Tullaplatz
Foto Spielplatz am Tullaplatz
Foto Spielplatz am Tullaplatz

Rückbaugründe:

  • Spielelemente entlang des Weges kaum genutzt (laut Bürgerverein)
  • Reparaturen und Erneuerungen notwendig
  • Mehrere, größere und attraktive Spielplätze in der Nähe
Foto Schaukel Spielweg Alte Bach
Foto Spieltisch Spielweg Alte Bach
Foto Wippe Spielweg Alte Bach

Rückbaugründe:

  • Schaukelsitz bereits abgebaut
  • sehr geringe Größe und kaum Nutzung
  • wenig Spielwert
  • Übergabe an Kleingartenverein
Foto Spielplatz in der Kleingartenanlage an der Durlacher Allee
Foto Spielplatz in der Kleingartenanlage an der Durlacher Allee

Rückbaugründe:

  • Fläche wird als Parkplatz genutzt
  • nur eine alte Tischtennisplatte
  • wenig Spielwert und kaum Nutzung
  • geringe Rückbaukosten.
Foto einzelne Tischtennisplatte Pfalzbahnstraße Knielingen
Foto einzelne Tischtennisplatte Pfalzbahnstraße Knielingen

Rückbaugründe:

  • geringe Größe und wenig Nutzung
  • wenig Spielwert
  • Sicherheitsprobleme Fallschutz Schaukel
  • Gestaltung als Grünanlage sinnvoll
Foto Spielplatz Ferdinand-Keller-Straße
Foto Spielplatz Ferdinand-Keller-Straße
Foto Spielplatz Ferdinand-Keller-Straße

Rückbaugründe:

  • geringe Größe und wenig Nutzung
  • veraltete Spielgeräte
  • wenig Spielwert
  • Rutschenhügel nicht mehr DIN-konform
  • Übergabe an Kleingartenverein
Foto Spielplatz in der Kleingartenanlage in der Hermann-Schneider-Allee
Foto Spielplatz in der Kleingartenanlage in der Hermann-Schneider-Allee
  1. Es findet nur ein Teil-Rückbau statt. 
  2. Die Natursteinkonstruktion wird als Spielplatz zurückgebaut und als öffentliche Grünfläche gestaltet
  3. Der restliche Spielplatz bleibt erhalten.
Foto Spielplatz im Albgrün beim Theodor-Söhner-Weg
Foto Spielplatz im Albgrün beim Theodor-Söhner-Weg

Rückbaugründe:

  • Geringe Ausstattung (Bockrutsche, Einfachschaukel, Wipptier, Wiesenfläche
  • Geringe Nutzung und laut Bürgerverein wird bei Eltern kein Bedarf gesehen für diesen Spielplatz
Foto Spielplatz Neue-Anlage-Straße in Beiertheim-Bulach

Rückbaugründe:

  • Spielgeräte bereits weitgehend abgebaut
  • geringe Größe und wenig Nutzung
  • Lage in einem Waldbereich
  • Übergabe der Fläche in die Zuständigkeit des Forstamtes geplant
  • attraktiver Spielplatz in der Nähe (Eichelgarten)
Foto Spielplatz Eichelgarten in Rüppurr
Foto Spielplatz Eichelgarten in Rüppurr

Rückbaugründe:

  • Sicherheitsprobleme beim Fallschutz

  • großer Sanierungsbedarf

  • größere, attraktive Spielplätze in der Nähe
     

Foto Spielplatz Bernhard-Lichtenberg-Straße in Oberreut
Foto Spielplatz Bernhard-Lichtenberg-Straße in Oberreut
Foto Spielplatz Bernhard-Lichtenberg-Straße in Oberreut

Rückbaugründe:

  • ein Spielgerät aus Sicherheitsgründen bereits abgesperrt
  • veraltetet Spielgeräte mit wenig Spielwert
  • hoher Sanierungsbedarf
  • größere, attraktive Spielplätze in der Nähe
Spielplatz bei der Eugen-Geck-Straße in Oberreut
Foto Spielplatz bei der Eugen-Geck-Straße in Oberreut

Rückbaugründe:

  • nur ein Kreisel als Spielgerät
  • sehr geringe Größe und Nutzung
  • sehr wenig Spielwert
  • größere Spielplätze in der Nähe
  • geringe Rückbaukosten
Foto Spielgerät Kreisel am Lohn-Lissen Spielweg
Foto Spielgerät Kreisel am Lohn-Lissen Spielweg

Rückbaugründe:

  • notwendige Reparaturen absehbar
  • Sanierung zeitnah notwendig
  • geringe Größe und Nutzung
  • größere Spielplätze in der Nähe
  • Gestaltung als Grünfläche möglich
Foto Spielgerät Kreisel am Lohn-Lissen Spielweg III
Foto Spielgeräte am Lohn-Lissen Spielweg I

Rückbaugründe:

  • Nutzungsgrad gering
  • Absperrung zur Straße marode
  • alte Tore ohne Netze
  • geringe Rückbaukosten
  • Grünfläche/ Wiese bleibt erhalte
Foto alte Tore ohne Netze am Bolzplatz Franz-Marc-Straße
Foto alte Tore ohne Netze am Bolzplatz Franz-Marc-Straße

Rückbaugründe:

  • nur ein Wipptier als Spielgerät
  • geringe Größe und Nutzung
  • wenig Spielwert
  • größere Spielplätze in der Nähe
  • geringe Rückbaukoste
Foto Spielgerät Wipptier am Obermühlenweg Grötzingen
Foto Spielgerät Wipptier am Obermühlenweg Grötzingen

Rückbaugründe:

  • Erneuerung Spielgerät zeitnah notwendig
  • geringe Größe und wenig Nutzung
  • größere, attraktive Spielplätze in der Nähe
  • Calisthenicsanlage bleibt bestehen
Foto Spielplatz Rotenbüschle in Hohenwettersbach
Foto Calisthenicsanlage Rotenbüschle in Hohenwettersbach, diese bleibt bestehen

Rückbaugründe:

  • veralteter Fallschutz bei Schaukel, Erneuerung zeitnah notwendig
  • geringe Größe und wenig Nutzung
  • größere, attraktive Spielplätze im Ort vorhanden
  • ältere Spielgeräte
Foto Spielplatz bei der Böhmerwaldstraße in Grünwettersbach
Foto Spielplatz bei der Böhmerwaldstraße in Grünwettersbach

Rückbaugründe:

  • Spielgerät müsste komplett erneuert werden (bereits Sperrung wegen Sicherheitsmangel/marodem Holz)
  • geringe Größe und Nutzung
  • attraktive Spielplätze in der Nähe
Foto Spielanlage Trollinger Straße in Stupferich
Foto Spielanlage Trollinger Straße in Stupferich

Verwandte Themen

06. Oktober 2026, Stadt Karlsruhe

-

Kopieren Kopieren Schreiben Schreiben