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Spielplätze leisten einen wichtigen Beitrag zu einer lebenswerten Stadt und einer angemessenen Grünversorgung im urbanen Raum. In den immer dichter werdenden Städten sind öffentliche Spielflächen im Wohnumfeld bedeutsame und beliebte Treffpunkte für Kinder, Jugendliche und Familien. Spielplätze bieten allen Kindern einen geschützten Lern- und Erfahrungsraum, um sich selbständig mit der Welt vertraut zu machen und sie zu begreifen. Sie sind aufgrund ihrer Wohnungsnähe besonders für Kinder ohne private Freiräume essentiell.
Im Umgang und Spiel mit anderen lernen sie zu teilen, Konflikte zu lösen, ihre eigenen Grenzen auszuloten und Risiken einzuschätzen. Auf interessanten, vielfältig gestalteten Spielplätzen können Kinder sich im Freien austoben, rennen oder schaukeln und so verschiedene Fähigkeiten spielend trainieren. Spielplätze sind wichtig für eine gesunde Entwicklung und starke, ausgeglichene, resiliente Kinder.
Kinderspielplätze sollen sichere, attraktive und gut erreichbare Orte zum Spielen und zum Bewegen sein. Die Berücksichtigung eines barrierefreien Zugangs und vielfältige Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten stehen im Fokus jeder Planung. Dabei sind eine Reihe gesetzlicher Vorgaben und fachlicher Standards zu beachten. Anforderungen bestehen beispielsweise an Spielgeräte, Sicherheitsabstände und Fallschutz.
Bei der Planung und Weiterentwicklung des Angebots wird darauf geachtet, Spielräume miteinander zu vernetzen und gut an Wohngebiete, Kindertagesstätten, Schulen und wichtige Wegebeziehungen anzubinden. Zahlreiche Spielplätze wurden in den vergangenen Jahren saniert und an heutige Bedürfnisse angepasst.
Ein öffentlicher Spielplatz muss dauerhaft sicher und funktionsfähig sein. Dafür sind regelmäßige Kontrollen, Wartungen und Reparaturen notwendig. In Karlsruhe werden die Spielanlagen deshalb regelmäßig durch geschulte Fachkräfte des Gartenbauamts überprüft. Mängel werden behoben, Spielgeräte instand gesetzt und auch Fallschutz erneuert. Darüber hinaus wird der Unterhalt von Wegen und Aufenthaltsbereichen sowie die Pflege der Grünflächen geleistet.
Viele Spielplätze bestehen bereits seit Jahrzehnten. Mit zunehmendem Alter steigt der Aufwand für Instandhaltung und Erneuerung. Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen an Sicherheit, Barrierefreiheit und Spielangebote. Immer mehr ältere Anlagen müssen daher umfassend saniert und erneuert werden. Näheres zur Spielanlagenunterhaltung.
In Karlsruhe gibt es derzeit über 300 öffentliche Spiel- und Freizeitanlagen und über 200 nicht öffentlich zugängliche Anlagen an Schulen und Betreuungseinrichtungen sowie in Kleingartenanlagen. Insgesamt betreut die Stadt rund 568 Anlagen mit zirka 4.554 kontrollpflichtigen Inventaren (Stand Januar 2026).
Der Gemeinderat hat am 28.07.2026 über den Rückbau von 20 Spielanlagen in Karlsruhe entschieden. Die Maßnahmen sind Teil eines langfristig angelegten Konzepts zur Sicherung eines qualitativ hochwertigen und gleichzeitig finanzierbaren Spielplatzangebots in der Stadt.
Bei der Aufstellung des Doppelhaushalt 2026/2027 wurde im Rahmen der Haushaltskonsolidierung vom Gemeinderat beschlossen, die Anzahl der Spielplätze im Stadtgebiet innerhalb der kommenden fünf Jahre schrittweise um insgesamt 80 Spiel- und Freizeitanlagen zu reduzieren. Hintergrund dieser Entwicklung sind die erheblich gestiegenen Anforderungen an Spielplatzkontrolle und -sicherung sowie die damit verbundene Kostensteigerungen für den Betrieb und für den Unterhalt von Spielanlagen. Mittel- bis langfristig sollen Einsparungen erzielt werden durch Reduzierung der notwendigen Kontrollen, durch Wegfall der Unterhaltungskosten und durch Wegfall der Kosten für notwendige Reparaturen und Sanierungen. Auch ist das Ziel, die Qualität der rund 480 verbleibenden Bestandsanlagen langfristig zu sichern.
Im ersten Schritt wurden 20 Spielplätze vorgeschlagen. Die Auswahl der Spielplätze erfolgte durch das Gartenbauamt aufgrund von statistischen Auswertungen und einer Vielzahl von Sachkriterien. Die erarbeitete Liste wurde mit den jeweils betroffenen Bürgervereinen und in den Ortschaftsräten abgestimmt. Die 20 zum Rückbau vorgesehenen Spielplätze wurden anschließend vom Gemeinderat in seiner Sitzung am 28. Juli 2026 (TOP 24) beschlossen.
Folgende Kriterien haben zu der Auswahl geführt:
Die entfallenden Spielplätze bleiben der Bevölkerung als nutzbare Fläche erhalten, da sie in öffentliche Grünanlagen umgewandelt werden.
Auf den zum Rückbau vorgesehenen Spielplätzen werden die vorhandenen Spielgeräte vollständig abgebaut. Sofern noch intakte und mängelfreie Spiel- und Sportgeräte vorhanden sind, können diese nachhaltig zur Aufwertung anderer bestehender Spielplätze verwendet werden.
Auch die vorhandenen Fallschutzmaterialien werden ausgebaut. Anschließend werden die Flächen zu Grünflächen umgestaltet.
Auch nach dem Rückbau von 80 Anlagen wird Karlsruhe über ein ausreichendes Angebot an öffentlichen Spielplätzen und Bewegungsangeboten verfügen. Die Stadt konzentriert ihre Ressourcen stärker auf die Qualität und Zukunftsfähigkeit der verbleibenden Spiel- und Bewegungsräume. Die vorhandenen Angebote sollen künftig stärker gebündelt und besser dauerhaft gesichert werden.
Bei der Umsetzung wird darauf geachtet, dass die verbleibenden Spielmöglichkeiten weiterhin gut über das Stadtgebiet verteilt und für Kinder und Familien erreichbar sind. Der Rückbau einzelner Spielplätze bedeutet daher nicht, dass Spielmöglichkeiten in einem Stadtteil gänzlich entfallen.
Die rückzubauenden Spielplätze sind im nachfolgenden mit der im Plan gekennzeichneten Nummer und Ordnungsziffer (OZ) im Einzelnen erläutert.
Rückbaugründe:
Rückbaugründe:
Sicherheitsprobleme beim Fallschutz
großer Sanierungsbedarf
größere, attraktive Spielplätze in der Nähe