Menü
- Stadt & Rathaus
- Bildung & Soziales
- Umwelt & Klima
- Kultur & Freizeit
- Mobilität & Stadtbild
- Wirtschaft & Wissenschaft
Die Partnerschaft zwischen Karlsruhe und Krasnodar ist eine der ältesten deutsch-russischen Städtepartnerschaften und geht auf bereits lange Jahre vorher existierende Kontakte des Stadtjugendausschusses zurück. 1992 als Städtefreundschaft gegründet, erfolgte 1997 die Umwandlung in eine Städtepartnerschaft. Die Städtepartnerschaft ruht derzeit.
Die Partnerstadt Krasnodar – von Kosaken am Kuban gegründet. Eine vielfältige Stadt mit langer Geschichte.
Die Stadt Krasnodar, Hauptstadt der Kuban-Region, ist die südlichste Bezirkshauptstadt Russlands. Sie liegt rund 1.200 Kilometer südlich von Moskau, zwischen dem Schwarzem Meer und dem Kaspischem Meer. Der südliche Stadtrand von Krasnodar verläuft entlang des Flusses Kuban, der auch die Grenze zur autonomen russischen Teilrepublik Adygeja markiert. Krasnodar ist die Verwaltungshauptstadt der Region Krasnodar und mit mehr als 1.010.500 Einwohnerinnen und Einwohnern (Januar 2020) die 16. größte Stadt Russlands. 2018 wurde Krasnodar als Millionenstadt anerkannt. Neben Russinnen und Russen leben hier auch Menschen mit ukrainischen, armenischen, griechischen und deutschen Wurzeln.
Die Stadt ist ein logistisches Zentrum mit Anbindung an wichtige Fernstraßen, einem Flusshafen, zwei Fernbahnhöfen und einem internationalen Flughafen. Bereits zu Sowjetzeiten wurde die Stadt zum Industriezentrum ausgebaut. Bis heute dominieren Raffinerien und große Betriebe zur Herstellung von Werkzeugen und Landwirtschaftsmaschinen die wirtschaftliche Struktur. Wichtige Betriebsstätten sind darüber hinaus das größte russische Einzelhandelsunternehmen Magnit und das europaweit agierende Photovoltaikunternehmen Solar Wind, beide mit Hauptsitz in Krasnodar. Ein weiteres wirtschaftliches Standbein bildet die Erzeugung von Agrarprodukten. Dank des milden Klimas und der fruchtbaren Böden erlangte die Region am Kuban landwirtschaftliche Bedeutung und wird heute oft als „Kornkammer Russlands“ bezeichnet. Im Gebiet der zur Region Krasnodar gehörenden Stadt Sotschi befindet sich das nördlichste Teeanbaugebiet der Welt. Obst, Getreide, Sonnenblumen und Reis aus der Region werden in 69 Staaten exportiert.
Die Kuban-Metropole wird nicht nur von Industrie und Landwirtschaft geprägt, sondern gilt auch als Stadt der Wissenschaft und der Kultur. So ist Krasnodar ein renommierter Universitätsstandort mit einer Vielzahl an staatlichen und privaten Universitäten. Seit 1920 ist Krasnodar Sitz der Kuban-Universität mit unterschiedlichen Fakultäten. Die Staatliche Kuban-Universität für Landwirtschaft ist die größte landwirtschaftliche Hochschule Russlands. Auch Kunst und Kultur kommen in Krasnodar nicht zu kurz: zahlreiche Theater, Bibliotheken und Museen bieten reichhaltige Entfaltungsmöglichkeiten.
„Die Perle Russlands“, so wird das Kubangebiet am Fuße des schneebedeckten Kaukasus unweit des Schwarzen Meeres auch genannt. 1867 erhielt das damalige Jekaterinodar den Status einer „zivilen Stadt“. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fuhren dort Straßenbahnen. Es gab ein Elektrizitätswerk, Telefon und Kinos. Die Stadt wurde wegen ihrer schönen Parks und Kathedralen berühmt, und ihre Gebäude in den Hauptstraßen standen den Bauten in der russischen Hauptstadt in nichts nach. An der Spitze der Stadtverwaltung regierte das Stadtparlament, die „Duma“. Doch die Oktoberrevolution erreichte auch den Kuban. Die Regierungen wechselten. Ein neuer Stadtname wurde angeordnet: Seit 1920 heißt die Stadt Krasnodar (aus dem Russischen krasnyi für rot). Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt von deutschen Truppen besetzt und im weiteren Kriegsverlauf zerstört. So prägen heute überwiegend moderne Bauten das Stadtbild. Grün und großzügig präsentiert sich die Metropole: Das mediterrane Klima und die großen Alleen im Zentrum erinnern mehr an einen Urlaub im Süden als ein vom früheren Sozialismus geprägtes Stadtbild.
Bereits 1979 nahm der Stadtjugendausschuss e. V. Karlsruhe erste Kontakte mit Partnerorganisationen in Krasnodar auf. 1992 schlossen Karlsruhe und Krasnodar einen Freundschaftsvertrag und 1997 gingen beide Städte eine offizielle Städtepartnerschaft ein. Die langjährigen und freundschaftlichen Kontakte spielten eine entscheidende Rolle, als sich der Karlsruher Gemeinderat im Jahr 1992 für eine Städtefreundschaft mit der russischen Partnerstadt Krasnodar entschieden hat. Die Kontakte im kulturellen und sportlichen Bereich, Jugendbegegnungen wie auch ein lebendiger Austausch zwischen den Verwaltungen war Anlass, dass aus der Freundschaft eine offizielle Städtepartnerschaft wurde. Während zu Beginn der Beziehungen materielle Hilfen im Vordergrund standen, manifestiert sich die Freundschaft zwischen Karlsruhe und Krasnodar heute in zahlreichen Austauschprojekten unterschiedlicher Akteure. Ein wesentlicher Motor und wichtige Unterstützung ist von Anfang an die Freundschaftgesellschaft Karlsruhe-Krasnodar.
Die Jahre 2020 und 2021 waren besondere Jahre mit vielen Einschränkungen und neuen Erfahrungen. Dank der festen Freundschaft und gegenseitigem großem Interesse wurde die Städtepartnerschaft mit vielen neuen Projekten in virtueller Form bereichert. Darunter sind die Videokonferenzen zwischen Fachleuten in Bereich Stadtplanung, IT-technologie, Workshops für Studierende und Sportler, Ausstellungen und ein Konzert zum Stadtgeburtstag und andere.
Zwei auffallende Gemeinsamkeiten verbinden Krasnodar mit der Fächerstadt: Wie Karlsruhe liegt Krasnodar genau auf einem geographischen Breitengrad, nämlich dem 45., und damit vier Breitengrade südlicher als die ehemalige badische Landeshauptstadt. Ebenso wie Karlsruhe ist Krasnodar eine junge Stadt. Im Jahr 1793 schenkte die russische Zarin Katharina II. den Schwarzmeerkosaken für ihre Verdienste um die Krone bewaldetes Land am rechten Ufer des Flusses Kuban. Ihr zu Ehren erhielt die zukünftige Stadt den Namen „Jekaterinodar“ - Geschenk Katharinas. Neben den Kosaken ließen sich auch deutsche Bauern in der Region nieder und erschlossen die fruchtbaren Böden am Kuban. Noch heute leben rund 30.000 Deutsche in Krasnodar und Umgebung.
Lage: In Südrussland an den Ausläufern des Kaukasus, etwa 100 Kilometer vom Schwarzen Meer entfernt, am Fluss Kuban, 21 bis 34 m über NN. Hauptstadt der Kuban-Region.
Fläche: 840 Quadratkilometer
Bevölkerung: 1.010.500
Wirtschaftliche Struktur: Wirtschaftliches Zentrum der Kuban-Region, metall- und holzverarbeitende Industrie, Porzellanmanufaktur, Lebensmittelindustrie, Tabakfabrik, zahlreiche Landwirtschaftsbetriebe (beispielweise Reisanbau am Kubanstausee sowie Tee und Wein), Sitz mehrerer Großbanken.
Wissenschaft und Bildung: Staatliche Kuban-Universität, staatliche Agrar-Universität, technische Universität, Fachhochschule für Medizin, Kunst und Kultur, Sport. Über 40.000 Studierende, mehrere wissenschaftliche Forschungsinstitute, unter anderem für Erdöl, Gas, landwirtschaftliche Produkte.
Sport und Freizeit: Stadion Kuban (Kapazität: 40.000), mehrere kleine Stadien, fünf Schwimmbäder, Pferderennbahn.
Kultur: Philharmonie, Schauspielhaus, Operettentheater, Puppentheater, Zirkus, Orgelsaal im Rathaus, Rimskij-Korsakow-Musikhochschule, Sinfonie- und Kammerorchester, staatlischer Kuban-Kosaken-Chor. Städt. Gemäldegalerie, historisch-archäologisches Museum, "Krasnodarer Arbat" (Straßenausstellung von Kunstgegenständen), Puschkin-Bibliothek.
Verkehr: Internationaler Flughafen (rund 5 Millionen Passagiere jährlich), vier Bahnhöfe (Verbindungen: Moskau, Kaukasus, Schwarzes und Asowsches Meer), Knotenpunkt mehrerer Fernstraßen, Flusshafen am Kuban.
Freundschaftsgesellschaft Karlsruhe-Krasnodar e. V.
Manfred Czychi
Vorsitzender
Kinderschulstraße 12 a, 76337 Waldbronn
07243 67719
Christa Köhler
Vorstandsmitglied
Carl-Hofer-Straße 26, 76227 Karlsruhe
0721 941567
Herbert Huber
Vorstandsmitglied
Am Steinweg 49, 76327 Pfinztal/Söllingen