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Kultur in Grötzingen

Das Kultu­r­an­ge­bot in Grötzingen bietet seinen Einwoh­ne­rin­nen und Einwohnern im gesamten Jahres­ver­lauf unter­schied­li­che Veran­stal­tun­gen. Eine ehrenamtlich geprägte Kultur, zu einem großen Teil von Vereinsstrukturen getragen, ergänzt professionelles Kunst- und Kulturschaffen in Grötzingen.

Bild zeigt Räumlichkeiten der Galerie N6.

Kultur im Überblick

Das Kunst­fach­werk N6 in der Nidda­straße 6 mitten im Ort ist kon­zi­piert als Kunst- und Kultur­zen­trum. Das Haus ­bie­tet

  • Ga­le­rie­räu­me für Aus­stel­lun­gen qua­li­ta­tiv hochwer­ti­ger, ak­tu­el­ler Kunst so­wie für den Bildbe­stand der Ortsver­wal­tung
  • Wohn­räu­me für jun­ge ­Kunstschaffende, um zeitge­nös­si­sche Kunst im Ma­ler­dorf ent­ste­hen zu las­sen
  • Räumlich­kei­ten für be­glei­tende kul­tu­rel­le An­ge­bo­te, so dass alle ­Kuns­t­in­ter­es­sier­ten hier eine Hei­mat fin­den.

Für ein inhaltlich ausge­wo­ge­nes und inter­essan­tes Jahres­pro­gram­m ­sorgt die Arbeits­ge­mein­schaft „Kunst­fach­werk N6 Grötzin­gen“, die über­wie­gend aus ehren­amt­lich arbei­ten­den Verei­nen ­be­steht.

Seit 2015 wird jeweils für drei Jahre eine Atelier­woh­nung für zwei Kunst­stu­die­rende der Karlsruher Akademie vermietet um neue Im­pulse zu erhalten. Insgesamt ergibt sich durch die Aktivi­tä­ten in diesem Haus die Möglich­keit, die künst­le­ri­sche Tradi­tion ­Gröt­zin­gens zu bewahren und für die Zukunft ­fort­zu­schrei­ben.

Alle zwei Jahre findet eine Ausstel­lung der Grötzin­ger ­Fo­to­grafiestudios in der Begeg­nungs­stätte statt. Hier zeigen etwa 30 Fotografinnen und Fotografen eine Auswahl ihrer besten Arbeiten. Mit der Or­ga­ni­sa­tion ist der Grötzinger Verein Foto-Medien-Kunst e.V (FMK) betraut in Koope­ra­tion mit der Ortsver­wal­tung, die die Ausstellung ausrichtet.

Die Gruppe „Allge­meine Grötzinger Maler“ gibt es seit dem Jahre 1995, als sie sich zum ersten Mal dem kunst­in­ter­es­sier­ten ­Pu­bli­kum des Grötzinger Maler­dor­fes präsen­tierte. 2009 hat sie sich umbenannt in „Gröt­zin­ger Maler­dorf­ma­ler“. Mit ihren viel­fäl­ti­gen und unter­schied­lichs­ten Beispielen künst­le­ri­scher ­Aus­drucks­for­men bieten derzeit 20 Künst­le­rin­nen und Künst­ler ei­nen Überblick über ihre Arbeiten.

Die Grötzinger Kultur­meile erfreut sich seit 2005 einer wach­sen­den Beliebt­heit. Angeregt durch Grötzinger Vereine und hier lebende Kunstschaffenden entstand die Idee, Kunst und Kultur in das Gröt­zin­ger Straßen­fest mit einzu­be­zie­hen. Auf diesem Fest, welches inzwischen alle zwei Jahre statt­fin­det, sind nicht nur die örtlichen Vereine und Insti­tu­tio­nen einge­bun­den, die sich der Öffent­lich­keit aus diesem Anlass präsen­tie­ren können. Auch die Künst­le­rin­nen und Künstler als auch viele Gäste des Ba­di­schen Malerdorfs, das liebevoll als die „Groß­mut­ter von Karls­ru­he“ bezeichnet wird, stellen ihre Arbeiten aus und geben Ein­bli­cke in ihre Ateliers. In der Ortsmitte Grötzingen wird ein ab­wechs­lungs­rei­ches Programm geboten.

Seit 2012 öffnen etwa 40 Künst­le­rin­nen und Künstler aus Durlach und Grötzingen für zwei Tage im September ihre Ateliers und geben Einblicke in ihr künst­le­ri­sches Schaffen. Der Besuch eines ­Künst­le­rate­liers ist für die Gäste ein beson­de­res Er­leb­nis, welches einen sehr persönlic­hen Zugang zum Werk er­mög­licht, den ein neutraler Ausstel­lungs­raum so nicht bieten ­kann.

Seit 1995 ist der Nachtumzug rund um den Rathaus­platz und durch die angren­zen­den Straßen­züge der Höhepunkt der Grötzin­ger Fa­se­n­acht. Seit 2014 wird der Umzug am Tage durch­ge­führt und heißt nun Grötzinger Narren­sprung. Die Hottscheck-Narren­zunft und ihre Gäste verwandeln mit Hästrägern und Guggemusik den Stadt­teil in eine Hochburg farben­fro­hen aleman­ni­schen Fas­nachts­trei­bens. Außerdem führen die Narren jedes Jahr einen An­ge­klag­ten vor das Narren­ge­richt, aber vorher wird natür­lich das Rathaus gestürmt und die Herausgabe des Rathaus­schlüs­sels ­samt Ratskasse gefordert.

Kulturkonzept Grötzingen 2035

Das Kultur­kon­zept für Grötzingen ist eine stadt­teil­be­zo­ge­ne ­Fort­füh­rung des Kultur­kon­zepts 2025 der Stadt Karlsruhe. Es greift die Grundzüge des Karlsruher Kultur­kon­zepts auf, das das Recht auf Kultur als Richt­schnur des kultu­rel­len Handelns und Ent­schei­dens setzt und den Zugang zu Kultur als ein Grund- und Men­schen­recht versteht. Ebenso orientiert es sich an den Hand­lungs­fel­dern des Karlsruher Kultur­kon­zepts und schneidet sie auf die Grötzinger Gegeben­hei­ten zu. Es benennt als Leitli­ni­en ­der Kultur­po­li­tik für Grötzingen Maßnahmen zur Kultur­ent­wick­lung ­des Stadtteils, die im Einzelfall Gegenstand zukünf­ti­ger ­po­li­ti­scher Entschei­dun­gen sein werden.

Grötzinger Kulturszene

Das Stadt­teil­kul­tur­kon­zept für Grötzingen nimmt die gesam­te ­Gröt­zin­ger Kultur­szene in den Blick. Dabei entziehen sich jedoch Ein­rich­tun­gen wie die Stadt­teil­bi­blio­thek und die Volks­hoch­schule, das Jugendhaus, die Gemein­schafts­schule, die Kin­der­gär­ten, die Kirchen und Religi­ons­ge­mein­schaf­ten, die Stif­tung für Grötzingen und die Karl-Martin-Graff-Stiftung als Kul­tur­trä­ger dem unmit­tel­ba­ren kultur­po­li­ti­schen Einwirken von Gröt­zin­ger Seite. Das gleiche gilt für die weitest­ge­hen­d u­n­ab­hän­gig agierende Kunst- und Kultur­szene vor Ort, die zahl­rei­chen profes­sio­nel­len wie von Ehrenamt und Eigen­mo­ti­va­tion ­ge­tra­ge­nen Akteure im Stadtteil, die Vereine, Betriebe und sons­ti­gen Einrich­tun­gen. Das Kultur­kon­zept kann all diesen ­Kul­turak­teu­ren keine inhalt­li­chen oder strate­gi­schen Vorga­ben ­ma­chen. Es stellt vielmehr eine Selbst­ver­pflich­tung des Stadt­teils und der Stadt Karlsruhe in Bezug auf das kultu­rel­le Le­ben und dessen Entwick­lung in Grötzingen dar. Es versteht sich als verbind­li­cher, tragfä­hi­ger Orien­tie­rungs­rah­men für das künf­tige kultur­po­li­ti­sche Handeln im und für den Stadt­teil ­Gröt­zin­gen. Im Erstel­lungs­pro­zess ging es darum, sich mit den Kul­turak­teu­ren vor Ort gemeinsam Gedanken zu machen, welche ak­tu­el­len und zukünf­ti­gen Heraus­for­de­run­gen und Chancen die Kul­tur­be­tei­lig­ten vor Ort erwarten und wie diesen begeg­net wer­den kann. Dabei wurde auch eine Vielzahl an mögli­chen Stra­te­gien und Maßnahmen zusam­men­ge­tra­gen, die sich allein im Ent­schei­dungs­be­reich der jeweiligen Kulturak­teu­re wei­ter­ver­fol­gen lassen.

Ziele des Grötziner Kulturkonzepts

  1. Grötzingen nimmt eine gut sichtbare Stellung als indivi­du­ell ­ge­präg­ter Kultur­stadt­teil ein.
  2. Grötzingen lebt eine Stadt­teil­kul­tur der Teil­ha­be­ge­rech­tig­keit und der demokra­ti­schen Werte.
  3. Grötzin­gens Stadt­teil­kul­tur spannt einen schlüs­si­gen, vor Ort nach­voll­zieh­ba­ren Bogen von der Historie bis zur Ge­gen­wart.
  4. Grötzin­gens Ortsmitte ist ein belebtes kultu­rel­les ­Zen­trum.
  5. Die die Stadt­teil­kul­tur tragende Vereins­ar­beit vor Ort ist ge­si­chert.
  6. Kultur­schaf­fende finden eine gute Raumsi­tua­tion vor.

Herausforderungen für Grötzingen

  1. Alterung der Gesell­schaft
  2. Diver­si­fi­zie­rung der Gesell­schaft und beschleu­nig­ter ­Kul­tur­wan­del
  3. Steigende rechtliche Auflagen für öffent­li­che ­Ver­an­stal­tun­gen
  4. Wachstum, Stadt­teil­ent­wick­lungs­pro­zess und Sanie­rungs­stau

Handlungs­fel­der des Stadtteilkulturkonzeptes Grötzingen

Anlehnend an das Kultur­kon­zept Karlsruhe 2025 benennt das Stadt­teil­kul­tur­kon­zept Grötzingen fünf Handlungs­fel­der.

Das Handlungs­feld 1 nimmt ­zu­nächst die Sicherung der sich auf den Stadtteil bezie­hen­den ­Kul­tur­gü­ter in den Blick. Als besondere Heraus­for­de­run­gen werden der Wunsch, wichtige Kultur­gü­ter im Stadtteil zentral zu er­fas­sen und präsent zu halten, ebenso genannt wie das In­ter­esse, Kultur­gü­ter in städti­schen Archiven und Sammlungen zu sichern.

Unter das Handlungs­feld Kultu­rel­les Erbe subsumiert das Stadt­teil­kul­tur­kon­zept auch die einzig­ar­tige Kultur­land­schaft ­Gröt­zin­gens. Als Heraus­for­de­run­gen werden die Heraus­ar­bei­tung ­der historisch gewach­se­nen Indivi­dua­li­tät und die Wahrung der his­to­ri­schen Zeugnis­kraft und Eigenart der umlie­gen­den ­Kul­tur­land­schaft benannt. Dritter Hauptpunkt im Handlungs­feld ­Kul­tu­rel­les Erbe ist das Brauchtum, das es in seiner Vielfal­t an­zu­er­ken­nen und in der Pflege zu unter­stüt­zen gilt.

Das Handlungs­feld 2 legt den Finger in die Raum-Wunde im Stadtteil. Es besteht ­großer Bedarf an Atelier- und Ausstel­lungs­flä­chen für die Bil­dende Kunst, aber auch an Räumen für das sehr aktive ­Thea­ter­le­ben im Stadtteil.

In Bezug auf die Bildende Kunst lebt Grötzingen von seiner ­Ge­schichte als ehemalige Künst­ler­ko­lo­nie. Das Attri­but „Ba­di­sches Malerdorf“ als Marken­zei­chen knüpft an diese Tra­di­tion an. Sicht- und nachvoll­zieh­bar ist diese Geschichte im Orts­bild jedoch kaum. Weder sind alte Künst­ler­häu­ser zu be­sich­ti­gen, noch kann die in der Maler­ko­lo­nie entstan­dene Kunst an einem zentralen Ort präsen­tiert werden; eine Ausnahme bildet hier der Bürgersaal im Rathaus, der jedoch nur begrenz­t ­zu­gäng­lich ist. Die Sicht­bar­keit der Geschichte gilt es ebenso zu erhöhen wie die Arbeits- und Präsen­ta­ti­ons­mög­lich­kei­ten für ak­tu­ell in Grötzingen arbeitende zeitge­nös­si­sche Künst­le­rin­nen und Künstler. Hier - wie auch im Zusam­men­hang mit anderen Hand­lungs­fel­dern - wird der Grötzinger Wunsch laut, in der Orts­ver­wal­tung eine Anlauf­stelle, ein Büro zur Förderung und Bün­de­lung der Stadt­teil­kul­tur einzu­rich­ten.

Als besondere Heraus­for­de­rung im Spannungs­feld von Tradition und Zeit­ge­nös­si­schem wird die Frage aufge­wor­fen, in wieweit die Marke „Badisches Malerdorf“ noch eine geeignete Positio­nie­rung ­des auch das aktuelle Kunst­schaf­fen in den Blick nehmen­den ­Kul­tur­stadt­teils Grötzingen darstellt und ob diese Marke auch die aktuelle Bühnen­kunst mit abdeckt.

In Bezug auf die Bühnen­kunst wird insbe­son­dere das Fehlen von Probe- und Auffüh­rungs­räu­men beklagt. Die in den letzten Jahren hier stark gewachsene Theater­szene ist in ihren räumli­chen Mög­lich­kei­ten im Stadtteil sehr begrenzt.

Das Handlungs­feld 3 benennt die Bedeutung der kul­tu­rel­len Bildung für die Stadt­teil­ent­wick­lung. Sie ermög­licht es, das Gemeinsame in der wachsenden Vielfalt auch im Stadt­teil zu fördern, unter anderem mit sozial­rau­m­ori­en­tier­ten, anti­dis­kri­mi­nie­ren­den und mit genera­ti­ons­über­grei­fen­den ­Kul­tu­r­an­ge­bo­ten, die entspre­chend ermöglicht und geför­der­t wer­den sollen. Von besonderer Bedeutung wird dabei auch die ziel­grup­pen­be­zo­gene, barrie­re­freie kulturelle Bildungs­ar­beit ­ge­se­hen.

Das Hand­lungs­feld 4 zeigt auf, dass in Grötzingen Handwerks­be­trie­be an­säs­sig sind, die tradi­tio­nelle kunst­hand­werk­li­che Techni­ken pfle­gen und gleich­zei­tig an der Schnitt­stelle zwischen Handwerk, Kunst­hand­werk und Kunst arbeiten. Das Kultur­kon­zept formu­lier­t ­die Aufgabe, diesen Bereich zu stärken. Die Betriebe und Akteu­re ­sol­len in Grötzingen ein gutes Pflaster für ihre Betrie­be ­fin­den, in inhalt­li­cher, struk­tu­rel­ler und in räumli­cher Hin­sicht. Grötzingen sieht sich als prädes­ti­nier­ten Standort für kultur- und kreativ­wirt­schaft­li­che Betriebe und ist bemüht, für eine weitere Stärkung in diesem Bereich entspre­chen­de Räume anbieten zu können.

Das Handlungs­feld 5 zeigt auf, dass ­kul­tu­relle Aktivi­tä­ten im Stadtteil auf die Unter­stüt­zung durch die lokale Wirtschaft angewiesen sind, dass aber auch die Wirt­schaft vor Ort von einem geschärf­ten kultu­rel­len Profil des Stadt­teils und entspre­chen­den kultu­rel­len Aktivi­tä­ten pro­fi­tiert. So möchte das Kultur­kon­zept - auch mit Blick auf die Wirt­schaft – die Außen­wir­kung des Grötzinger Kultur­le­bens ­ver­bes­sern und die Kommu­ni­ka­tion zwischen Kultur und Wirtschaft er­leich­tern.

Ebenso ist es das Anliegen des Kultur­kon­zepts, Grötzingen für An­sied­lun­gen aus dem Bereich der Kunst- und Kultur­schaf­fen­den wie der Kultur- und Kreativ­wirt­schaft attrak­ti­ver zu machen.

Nach der Entschei­dung zur Erarbei­tung eines Kultur­kon­zepts für Gröt­zin­gen wurde aus dem Ortschafts­rat heraus ein Arbeits­kreis ­Kul­tur­kon­zept gebildet, in dem alle Fraktionen des Ort­schafts­ra­tes vertreten sind, darüber hinaus die ARGE der Gröt­zin­ger Vereine und Kultur­schaf­fen­den, die Grötzin­ger ­Künst­ler­schaft, die Heimat­freunde Grötzingen e. V., der Freun­des­kreis Badisches Malerdorf e. V., das Kulturamt und die Orts­ver­wal­tung in Person der Ortsvor­ste­he­rin.

Mit der Erarbei­tung des Kultur­kon­zepts wurde im Rahmen eines Werk­ver­tra­ges­ Bir­git Reich | KUK Kultur­ma­na­ge­ment beauftragt. Sie ent­wi­ckelte das Prozess­de­sign und übernahm das Projekt­ma­na­ge­ment ­für die gesamte Erarbei­tungs­phase, moderierte Workshops und Ex­per­ten­ge­sprä­che, sicherte in gemein­sa­men Diskus­sio­nen mit dem Ar­beits­kreis Kultur­kon­zept die Ergebnisse der einzelnen Schrit­te ­des Betei­li­gungs­pro­zes­ses und übernahm die Verschrift­li­chung des Kul­tur­kon­zepts. Die Entwick­lung des Stadt­eil­kul­tur­kon­zept­s er­folgte auf Basis der Vorgaben und Richtungs­ent­schei­dun­gen der Karls­ru­her Kultur­kon­zep­tion, der vorhan­de­nen ortsge­ge­be­nen Struk­tu­ren und mit einem offenen Blick auf zukünf­ti­ge ­Ent­wick­lun­gen. Das Prozess­de­sign orien­tierte sich an dem im stra­te­gi­schen Entwick­lungs­ma­na­ge­ment üblichen Vorgehen:

  1. Klärung der struk­tu­rel­len Ausgangs­lage und Zielfor­mu­lie­rung,
  2. Visua­li­sie­rung von Zukunfts­trends,
  3. Entwick­lung von poten­ti­el­len Strategien und Maß­nah­men­pa­ke­ten,
  4. Festlegung von Zukunfts­s­tra­te­gien und Beginn ihrer Um­set­zung.

Der Verschrift­li­chung und Veröf­fent­li­chung des Kultur­kon­zept­s ­folgt als fünfter Punkt der fortge­setzte Imple­men­tie­rungs­pro­zess und als abschlie­ßen­der sechster Punkt das Control­ling im Sinne ei­ner ständigen Rückbe­fra­gung und Weiter­ent­wick­lung der Kul­tur­kon­zep­tion bei anste­hen­den kultur­po­li­ti­schen Ent­schei­dun­gen.

Am 13. Oktober 2015 veran­stal­tete die Ortsver­wal­tung ein „I­de­en­café zur Ortsmitte und Kultur". Alle Bürge­rin­nen und Bürger waren eingeladen, ihre Ideen, Kritik und beste­hen­de ­Be­dürf­nisse bezüglich einer städte­bau­li­chen, infra­struk­tu­rel­len und kultu­rel­len Weiter­ent­wick­lung im Rahmen eines „World-Café“-Formats zu äußern.

Die „Arbeits­gruppe Kultur­kon­zept“ traf erstmalig am 25. April 2016 auf Einladung von Ortsvor­ste­he­rin Karen Eßrich zusammen. Dabei wurde deutlich, dass Grötzingen einen dringenden Bedarf an einer klaren und übersicht­li­chen Darstel­lung seines ­Kul­tur­gut­be­stands und seiner Kulturak­ti­vi­tä­ten hat. Mit Hilfe ak­tu­el­ler Statis­ti­ken und Bevöl­ke­rungs­pro­gno­sen wurden die im In­te­grier­ten Stadt­ent­wick­lungs­kon­zept und die im Karls­ru­her ­Kul­tur­kon­zept als relevant aufge­führ­ten Zukunfts­trends für Gröt­zin­gen analysiert und ergänzt. In Anlehnung an das Kul­tur­kon­zept 2025 der Stadt Karls­ru­heer­folgte dann eine erste ­De­fi­ni­tion von fünf den Stadtteil abbil­den­den kultu­rel­len Hand­lungs­fel­dern. Gleich­zei­tig wurde auch ein Perso­nen­ka­ta­lo­g er­stellt, der die wichtigs­ten Kulturak­teure im Stadtteil und ihre poten­ti­el­len Partner benennt. Aus diesem erfolgte die per­sön­li­che Einladung an rund 100 ausge­suchte Exper­tin­nen und Ex­per­ten zu einer „Zukunfts­werk­statt" in Grötzingen.

Zu dieser „Zukunfts­werk­statt Stadt­teil­kul­tur Grötzin­gen“ kamen am 23. Juli 2016 auf Einladung von Ortsvor­ste­he­rin Karen Eßrich und Kultu­ramts­lei­te­rin Dr. Susanne Asche rund 90 Exper­tin­nen und Ex­per­ten aus der örtlichen Kultur­szene, aus den mit der Gröt­zin­ger Kultur­szene verbun­de­nen Kulturein­rich­tun­gen in Karls­ruhe wie Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter des Kultu­ram­tes ­zu­sam­men. Der achtstün­dige Workshop wurde in einem stark ­ver­kürz­ten „Future Search-Format" abgehalten. Die Teilneh­men­den er­stell­ten, in acht sparten­be­zo­gene Arbeits­grup­pen aufgeteilt, für ihre Handlungs­fel­der kritische Zukunfts­ana­ly­sen, benann­ten ­die wichtigs­ten Heraus­for­de­run­gen und entwi­ckel­ten ­Zu­kunfts­s­tra­te­gien sowie erste Maßnah­men­vor­schläge. Im an­schlie­ßen­den Plenum erhielten die Teilneh­men­den Einblicke in die Perspek­ti­ven der anderen Arbeits­fel­der und konnten deren An­sätze und Ideen in ihre weiteren Überle­gun­gen einschlie­ßen und aus eigener Sicht bewerten. Im Nachgang dieser Veran­stal­tung er­folg­ten ergänzende schrift­li­che Exper­ten­be­fra­gun­gen zum Thema „­Brauch­tum“ sowie zum Thema „Kultu­relle Bildung“ im Stadtteil.

Am 6. Oktober 2016 versam­melte sich nochmals eine sieben­köp­fi­ge ­Ex­per­ten­gruppe „Brauch­tum“ für ein strate­gi­sches Arbeits­tref­fen. Am 24. November 2016 folgte ein entspre­chen­des Arbeits­tref­fen ­zur kultu­rel­len Bildung im Stadtteil. Aus der Zukunfts­werk­stat­t ­ent­wi­ckelte sich der fortbe­ste­hende eigenini­ti­ier­te „­Ar­beits­kreis Kultur­land­schaft Grötzin­gen“, der sich erstma­lig im Beisein der Ortsvor­ste­he­rin am 7. Dezember 2016 traf.

Auf der Grundlage der schrift­li­chen Zusam­men­fas­sung und Aus­wer­tung der Ergebnisse der verschie­de­nen Foren und Ex­per­ten­bei­träge erstellte das Projekt­ma­na­ge­ment eine auf den Ein­schät­zun­gen der örtlichen Kultur­szene basierte SWOT-Analy­se (Dar­stel­lung von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken).

Von Januar bis März 2017 kam die „Arbeits­gruppe Kultur­kon­zep­t“ in acht wöchent­li­chen Sitzungen erneut zusammen, um die durch die Foren und Exper­ten­run­den zusam­men­ge­tra­ge­nen Her­aus­for­de­run­gen und strate­gi­schen Möglich­kei­ten zu evalu­ie­ren und weiter zu ergänzen.

Mitte März bis Juli 2017 erfolgte die Verschrift­li­chung der zu­sam­men­ge­tra­ge­nen Ergebnisse durch das Projekt­ma­na­ge­ment. Das Kul­tu­ramt trug die Darstel­lung der Zusam­men­ar­beit von Ort­schafts­rat, Kulturamt und Gemein­de­rat in Kultur­fra­gen als ei­ge­nes Kapitel bei. Die „Arbeits­gruppe Kultur­kon­zep­t“ ­ver­ant­wor­tete zusammen mit dem Kulturamt die Korrek­tur­gänge. Dabei übernahmen die einzelnen Mitglieder der Arbeits­grup­pe ­Kul­tur­kon­zept die inhalt­li­che Verant­wor­tung für die Darstel­lung ­der verschie­de­nen Handlungs­fel­der.

Ein eigenes Kapitel des Kultur­kon­zepts zeigt unter der Über­schrift „Kultur­ver­wal­tung im Stadtteil – Ein Blick auf die Zu­stän­dig­kei­ten in Sachen Kultur“ den recht­li­chen Rahmen im Ver­hält­nis zwischen Gemein­de­rat und Ortschafts­rat, zwischen Orts­ver­wal­tung und der übrigen Stadt­ver­wal­tung, insbe­son­dere dem Kul­tu­ramt, in Bezug auf die Kultur auf. Das Stadt­teil­kul­tur­kon­zept und dessen Erarbei­tung ist Ausdruck des sehr guten, vertrau­ens­vol­len und verzahnten Mitein­an­ders von Stadt­teil und Gesamt­stadt. Es bestätigt die Erfahrung, dass ein star­ker und profi­lier­ter Stadtteil wesent­li­che Voraus­set­zung für eine starke profi­lierte Stadt ist. Das gilt auch und gerade für die Kultur. Das Stadt­teil­kul­tur­kon­zept Grötzingen wird ganz we­sent­lich zu einer Stärkung Grötzin­gens wie zu einer Stärkung ­der Gesamt­stadt beitragen.

Ortsverwaltung Grötzingen

Der Karlsruher Stadtteil liegt im Osten des Stadtgebiets. Für sportliche und kulturelle Angebote sorgen mehr als 40 Vereine, und die Nähe zur Natur bietet den Menschen gute Erholungs­mög­lich­kei­ten.

Leben in Grötzingen

Rund um das Leben in Grötzingen: Von Abfallversorgung über Baggersee und Naturerholung bis zum Wochenmarkt, alle Informationen kompakt für Sie zusammengestellt.

Das Kulturkonzept 2025 der Stadt Karlsruhe

Das Kultur­kon­zept 2025 der Stadt Karlsruhe benennt die Leitlinien und großen Handlungs­fel­der der kommunalen Kultur­po­li­tik für die Jahre 2015 bis 2025. Es wurde in einem mehr als 2-jährigen umfangreichen Beteiligungsprozess erarbeitet und im Mai 2014 vom Gemeinderat verabschiedet.

Veranstaltungshinweise

Sonntag, 25. September 2022
Durlach und Grötzingen

Offene Ateliers in Durlach und Grötzingen

mit über 30 Künstlerinnen und Künstlern

Samstag, 24. September 2022
Durlach und Grötzingen

Offene Ateliers in Durlach und Grötzingen

mit über 30 Künstlerinnen und Künstlern

18. August 2022 – 18. September 2022
Schlossplatz

Schlosslichtspiele 2022

Die Barockfassade des Karlsruher Schlosses verwandelt sich allabendlich in eine Leinwand beeindruckender Werke internationaler Projection Mapping Künstler.

Heute
marotte Figurentheater

Die Olchis (ab 5 Jahren)

nach dem bekannten Kinderbuch von Erhard Dietl Zusatzvorstellung

Heute
Reallabor Karlstraße

Spielenachmittag für Alle

Jeden Donnerstag um 15.30 Uhr in der Lese- und Spielinsel

Heute
Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais

Karlsruhe im Fokus

After Work-Kurzführung mit Kuratorin Dr. Christiane Sutter

Heute
Online Veranstaltung

Johann Adolph Darnstedt, Südansicht des Kölner Doms, 1769

Theologische Führung in der Reihe "Umbrüche"

Heute
Durlach Alter Friedhof

Bluenight

Konzert im Rahmen des 3. Kultursommers Durlach

Heute
Karlsburg Durlach

Einzigartige Haibegegnungen

Andy Delios präsentiert einzigartige Haibegegnungen durch korrekte Interaktion<br>In Memory of Dr. Erich Ritter.

18. August 2022 – 21. August 2022
Rimmelsbacher Hof

Käthe holt die Kuh vom Eis

Grandiose Bauernhof-Gaudi von William Danne

Heute
Theater in der Orgelfabrik

Narrenschiff

Theaterstück von Gabriele Michel und Franco Rosa inspiriert von Edgar Allan Poe

Heute
Hochschule für Musik

Ladykino Preview - Jagdsaison

Regelmäßig dürfen bei uns die Frauenherzen höher schlagen. In unserer Reihe Ladykino zeigen wir Filme voller Emotionen, die Frau am liebsten gemeinsam mit ihren Freundinnen genießen mag. Und zur Einstimmung gibt es selbstverständlich ein Glas Sekt dazu. Schöner kann der Mädelsabend nicht beginnen! Natürlich sind auch Männer herzlich willkommen.

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