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Das Kulturangebot in Grötzingen bietet seinen Einwohnerinnen und Einwohnern im gesamten Jahresverlauf unterschiedliche Veranstaltungen. Eine ehrenamtlich geprägte Kultur, zu einem großen Teil von Vereinsstrukturen getragen, ergänzt professionelles Kunst- und Kulturschaffen in Grötzingen.
Die Landschaftsmalklassen der Großherzoglich Badischen Kunstakademie suchten Grötzingen als idyllisches Dorf gegen Ende des 19. Jahrhunderts gerne für Studien auf. In der Folge ließen sich 1889 mehrere Künstlerinnen und Künstler im Schloss Augustenburg nieder und gründeten die Grötzinger Malerkolonie. Aufgrund dieser ist der Stadtteil Karlsruhe-Grötzingen Mitglied in euroArt – dem Verbund der europäischen Künstlerkolonien.
Im Bürgersaal des historischen Rathauses ist, während der Öffnungszeiten der Ortsverwaltung und bei Veranstaltungen, eine kleine Dauerausstellung von jeweils zwei typischen Gemälden dieser Künstlerinnen und Künstler zu sehen.
Das Kunstfachwerk N6 in der Niddastraße 6 mitten im Ort ist konzipiert als Kunst- und Kulturzentrum. Das Haus bietet
Für ein inhaltlich ausgewogenes und interessantes Jahresprogramm sorgt die Arbeitsgemeinschaft „Kunstfachwerk N6 Grötzingen“, die überwiegend aus ehrenamtlich arbeitenden Vereinen besteht.
Seit 2015 wird jeweils für drei Jahre eine Atelierwohnung für zwei Kunststudierende der Karlsruher Akademie vermietet um neue Impulse zu erhalten. Insgesamt ergibt sich durch die Aktivitäten in diesem Haus die Möglichkeit, die künstlerische Tradition Grötzingens zu bewahren und für die Zukunft fortzuschreiben.
Alle zwei Jahre findet eine Ausstellung der Grötzinger Fotografiestudios in der statt. Hier zeigen etwa 30 Fotografinnen und Fotografen eine Auswahl ihrer besten Arbeiten. Mit der Organisation ist der Grötzinger Verein Foto-Medien-Kunst e.V (FMK) betraut in Kooperation mit der Ortsverwaltung, die die Ausstellung ausrichtet.
Die Gruppe „Allgemeine Grötzinger Maler“ gibt es seit dem Jahre 1995, als sie sich zum ersten Mal dem kunstinteressierten Publikum des Grötzinger Malerdorfes präsentierte. 2009 hat sie sich umbenannt in „Grötzinger Malerdorfmaler“. Mit ihren vielfältigen und unterschiedlichsten Beispielen künstlerischer Ausdrucksformen bieten derzeit 20 Künstlerinnen und Künstler einen Überblick über ihre Arbeiten.
Vom 28. bis 29. Juni 2025 verwandeln sich Orte und Straßen in Grötzingen in eine große Bühne und Ausstellungsfläche. Kulturschaffende aus Grötzingen und aller Welt, Vereine sowie Institutionen präsentieren Live-Music-Acts, Tanz, Theater, Gedichtetes und Verdichtetes, Bildende Kunst sowie Kunsthandwerk – und das bereits zum elften Mal.
Die Grötzinger Kulturmeile erfreut sich seit 2005 einer wachsenden Beliebtheit. Angeregt durch Grötzinger Vereine und hier lebende Kunstschaffenden entstand die Idee, Kunst und Kultur in das Grötzinger Straßenfest mit einzubeziehen. Auf diesem Fest, welches inzwischen alle zwei Jahre stattfindet, sind nicht nur die örtlichen Vereine und Institutionen eingebunden, die sich der Öffentlichkeit aus diesem Anlass präsentieren können. Auch die Künstlerinnen und Künstler als auch viele Gäste des Badischen Malerdorfs, das liebevoll als die „Großmutter von Karlsruhe“ bezeichnet wird, stellen ihre Arbeiten aus und geben Einblicke in ihre Ateliers. In der Ortsmitte Grötzingen wird ein abwechslungsreiches Programm geboten.
Seit 2012 öffnen etwa 40 Künstlerinnen und Künstler aus Durlach und Grötzingen für zwei Tage im September ihre Ateliers und geben Einblicke in ihr künstlerisches Schaffen. Der Besuch eines Künstlerateliers ist für die Gäste ein besonderes Erlebnis, welches einen sehr persönlichen Zugang zum Werk ermöglicht, den ein neutraler Ausstellungsraum so nicht bieten kann.
Seit 1995 ist der Nachtumzug rund um den Rathausplatz und durch die angrenzenden Straßenzüge der Höhepunkt der Grötzinger Fasenacht. Seit 2014 wird der Umzug am Tage durchgeführt und heißt nun Grötzinger Narrensprung. Die Hottscheck-Narrenzunft und ihre Gäste verwandeln mit Hästrägern und Guggemusik den Stadtteil in eine Hochburg farbenfrohen alemannischen Fasnachtstreibens. Außerdem führen die Narren jedes Jahr einen Angeklagten vor das Narrengericht, aber vorher wird natürlich das Rathaus gestürmt und die Herausgabe des Rathausschlüssels samt Ratskasse gefordert.
Das Kulturkonzept für Grötzingen ist eine stadtteilbezogene Fortführung des Kulturkonzepts 2025 der Stadt Karlsruhe. Es greift die Grundzüge des Karlsruher Kulturkonzepts auf, das das Recht auf Kultur als Richtschnur des kulturellen Handelns und Entscheidens setzt und den Zugang zu Kultur als ein Grund- und Menschenrecht versteht. Ebenso orientiert es sich an den Handlungsfeldern des Karlsruher Kulturkonzepts und schneidet sie auf die Grötzinger Gegebenheiten zu. Es benennt als Leitlinien der Kulturpolitik für Grötzingen Maßnahmen zur Kulturentwicklung des Stadtteils, die im Einzelfall Gegenstand zukünftiger politischer Entscheidungen sein werden.
Das Stadtteilkulturkonzept für Grötzingen nimmt die gesamte Grötzinger Kulturszene in den Blick. Dabei entziehen sich jedoch Einrichtungen wie die Stadtteilbibliothek und die Volkshochschule, das Jugendhaus, die Gemeinschaftsschule, die Kindergärten, die Kirchen und Religionsgemeinschaften, die Stiftung für Grötzingen und die Karl-Martin-Graff-Stiftung als Kulturträger dem unmittelbaren kulturpolitischen Einwirken von Grötzinger Seite. Das gleiche gilt für die weitestgehend unabhängig agierende Kunst- und Kulturszene vor Ort, die zahlreichen professionellen wie von Ehrenamt und Eigenmotivation getragenen Akteure im Stadtteil, die Vereine, Betriebe und sonstigen Einrichtungen. Das Kulturkonzept kann all diesen Kulturakteuren keine inhaltlichen oder strategischen Vorgaben machen. Es stellt vielmehr eine Selbstverpflichtung des Stadtteils und der Stadt Karlsruhe in Bezug auf das kulturelle Leben und dessen Entwicklung in Grötzingen dar. Es versteht sich als verbindlicher, tragfähiger Orientierungsrahmen für das künftige kulturpolitische Handeln im und für den Stadtteil Grötzingen. Im Erstellungsprozess ging es darum, sich mit den Kulturakteuren vor Ort gemeinsam Gedanken zu machen, welche aktuellen und zukünftigen Herausforderungen und Chancen die Kulturbeteiligten vor Ort erwarten und wie diesen begegnet werden kann. Dabei wurde auch eine Vielzahl an möglichen Strategien und Maßnahmen zusammengetragen, die sich allein im Entscheidungsbereich der jeweiligen Kulturakteure weiterverfolgen lassen.
Anlehnend an das Kulturkonzept Karlsruhe 2025 benennt das Stadtteilkulturkonzept Grötzingen fünf Handlungsfelder.
Das Handlungsfeld 1 nimmt zunächst die Sicherung der sich auf den Stadtteil beziehenden Kulturgüter in den Blick. Als besondere Herausforderungen werden der Wunsch, wichtige Kulturgüter im Stadtteil zentral zu erfassen und präsent zu halten, ebenso genannt wie das Interesse, Kulturgüter in städtischen Archiven und Sammlungen zu sichern.
Unter das Handlungsfeld Kulturelles Erbe subsumiert das Stadtteilkulturkonzept auch die einzigartige Kulturlandschaft Grötzingens. Als Herausforderungen werden die Herausarbeitung der historisch gewachsenen Individualität und die Wahrung der historischen Zeugniskraft und Eigenart der umliegenden Kulturlandschaft benannt. Dritter Hauptpunkt im Handlungsfeld Kulturelles Erbe ist das Brauchtum, das es in seiner Vielfalt anzuerkennen und in der Pflege zu unterstützen gilt.
Das Handlungsfeld 2 legt den Finger in die Raum-Wunde im Stadtteil. Es besteht großer Bedarf an Atelier- und Ausstellungsflächen für die Bildende Kunst, aber auch an Räumen für das sehr aktive Theaterleben im Stadtteil.
In Bezug auf die Bildende Kunst lebt Grötzingen von seiner Geschichte als ehemalige Künstlerkolonie. Das Attribut „Badisches Malerdorf“ als Markenzeichen knüpft an diese Tradition an. Sicht- und nachvollziehbar ist diese Geschichte im Ortsbild jedoch kaum. Weder sind alte Künstlerhäuser zu besichtigen, noch kann die in der Malerkolonie entstandene Kunst an einem zentralen Ort präsentiert werden; eine Ausnahme bildet hier der Bürgersaal im Rathaus, der jedoch nur begrenzt zugänglich ist. Die Sichtbarkeit der Geschichte gilt es ebenso zu erhöhen wie die Arbeits- und Präsentationsmöglichkeiten für aktuell in Grötzingen arbeitende zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler. Hier - wie auch im Zusammenhang mit anderen Handlungsfeldern - wird der Grötzinger Wunsch laut, in der Ortsverwaltung eine Anlaufstelle, ein Büro zur Förderung und Bündelung der Stadtteilkultur einzurichten.
Als besondere Herausforderung im Spannungsfeld von Tradition und Zeitgenössischem wird die Frage aufgeworfen, in wieweit die Marke „Badisches Malerdorf“ noch eine geeignete Positionierung des auch das aktuelle Kunstschaffen in den Blick nehmenden Kulturstadtteils Grötzingen darstellt und ob diese Marke auch die aktuelle Bühnenkunst mit abdeckt.
In Bezug auf die Bühnenkunst wird insbesondere das Fehlen von Probe- und Aufführungsräumen beklagt. Die in den letzten Jahren hier stark gewachsene Theaterszene ist in ihren räumlichen Möglichkeiten im Stadtteil sehr begrenzt.
Das Handlungsfeld 3 benennt die Bedeutung der kulturellen Bildung für die Stadtteilentwicklung. Sie ermöglicht es, das Gemeinsame in der wachsenden Vielfalt auch im Stadtteil zu fördern, unter anderem mit sozialraumorientierten, antidiskriminierenden und mit generationsübergreifenden Kulturangeboten, die entsprechend ermöglicht und gefördert werden sollen. Von besonderer Bedeutung wird dabei auch die zielgruppenbezogene, barrierefreie kulturelle Bildungsarbeit gesehen.
Das Handlungsfeld 4 zeigt auf, dass in Grötzingen Handwerksbetriebe ansässig sind, die traditionelle kunsthandwerkliche Techniken pflegen und gleichzeitig an der Schnittstelle zwischen Handwerk, Kunsthandwerk und Kunst arbeiten. Das Kulturkonzept formuliert die Aufgabe, diesen Bereich zu stärken. Die Betriebe und Akteure sollen in Grötzingen ein gutes Pflaster für ihre Betriebe finden, in inhaltlicher, struktureller und in räumlicher Hinsicht. Grötzingen sieht sich als prädestinierten Standort für kultur- und kreativwirtschaftliche Betriebe und ist bemüht, für eine weitere Stärkung in diesem Bereich entsprechende Räume anbieten zu können.
Das Handlungsfeld 5 zeigt auf, dass kulturelle Aktivitäten im Stadtteil auf die Unterstützung durch die lokale Wirtschaft angewiesen sind, dass aber auch die Wirtschaft vor Ort von einem geschärften kulturellen Profil des Stadtteils und entsprechenden kulturellen Aktivitäten profitiert. So möchte das Kulturkonzept - auch mit Blick auf die Wirtschaft – die Außenwirkung des Grötzinger Kulturlebens verbessern und die Kommunikation zwischen Kultur und Wirtschaft erleichtern.
Ebenso ist es das Anliegen des Kulturkonzepts, Grötzingen für Ansiedlungen aus dem Bereich der Kunst- und Kulturschaffenden wie der Kultur- und Kreativwirtschaft attraktiver zu machen.
Nach der Entscheidung zur Erarbeitung eines Kulturkonzepts für Grötzingen wurde aus dem Ortschaftsrat heraus ein Arbeitskreis Kulturkonzept gebildet, in dem alle Fraktionen des Ortschaftsrates vertreten sind, darüber hinaus die ARGE der Grötzinger Vereine und Kulturschaffenden, die Grötzinger Künstlerschaft, die Heimatfreunde Grötzingen e. V., der Freundeskreis Badisches Malerdorf e. V., das Kulturamt und die Ortsverwaltung in Person der Ortsvorsteherin.
Mit der Erarbeitung des Kulturkonzepts wurde im Rahmen eines Werkvertrages Birgit Reich | KUK Kulturmanagement beauftragt. Sie entwickelte das Prozessdesign und übernahm das Projektmanagement für die gesamte Erarbeitungsphase, moderierte Workshops und Expertengespräche, sicherte in gemeinsamen Diskussionen mit dem Arbeitskreis Kulturkonzept die Ergebnisse der einzelnen Schritte des Beteiligungsprozesses und übernahm die Verschriftlichung des Kulturkonzepts. Die Entwicklung des Stadteilkulturkonzepts erfolgte auf Basis der Vorgaben und Richtungsentscheidungen der Karlsruher Kulturkonzeption, der vorhandenen ortsgegebenen Strukturen und mit einem offenen Blick auf zukünftige Entwicklungen. Das Prozessdesign orientierte sich an dem im strategischen Entwicklungsmanagement üblichen Vorgehen:
Der Verschriftlichung und Veröffentlichung des Kulturkonzepts folgt als fünfter Punkt der fortgesetzte Implementierungsprozess und als abschließender sechster Punkt das Controlling im Sinne einer ständigen Rückbefragung und Weiterentwicklung der Kulturkonzeption bei anstehenden kulturpolitischen Entscheidungen.
Am 13. Oktober 2015 veranstaltete die Ortsverwaltung ein „Ideencafé zur Ortsmitte und Kultur". Alle Bürgerinnen und Bürger waren eingeladen, ihre Ideen, Kritik und bestehende Bedürfnisse bezüglich einer städtebaulichen, infrastrukturellen und kulturellen Weiterentwicklung im Rahmen eines „World-Café“-Formats zu äußern.
Die „Arbeitsgruppe Kulturkonzept“ traf erstmalig am 25. April 2016 auf Einladung von Ortsvorsteherin Karen Eßrich zusammen. Dabei wurde deutlich, dass Grötzingen einen dringenden Bedarf an einer klaren und übersichtlichen Darstellung seines Kulturgutbestands und seiner Kulturaktivitäten hat. Mit Hilfe aktueller Statistiken und Bevölkerungsprognosen wurden die im Integrierten Stadtentwicklungskonzept und die im Karlsruher Kulturkonzept als relevant aufgeführten Zukunftstrends für Grötzingen analysiert und ergänzt. In Anlehnung an das Kulturkonzept 2025 der Stadt Karlsruheerfolgte dann eine erste Definition von fünf den Stadtteil abbildenden kulturellen Handlungsfeldern. Gleichzeitig wurde auch ein Personenkatalog erstellt, der die wichtigsten Kulturakteure im Stadtteil und ihre potentiellen Partner benennt. Aus diesem erfolgte die persönliche Einladung an rund 100 ausgesuchte Expertinnen und Experten zu einer „Zukunftswerkstatt" in Grötzingen.
Zu dieser „Zukunftswerkstatt Stadtteilkultur Grötzingen“ kamen am 23. Juli 2016 auf Einladung von Ortsvorsteherin Karen Eßrich und Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche rund 90 Expertinnen und Experten aus der örtlichen Kulturszene, aus den mit der Grötzinger Kulturszene verbundenen Kultureinrichtungen in Karlsruhe wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kulturamtes zusammen. Der achtstündige Workshop wurde in einem stark verkürzten „Future Search-Format" abgehalten. Die Teilnehmenden erstellten, in acht spartenbezogene Arbeitsgruppen aufgeteilt, für ihre Handlungsfelder kritische Zukunftsanalysen, benannten die wichtigsten Herausforderungen und entwickelten Zukunftsstrategien sowie erste Maßnahmenvorschläge. Im anschließenden Plenum erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Perspektiven der anderen Arbeitsfelder und konnten deren Ansätze und Ideen in ihre weiteren Überlegungen einschließen und aus eigener Sicht bewerten. Im Nachgang dieser Veranstaltung erfolgten ergänzende schriftliche Expertenbefragungen zum Thema „Brauchtum“ sowie zum Thema „Kulturelle Bildung“ im Stadtteil.
Am 6. Oktober 2016 versammelte sich nochmals eine siebenköpfige Expertengruppe „Brauchtum“ für ein strategisches Arbeitstreffen. Am 24. November 2016 folgte ein entsprechendes Arbeitstreffen zur kulturellen Bildung im Stadtteil. Aus der Zukunftswerkstatt entwickelte sich der fortbestehende eigeninitiierte „Arbeitskreis Kulturlandschaft Grötzingen“, der sich erstmalig im Beisein der Ortsvorsteherin am 7. Dezember 2016 traf.
Auf der Grundlage der schriftlichen Zusammenfassung und Auswertung der Ergebnisse der verschiedenen Foren und Expertenbeiträge erstellte das Projektmanagement eine auf den Einschätzungen der örtlichen Kulturszene basierte SWOT-Analyse (Darstellung von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken).
Von Januar bis März 2017 kam die „Arbeitsgruppe Kulturkonzept“ in acht wöchentlichen Sitzungen erneut zusammen, um die durch die Foren und Expertenrunden zusammengetragenen Herausforderungen und strategischen Möglichkeiten zu evaluieren und weiter zu ergänzen.
Mitte März bis Juli 2017 erfolgte die Verschriftlichung der zusammengetragenen Ergebnisse durch das Projektmanagement. Das Kulturamt trug die Darstellung der Zusammenarbeit von Ortschaftsrat, Kulturamt und Gemeinderat in Kulturfragen als eigenes Kapitel bei. Die „Arbeitsgruppe Kulturkonzept“ verantwortete zusammen mit dem Kulturamt die Korrekturgänge. Dabei übernahmen die einzelnen Mitglieder der Arbeitsgruppe Kulturkonzept die inhaltliche Verantwortung für die Darstellung der verschiedenen Handlungsfelder.
Ein eigenes Kapitel des Kulturkonzepts zeigt unter der Überschrift „Kulturverwaltung im Stadtteil – Ein Blick auf die Zuständigkeiten in Sachen Kultur“ den rechtlichen Rahmen im Verhältnis zwischen Gemeinderat und Ortschaftsrat, zwischen Ortsverwaltung und der übrigen Stadtverwaltung, insbesondere dem Kulturamt, in Bezug auf die Kultur auf. Das Stadtteilkulturkonzept und dessen Erarbeitung ist Ausdruck des sehr guten, vertrauensvollen und verzahnten Miteinanders von Stadtteil und Gesamtstadt. Es bestätigt die Erfahrung, dass ein starker und profilierter Stadtteil wesentliche Voraussetzung für eine starke profilierte Stadt ist. Das gilt auch und gerade für die Kultur. Das Stadtteilkulturkonzept Grötzingen wird ganz wesentlich zu einer Stärkung Grötzingens wie zu einer Stärkung der Gesamtstadt beitragen.