Als „eine geschätzte Persönlichkeit, einen profilierten Juristen und hochverdienten Politiker“ würdigt Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup in einem Kondolenzschreiben den vorige Woche im Alter von 87 Jahren verstorbenen ehemaligen Bürgermeister Dr. Horst Rehberger.
Fünf Jahre vor seinem Amtsantritt war der promovierte Jurist bereits im Alter von 27 Jahren als damals jüngstes Mitglied in den Gemeinderat der Fächerstadt eingezogen, wo er „hohes Vertrauen und große Wertschätzung weit über die Fraktionsgrenzen hinaus“ genossen habe, so Mentrup weiter.
Als Bürgermeister verantwortete der FDP-Politiker ein vielfältiges Ressort mit Zuständigkeit für Stadtwerke, Verkehrsbetriebe, Rheinhafen, Markt- und Messeamt sowie Städtisches Klinikum. Auch das heute weltweit gelobte sogenannte „Karlsruher Modell“ des öffentlichen Personennahverkehrs ist eng mit seiner Amtszeit verbunden.
Von der Bürgermeisterbank aus machte Rehberger eine steile Karriere. 1984 wechselte er für zwei Jahre als Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft in die Landesregierung des Saarlandes.
Nach der Wiedervereinigung zog es Horst Rehberger nach Sachsen-Anhalt. In der dortigen Landesregierung übernahm er von 1990 bis 1993 das Ministerium für Wirtschaft und Technologie sowie von 2002 bis 2006 das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit. In Anerkennung seiner Verdienste wurde er 2006 zum Ehrenvorsitzenden des FDP-Landesverbands Sachsen-Anhalt ernannt. Seiner Heimatstadt Karlsruhe blieb Horst Rehberger dennoch zeitlebens verbunden. -eck-