Parks, Zoos und Gärten in funkelnde Winterlandschaften verwandeln: das ist das Konzept von „Christmas Garden“, das Event wird - in der Eigenwerbung - auch als eine „komplexe audiovisuelle Open Air-Produktion“ beschrieben. Technisch aufwändige Lichtkunst wird auf Grünflächen, oder in der Stadtlandschaft mit eigens komponierter Musik und Klangwelten kombiniert.
Vergangenes Jahr öffnete erstmals ein „Christmas Garden“ in Karlsruhes Zoologischem Stadtgarten. Etwa 55 000 Besucher zählte damals das (leuchtende) Winterspektakel. Ab dem 27. November startet der „Christmas Garden“ – in seinem zweiten Durchlauf in der Fächerstadt. Die Veranstalter haben das leicht angepasste Vorhaben kürzlich, zusammen mit Zoo-Direktor Matthias Reinschmidt, und Gartenbauamtsleiterin Doris Fath, öffentlich vorgestellt.
Neu gestalteter Rundweg
Mit knapp 30 Installationen und einem neu gestalteten Rundweg startet der zweite „Christmas Garden“ in Karlsruhe. Bis einschließlich 6. Januar werden Zoo und Stadtgarten abends, mit Einbruch der Dämmerung, in leuchtenden Farben erstrahlen. „Wir hoffen auf einen noch stärkeren Zulauf“, sagte Zoo-Chef Reinschmidt bei der Vorstellung des neuen Programms. Im ersten Jahr in Karlsruhe hatte der verregnete Winter dem Vorhaben an manchen Tagen einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Christian Doll, örtlicher Veranstalter des Events, nennt den Zoologischen Stadtgarten „einen einzigartigen Standort.“ Seit Ende Oktober läuft bereits der Aufbau der Installationen. Neu dazu kommt das Motiv „Tanz der Sterne“, und ein besonderes „Glockenspiel“ – und auch das (bereits erprobte) „Lichtermeer“ wird sich dieses Mal auf einer Fläche von über 1.000 Quadratmetern erstrecken, und damit größer sein als im vergangenen Jahr. Das „Glockenspiel“, das an anderen Orten schon im Einsatz war, ist ein mit Lichterketten gesäumter Gang – der sich zu einem beliebten Foto-Spot entwickeln dürfte.
Nicht ganz billig ist der Spaß für die Besucher: die normalen Zoo-Eintrittskarten haben keine Gültigkeit, Tickets online gibt es für Erwachsene ab 19,50 bis 23,50 Euro; sowie für Kinder, Schüler, Studenten oder Senioren ab 15 Euro. An der Abendkasse kommen dazu jeweils zwei Euro Aufpreis je Ticket. Der Kritik aus dem Vorjahr an den Preisen kommen die Veranstalter aus Berlin und Stuttgart ein klein wenig entgegen: es wird an zwei Familientagen (am 4. und 11. Dezember) Tickets für je bis zu fünf Personen zum Preis online ab 39 Euro geben. Einen kleinen Rabatt gibt es zudem für die Inhaber von Zoo-Jahreskarten: exakt 2,38 Euro.
Hintergrund: 2016 feierte der Christmas Garden in Berlin Premiere und erlebte einen Überraschungserfolg. Im vergangenen Jahr 2023 wurde das Eventformat mittlerweile an 21 Standorten in sechs Ländern präsentiert: in Barcelona, in Paris oder auch im Windsor Great Park bei London. In Süddeutschland ist die Show auch etwa in Koblenz (Festung Ehrenbreitstein), im Zoo Augsburg, in der Wilhelma in Stuttgart sowie auf der Insel Mainau präsent. -stj-