Ein voller Bürgersaal, herzliche Begrüßungen und ein Hauch hallescher Geschichte: Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bürgerreise aus Halle an der Saale waren Anfang Oktober zu Gast in Karlsruhe. Organisiert vom Freundeskreis Halle – Karlsruhe e. V., stand die nunmehr zweite Reise im Zeichen der Wiedersehensfreude von Bürgerinnen und Bürgern zweier Städte, die seit Jahrzehnten miteinander verbunden sind.
Beim Empfang im Karlsruher Rathaus begrüßte Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz die Gäste aus „unserer wirklich wichtigen Partnerstadt“. Die Verbindung zwischen Halle und Karlsruhe sei bedeutender Mosaikstein eines Deutschlands, das für Einheit, Frieden und Freiheit stehe. Auch die Bedeutung der Partnerschaft für die Demokratie hob sie hervor. Mit Blick auf den Karlsruher Privilegienbrief betonte sie die kulturelle Offenheit, die der Fächerstadt bereits in die Wiege gelegt worden sei: „In unserer DNA ist die Liberalität angelegt, die hier auch gelebt wird.“
Dass die Partnerschaft schon vor der Wende begann, daran erinnerte Frank Berger. Seit 1987 verbindet beide Städte eine gemeinsame Geschichte. Persönlich ist der Vorsitzende des Freundeskreises dem Badischen seit Langem verbunden, so erzählte er vom 2. Dezember 1989, als er in Durlach beim Nikolauslauf an der Startlinie stand. Schon damals wurde deutlich, wie wichtig persönliche Begegnungen für das Zusammenwachsen Deutschlands sind.
Für einen besonderen Moment sorgten erneut die Halloren in historischer Tracht. Mit einer humorvollen Darbietung richtete sich Hansekaufmann "Jörg von Dölau" an die anwesenden Mitglieder des Karlsruher Gemeinderates sowie die Bürgermeisterin und monierte augenzwinkernd die fehlenden Beziehungen im Salzhandel.
Neben dem Empfang erwartete die Reisegruppe ein abwechslungsreiches Programm, darunter eine Rundfahrt mit einer historischen Straßenbahn. Bürgermeisterin Luczak-Schwarz lud die Gäste außerdem dazu ein, beim Stadtfest badische Gemütlichkeit und Lebensfreude zu entdecken.