Für den Freundeskreis Halle - Karlsruhe war es ein historischer Augenblick. Zum ersten Mal seit der Neugründung des Vereins vor vier Jahren gelang es nun, eine Bürgerreise in die Fächerstadt zu organisieren. Diese stieß auf große Resonanz. Insgesamt 28 Teilnehmende waren bei der viertägigen Tour dabei. Darunter befanden sich auch Mitglieder der "Halloren", einer historischen Salzwirker-Brüderschaft, die mit ihrem Auftritt in ihren historischen Kostümen einen besonderen Farbtupfer beim Empfang im Bürgersaal des Rathauses setzten. Außerdem nahm Kaufmann "Jörg von Dölau" die Gäste mit auf eine Reise zurück in die Zeit, als Halle Mitglied in der Hanse war.
Persönliche Kontakte ausschlaggebend
Wichtig seien bei einer Städtepartnerschaft nicht nur offizielle Kontakte, sondern persönliche Begegnungen zwischen den Menschen, sagte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup zur Begrüßung, "umso schöner ist es, dass Sie hier sind". Die Bürgerreise setze „ein starkes gesellschaftliches und politisches Zeichen“ gegen den Trend, nicht mehr miteinander ins Gespräch zu gehen. Mit Karlsruhe und Halle „haben die beiden richtigen Städte zusammengefunden“, zeigte sich der OB überzeugt. Nachdem die Anfänge der Partnerschaft 1987 unter dem SED-Regime noch eher den Charakter einer „Zwangsheirat“ gehabt habe, sei daraus inzwischen „eine schöne Liebesbeziehung geworden“. Mit Blick auf das 40. Jubiläum, das 2027 gefeiert wird, rief Mentrup schon jetzt zu neuen Ideen auf.