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Premiere für den Förderverein aus Halle

Erste Bürgerreise nach Karlsruhe nach der Neugründung organisiert

Empfang der Delegation aus Halle mit den Halloren in historischer Tracht Empfang der Delegation aus Halle mit den Halloren in historischer Tracht © Stadt Karlsruhe, Georg Hertweck

Für den Freundeskreis Halle - Karlsruhe war es ein historischer Augenblick. Zum ersten Mal seit der Neugründung des Vereins vor vier Jahren gelang es nun, eine Bürgerreise in die Fächerstadt zu organisieren. Diese stieß auf große Resonanz. Insgesamt 28 Teilnehmende waren bei der viertägigen Tour dabei. Darunter befanden sich auch Mitglieder der "Halloren", einer historischen Salzwirker-Brüderschaft, die mit ihrem Auftritt in ihren historischen Kostümen einen besonderen Farbtupfer beim Empfang im Bürgersaal des Rathauses setzten. Außerdem nahm Kaufmann "Jörg von Dölau" die Gäste mit auf eine Reise zurück in die Zeit, als Halle Mitglied in der Hanse war. 

Persönliche Kontakte ausschlaggebend

Wichtig seien bei einer Städtepartnerschaft nicht nur offizielle Kontakte, sondern persönliche Begegnungen zwischen den Menschen, sagte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup zur Begrüßung, "umso schöner ist es, dass Sie hier sind". Die Bürgerreise setze „ein starkes gesellschaftliches und politisches Zeichen“ gegen den Trend, nicht mehr miteinander ins Gespräch zu gehen. Mit Karlsruhe und Halle „haben die beiden richtigen Städte zusammengefunden“, zeigte sich der OB überzeugt. Nachdem die Anfänge der Partnerschaft 1987 unter dem SED-Regime noch eher den Charakter einer „Zwangsheirat“ gehabt habe, sei daraus inzwischen „eine schöne Liebesbeziehung geworden“. Mit Blick auf das 40. Jubiläum, das 2027 gefeiert wird, rief Mentrup schon jetzt zu neuen Ideen auf.

Frank Berger, Vorsitzender des Freundeskreises Halle - Karlsruhe, überreicht als Geschenk ein Bild des Händel-Denkmals und der Marktkirche.

Neugründung in Halle nach fünf Jahren Pause

Auch Frank Berger, Vorsitzender des Freundeskreises Halle - Karlsruhe, unterstützte diesen Appell, „Neugier wecken für die Zukunft“,  lautete seine Maxime. Die Bürgerreise sei das "erste wirklich große Projekt" des Vereins, der im November 2021 wieder in Leben gerufen wurde, nachdem der 2008 erstmals gegründete Freundeskreis acht Jahre später aufgelöst worden war. Weil das Karlsruher Pendant unter der Vorsitzenden Dr. Bärbel Maliske-Velten als "treibende Kraft" schon einige Bürgerreisen vom Rhein an die Saale organisiert hatte, sagten sich Berger und seine Mitstreiter: "Was unsere Freunde können, das können wir auch" und so kam die Fahrt zustande. Neben dem Empfang im Rathaus und einem "Karlsruher Abend" standen unter anderem auch Besuche im Zoologischen Stadtgarten und im ZKM auf dem Programm. 

Mitglieder der historischen Salzwirker-Brüderschaft "Halloren" bei ihrem Auftritt im Bürgersaal.
Zum ersten Mal nach seiner Neugründung vor vier Jahren organisierte der Freundeskreis Halle - Karlsruhe eine Bürgerreise

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