Karlsruhe ist immer wieder von starker Hitze betroffen. Hohe Temperaturen stellen insbesondere für Risikogruppen eine große Gesundheitsgefahr dar. Daher hat die Stadt Karlsruhe einen umfassenden Hitzeaktionsplan erarbeitet, um die Gesundheit und das Wohlergehen aller Bürgerinnen und Bürger an heißen Tagen zu sichern.
Der Hitzeaktionsplan umfasst 64 Maßnahmen, darunter die Bereitstellung frei zugänglicher kühler Räume, die Versorgung mit Trinkwasser im öffentlichen Raum, Informationskampagnen zu hitzeangepasstem Verhalten sowie spezielle Betreuung für besonders gefährdete Gruppen wie ältere Menschen, Schwangere oder Obdachlose. Die Karlsruher Maßnahmen wurden eng mit allen beteiligten Dienststellen sowie externen Akteursgruppen abgestimmt. Ziel ist es, einen nachhaltigen und wirksamen Schutz vor den gesundheitlichen Risiken extremer Hitze zu schaffen.
Der Plan wurde im Rahmen des vom Bundesumweltministerium geförderten Verbundprojekts „Plan°C“ gemeinsam mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und dem Deutschen Institut für Urbanistik entwickelt. Bei der Entwicklung des Plans wurde auch die langjährige Erfahrung französischer Städte wie Nancy, Strasbourg und Toulouse berücksichtigt, die bereits seit über zwanzig Jahren den französischen Hitzeaktionsplan „Plan Canicule“ umsetzen.
Der Gemeinderat hat den Hitzeaktionsplan am 29. Juli 2025 nach Vorberatung im Ausschuss für Umwelt- und Gesundheit sowie im Sozialausschuss beschlossen. Der Plan legt den Grundstein für einen umfassenden Hitzeschutz der Karlsruher Bevölkerung, um auch in den kommenden Sommern bestmöglich auf die Herausforderungen des Klimawandels zu reagieren.
Der Hitzeaktionsplan ist Teil der Klimaanpassungsstrategie, die 2021 vom Gemeinderat beschlossen wurde. Schwerpunkte der Klimaanpassungsstrategie sind der Schutz vor Hitze, die Starkregenvorsorge und der Umgang mit Trockenheit.