Die Stadt Karlsruhe begrüßt die Fortführung des Betriebs der Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und der Jugendhilfe der Pro-Liberis gGmbH und der Lenitas gGmbH mit Sitz in Karlsruhe. Die Betreibergesellschaften von 18 Kitas in Karlsruhe und 9 weiteren Einrichtungen in der Region hatten am 5. Februar 2026 Insolvenzantrag gestellt.
Yvette Melchien, Sozialbürgermeisterin der Stadt Karlsruhe, nimmt zum bisherigen Verlauf des vorläufigen Insolvenzverfahrens wie folgt Stellung: „Ich sehe die Kitaträger im vorläufigen Insolvenzverfahren auf einem guten Weg, sich neu auszurichten. Die Angebote von Pro Liberis und Lenitas sind wichtig für die Betreuung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in der Stadt und in der Region Karlsruhe. Der Einsatz der Mitarbeitenden gerade jetzt während des vorläufigen Insolvenzverfahrens verdient große Anerkennung. Der enge Austausch mit ihnen, den Eltern und den vorläufigen Insolvenzverwaltern Dr. Jürgen Erbe (Pro-Liberis) und Holger Blümle (Lenitas) der Kanzlei Schultze & Braun ist besonders wichtig“, so die Bürgermeisterin weiter.
Die Stadt Karlsruhe ist zuversichtlich, dass es den beiden Trägern mit Unterstützung der vorläufigen Insolvenzverwalter der Kanzlei Schultze & Braun gelingen kann, die Unternehmen wirtschaftlich neu auszurichten. Von der Insolvenzantragstellung der privaten, gemeinnützigen Unternehmen betroffen sind insgesamt rund 1.350 Kita-Betreuungsplätze, davon etwa 900 in Karlsruhe, sowie rund 610 Mitarbeitende in den gesamten Einrichtungen. Lenitas hält neben Kita-Betreuungsplätzen zudem Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe vor, unter anderem eine Jugendwohngemeinschaft, eine Wohngruppe sowie eine Familienwerkstatt.
Wie die vorläufigen Insolvenzverwalter von der Kanzlei Schultze & Braun am 27. Februar 2026 mitteilten, sind die Kinderbetreuung und die Arbeitsplätze der Mitarbeitenden auch über den 1. April 2026 hinaus gesichert. Der Betrieb in den Einrichtungen laufe ohne Einschnitte bei der Qualität wie gewohnt weiter.