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Staatstheater mit erfreulicher Bilanz

In der zu Ende gegangenen Spielzeit wurden Einspielergebnisse gesteigert und Auslastung wieder erhöht

Nabucco von Verdi Die Oper Nabucco: eines der Highlights der Spielzeit © Staatstheater, Felix Grünschloss

In den Jahren 2020 und 2021 beschäftigte das Badische Staatstheater im Herzen von Karlsruhe noch eine Führungskrise und eine monatelange Schließung infolge der Corona-Pandemie. Jetzt zieht die aktuelle Theaterleitung eine positive Bilanz der zu Ende gegangenen Spielzeit. 899 Veranstaltungen mit über 275 000 Besucherinnen und Besuchern in den sechs Sparten des Hauses, davon 6 600 bei auswärtigen Gastspielen – dies ist das Ergebnis in der Spielzeit 2023/24. Über 57 000 Menschen des Staatstheater-Publikums waren dabei aktuell Schüler und/oder Studenten, was einem Publikumsanteil von gut 23 Prozent entspricht.

Damit hat die dritte und letzte Spielzeit des Interims-Intendanten Dr. Ulrich Peters, der im Juli auf der Hauptbühne von DAS FEST offiziell verabschiedet wurde, erneut eine Steigerung der Besucherzahlen gebracht. In der vorangegangenen Spielzeit 2022/23 kamen insgesamt rund 240 000 Besucherinnen und Besucher, was eine Auslastung von durchschnittlich 71 Prozent bedeutete. Mit den Händel-Festspielen 2024 konnte Peters auch noch einmal selbst ein künstlerisches Zeichen setzen. Insbesondere in den Sparten Schauspiel und Konzert konnten wesentlich mehr Zuschauer begrüßt werden als im Vorjahr.

„Wir freuen uns sehr, dass das Publikum zunehmend zurückkehrt und wir darüber hinaus viele Erstbesucher begrüßen können“, zeigen sich der Geschäftsführende Direktor Johannes Graf-Hauber und die Künstlerische Betriebsdirektorin Uta-Christine Deppermann zufrieden. Der scheidende Intendant Dr. Ulrich Peters zieht am Ende seiner letzten Spielzeit am Staatstheater ein erfreuliches Fazit: „Die vergangene Spielzeit war erneut sehr abwechslungsreich, und hat sich zudem zu einer sehr erfolgreichen entwickelt.“

Sparte Oper aber führt weiter „die Rangliste“ an

Das Schauspiel konnte den größten Zuwachs an Besuchern im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen: Knapp 50 000 Menschen fühlten sich vom Programm angesprochen, darunter insbesondere von Anna Bergmanns mitreißender Musical-Version von Romeo und Julia im Großen Haus. Ähnlich erfolgreich war die scheidende Schauspieldirektorin mit Miss Golden Dreams, ihrer rein weiblich besetzten Geschichte über Marilyn Monroe.

Auch die Sparte Ballett konnte sich über fast 40 000 Besucher freuen – in vergleichbarer Publikums-Resonanz, wie die Konzerte der Badischen Staatskapelle, die weit über 40 000 Zuschauer beziehungsweise Zuhörer anlockten. Die konzertanten Aufführungen konnten die Gesamtauslastung im Vergleich zum Vorjahr am auffälligsten steigern – auf stolze 84 Prozent. Besondere Aufmerksamkeit erhielt dabei das 4. Sinfoniekonzert mit der „Auferstehungssinfonie“ – unter Leitung von Georg Fritzsch.

Die Sparte Oper aber führt weiter „die Rangliste“ an: Thaddeus Strassbergers opulente Inszenierung von Nabucco war die erfolgreichste Produktion der Opernbühne, dicht gefolgt von Händels „Siroe, Re di Persia“ in der Inszenierung des Intendanten Dr. Ulrich Peters mit fünf ausverkauften Vorstellungen. Insgesamt besuchten über 83 000 Menschen die Opernvorstellungen am Hermann-Levi-Platz sowie 2 600 bei Opern-Gastspielen. 

Dieser Artikel erschien in der StadtZeitung Nr. 31 am 2. August 2024. Die Inhalte der StadtZeitung schon lesen, bevor sie im Briefkasten steckt: Im ePaper sind alle Ausgaben digital verfügbar.

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