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Großzügige Spende aus Nachlass kommt dem Kinderkochmobil zugute

Freude über Spende: Marco Dawid, Veronika Pepper, Bürgermeister Martin Lenz sowie
Juliane Wägerle und Petra Petermann (v.l.). Freude über Spende: Marco Dawid, Veronika Pepper, Bürgermeister Martin Lenz sowie Juliane Wägerle und Petra Petermann (v.l.). © Stadt Karlsruhe, Presse- und Informationsamt, Monika Müller-Gmelin

Hinter dem Zirkus Maccaroni in der Oststadt, zwischen einer Turnhalle und anderen Beschäftigungsmöglichkeiten steht ein hölzerner Anhänger: das Kinderkochmobil (KiKoMo). Auf dem Gelände tummeln sich Kinder aller Altersstufen, beschäftigt mit verschiedensten Dingen, und heute auch eine Gruppe Erwachsener, die sonst nicht hier stehen. An diesem verregneten Mittwochmittag wird an die Leitung des Kinderkochmobils ein Scheck von 50.000 Euro überreicht.

Nachlass fördert Projekte für Kinder

Das Kinderkochmobil wird ehrenamtlich geleitet und nur von Spenden von Eltern, Lieferanten, Institutionen und Projekt-Partnern finanziert. Von diesen sind sie abhängig, um die kreativen Kochworkshops und interaktiven Lernangebote anbieten zu können, und zwar für alle Kinder, die möchten. Die heutige Spende kommt aus dem Nachlass von Elfriede und Helmut Morlock, welche ihr Erbe gemeinnützigen Zwecken gewidmet hat. Neben anderen Empfängern konnte Karlsruhe dadurch viele wichtige Initiativen umsetzen, wie beispielsweise die Kinderturn-Welt in Karlsruhe oder der Auenzwergpfad in Rappenwört, und jetzt das Kinderkochmobil.

Kinderkochmobil außen

Der Scheck wurde von Juliane Wägerle und Petra Petermann aus der Stadtkämmerei übergeben, sowie Bürgermeister Dr. Martin Lenz. In seiner Rede betont er den Fokus des Kinderkochmobils: Kindern spielerisch und praktisch an eine werteorientierte Ernährung heranzuführen, dabei mit einem Fokus auf Freude am Kochen, und gleichzeitig Achtsamkeit auf nachhaltige Lebensmittel und den Genuss gesunder Ernährung. Es bringe ihnen näher, gutes Essen mit Klimaschutz, fairer Produktion und bewusstem Konsum zu verbinden und währenddessen auch viel Spaß zu haben.

Frühzeitige Ernährungsbildung

Auch anwesend ist Veronika Pepper, die Projektleitung des Kinderkochmobils und Gründungsmitglied des Vereins Tischlein deck dich, zu welchem der Anhänger gehört. „Das ist der Schlüssel für uns: Lernen mit Lust zu verbinden.“, sagt sie und erklärt, wie wichtig es sei, schon früh mit der Ernährungsbildung anzufangen. Viele Kinder hätten schon früh kein Gespür mehr dafür, wie Nahrung sein soll. Das Gefühl, wie Essen ohne Geschmacksverstärker, Zucker oder zu viel Salz schmecke fehle, sowie das Wissen über Herkunft und Produktion der Nahrungsmittel. Sie erklärt das Ziel des Kinderkochmobils: Kindern dieses Bewusstsein zu schaffen, aber ohne erhobenen Zeigfinger. Zusätzlich üben die jungen Köchinnen und Köche Autonomie und ein Bewusstsein für andere. Jeder arbeitet im Zweier-Team und muss sich mit den Anderen aber absprechen, denn kochen kann eigentlich jeder, was er möchte. Beim Kochen, sagt Pepper, lerne man nicht „nur kochen“. Sie nimmt zusammen mit Marco Dawid, dem Geschäftsführer des Stadtjugendausschusses, den Scheck entgegen.

Die Stadtkämmerei verwaltet das Geld von Nachlassgebenden wie dem Ehepaar Morlock. Dieses Geld stammt also nicht von der Stadt, sondern von einem Privathaushalt, wie Frau Wägerle und Frau Petermann betonen. In diesem Sinne appelliert auch Bürgermeister Lenz an die Fächerstadt und ihre Einwohnerinnen und Einwohner, weiterhin an einer Gesellschaft zu arbeiten, in der „Verantwortung, Zusammenhalt und nachhaltiges Denken fest verankert sind. Denn nur so können wir eine lebenswerte Zukunft für alle schaffen.“

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 24 am 13. Juni 2025.

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