Ein idyllisches Plätzchen, direkt an der Alb gelegen – hier ist Planschen und Rumtollen angesagt. Der Leiter des Feriencamps nennt es „den schönsten Platz in ganz Karlsruhe“. Rund 200 Kinder sind an diesem sonnigen Spätsommertag im September an der markanten Bogenbrücke aus Holz, nahe Kornweg und Appenmühle, zugange. Hier gibt es Spielabenteuer pur, unter dem Motto „Leben am Wasser“, veranstaltet vom Stadtjugendausschuss (stja) als Teil der schon seit Jahrzehnten etablierten Mobilen Spieleaktion („Mobi“).
„Ziel ist es, allen Karlsruher Kindern gute Ferienerlebnisse zu bieten“, wie es stja-Geschäftsführer Daniel Melchien ausdrückt. An der Alb können sich die Kinder ausprobieren, es gibt jeden Tag Aktion im Wasser oder auf den Spielflächen am Ufer unter den Bäumen. „Es ist immer viel Bewegung auf dem Platz“, ergänzt Ralf Birkner, der verantwortliche Leiter der mobilen Spieleaktion, als Teil der offenen Angebote des stja, zu denen jede und jeder Zugang hat – auch ohne Anmeldung.
Eltern können ihre Kinder abgeben
An diesem Spätsommertag sind auch die Karlsruher Staatssekretärin Dr. Ute Leidig, ihr Landtagskollege Alexander Salomon und Stadtrat Benjamin Bauer mit dabei – gewissermaßen als Zaungäste, um sich einen Eindruck zu verschaffen. „Meine eigenen Kinder waren immer begeisterte Mobi-Gänger“, erzählt Leidig. Eltern könnten hier „ihre Kinder abgeben, und darauf vertrauen, dass sie Spaß und Betreuung haben, während die Eltern zur Arbeit gehen.“ An diesem Spätsommertag sind mehrere Gruppen fest angemeldet – etwa aus dem Kinderhort Südstadt, von der Weinbrenner- und Schillerschule sowie aus Neureut-Nord; zahlreiche Kinder aus umliegenden Stadtteilen kommen spontan dazu.
Während die Alb viel Freiraum zum Planschen bietet, wird in Zelten mit den Werkstätten gebastelt: etwa mit Ton und Kachelscherbenmosaik. Wieder andere spielen Beachvolleyball. An der Brücke hängen temporär Strickleitern, im Wasser sind Lkw-Schläuche – quasi ein Gummiboot-Ersatz. Es gibt ein breites Angebot, eigenbestimmtes Spielen und Experimentieren werde gefördert, sagt Ralf Birkner. Wichtig sei das Naturerlebnis, das an diesem Tag bei strahlendem Sonnenschein keine Wünsche offenlässt.
„Mobi-Hüttendorf“
Nach der Aktion „Leben am Wasser“ auf dem Spielplatz nahe der Appenmühle gibt es vom 28. bis 31. Oktober das „Mobi-Hüttendorf“ im Hardtwald bei der Waldstadt, jeweils von 9:45 bis 15 Uhr. Vier Tage lang stehen gemeinsame Aktionen im Wald auf dem Programm. Mitmachen können Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren eine Voranmeldung ist nicht nötig. -stj-