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Schutz vor Extremwetter

Wiederkehrende Überschwemmungen nach Starkregen / Becken soll klimatischen Anforderungen gerecht werden

Schild zum Hochwasserrückhaltebecken Schild zum Hochwasserrückhaltebecken © Stadt Karlsruhe, Vincenzo Termini

Das derzeit – noch – kleinste Regenrückhaltebecken im Stadtgebiet, gelegen im Höhenstadtteil Stupferich, wird derzeit erweitert. Es ist eines von stadtweit 30 offenen Auffangbecken in Karlsruhe und soll bei Hochwasser infolge von Starkregen Schutz bieten. Das bestehende Becken in der Ortslage Stupferich wurde 2001 fertiggestellt – und hat bislang 7.500 Kubikmeter Fassungsvermögen. Seitdem hat es zwei Starkregenereignisse gegeben, die zum Handeln zwangen. Seit März laufen nun die Arbeiten für das neue Becken, das rund 20.000 Kubikmeter Volumen haben soll.

Bei dem letzten dieser aufgetretenen Starkregenereignisse im August 2016 war die Grenze der Aufnahmefähigkeit des bisherigen Rückhaltebeckens erreicht, wie Bürgermeister Daniel Fluhrer jetzt bei einem Vorort-Termin erläuterte. Die Gefahren durch Starkregen würden sich häufen, ergänzte Tiefbauamtsleiter Martin Kissel. Entlang der Karlsbader Straße, südlich des Ortskerns, laufe das überschüssige Wasser in Richtung der Siedlung. Und das sei dann mit der Ortskanalisation „nicht mehr beherrschbar“, so Kissel. Mittlerweile falle, als Folge des Klimawandels, in Sommermonaten oft die komplette Regenmenge eines Monats, von 50 bis 70 Millimetern, an nur ein oder zwei Tagen, erklärte der Leiter des Tiefbauamts.

Das bestehende Rückhaltebecken (links im Bild) wird um den Bereich rechts der Plane erweitert.

Nach einer Machbarkeitsstudie hatten sich die Planer auf eine Lösung mit dem verhältnismäßig geringsten Flächenverbrauch geeinigt. Das bestehende Rückhaltebecken wird im Betrieb umgebaut und durch Flächen nahe dem Ortsrand erweitert. Ein nördlich des Bestands verlaufender Damm wird wieder abgetragen, mitsamt einer Baustraße und nahe dem Ortsrand wieder aufgetürmt.

Das neue Becken soll wieder Starkregenereignisse mit einer Wahrscheinlichkeit „von einmal in 100 Jahren“ abfedern können. Der Bau des Beckens hat im März begonnen und soll bis zur Fertigstellung in diesem Herbst 1,7 Millionen Euro kosten.

Der westlich der Karlsbader Straße verlaufende Geh- und Radweg ist in der Bauphase abschnittsweise gesperrt. -stj-

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 21 am 23. Mai 2025. Die Inhalte der StadtZeitung schon lesen, bevor sie im Briefkasten steckt: Im ePaper sind alle Ausgaben digital verfügbar.

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