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Schulische Zeitreise

Staufermedaille für „Lehrerin“ Gertrud Zimmermann

Staatssekretärin Dr. Ute Leidig, Gertrud „Trudel“ Zimmermann und Bürgermeister Dr. Albert Käuflein (v.l.). Engagement gewürdigt: Staatssekretärin Dr. Ute Leidig, Gertrud „Trudel“ Zimmermann und Bürgermeister Dr. Albert Käuflein (v.l.). © Stadt Karlsruhe, Volker Knopf

Eine besondere Ehre wurde kürzlich Gertrud „Trudel“ Zimmermann zuteil. Sie erhielt im voll besetzten Klassenzimmer des Badischen Schulmuseums in Palmbach die Auszeichnung mit der Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg. Bürgermeister Dr. Albert Käuflein meinte, dass man gleich zwei Gründe zum Feiern hätte. Zum einen die Medaillenvergabe, zum anderen, dass das Schulmuseum nunmehr seit zehn Jahren in der Waldenser-Gemeinde existiere. „Hier kann man eine Zeitreise unternehmen. Die Schiefertafel mit der Sütterlinschrift, die alten Schulbänke und mittendrin Lehrerin Gertrud Zimmermann“, so der Kulturbürgermeister launig.

Es sei insbesondere ihr Verdienst, dass das Museum so gedeihe und auf große Resonanz stoße. Nicht nur in Karlsruhe und im Badischen, sondern gar international. „Man muss sich nur mal das Gästebuch anschauen. Sogar aus Japan haben sich Menschen eingetragen“, so Käuflein weiter. Zimmermann könne sich der Unterstützung der Bevölkerung, Gönnern, Spendern und der städtischen Kulturförderung gewiss sein. „Es ist einzigartig, was hier mit viel ehrenamtlichem Engagement aufgebaut wurde“, schloss er. Voll des Lobes war auch Staatssekretärin Ute Leidig, die der Geehrten die Staufermedaille nebst Urkunde überreichte. „Sie haben sich um das Gemeinwohl des Landes und ihrer Menschen verdient gemacht. Sie haben Vorbildliches geleistet. Mein herzlicher Dank und unser aller Respekt“, sagte sie im Namen der Landesregierung.

Das gut zehnjährige Engagement mit dem historischen Unterricht und den Sonderausstellungen sorge dafür, dass sich die Besucher wieder für lokale Geschichte begeistern. Auch dass sich die Geehrte für Tafelläden engagiere, sei beispielhaft. „Trudel“ Zimmermann bedankte sich wiederum bei den vielen, die sie über die Jahre unterstützt haben, auch in Zeiten schwerer Krankheit. Sie fühle sich überaus angenommen in Palmbach. Allerdings wartet sie bis heute auf den früheren OB Heinz Fenrich, den sie im Klassenzimmer mal zum „Nachsitzen“ verdonnert hatte. Er kam aber bisher nicht.  -voko-

Dieser Artikel erschien in der StadtZeitung Nr. 43 am 25. Oktober 2024.
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