Zwischen bunten Zirkuszelten, heißen Sonnenstrahlen und kalter Limo trafen sich in der vergangenen Woche junge Menschen, um über Themen zu sprechen, die sie bewegen. Die Schüler*innentage 2025, organisiert auf dem Gelände des Kinder- und Jugendzirkus Maccaroni von einem 14-köpfigen Team aus Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren, bieten abseits des Klassenzimmers eine Reihe interessanter Veranstaltungen und viel Platz für Austausch.
Gedankenaustausch zu aktuellen Themen
Ein Blick auf die Tafel am Eingang verrät: Alle Workshops sind voll. Themen wie „Fast Fashion“, „Cannabis: Mythen, Fakten und eure Fragen“, „Lebensrealität Menschenhandel & Prostitution“ oder „Was ist eigentlich Klassismus?“ treffen offenbar den Nerv der Jugendlichen. Unter den gestreiften Zeltdächern sitzen kleine Gruppen im Schatten, diskutieren mit Expertinnen und Experten, tauschen Gedanken aus. In der Halle76 stapeln sich Menschen unter Anleitung der „Escuela de la Comedia y el Mimo“ aus Nicaragua zu akrobatischen Pyramiden. Auf dem ehemaligen Parkplatz zeigen Mitarbeitende der Branddirektion das Innenleben eines Löschfahrzeugs.
Lernen, erleben und entspannen
Neu ist in diesem Jahr ein „Keynote“-Format, bei dem Sprecherinnen und Sprecher für zwanzigminütige Vorträge unter das große Zirkuszelt einladen. Auch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup war erstmalig dabei und stellte sich den Fragen der Jugendlichen – ebenso wie einzelne Mitglieder des Gemeinderats. Mit KIT, Waldpädagogik, Deutschem Roten Kreuz, Seenotrettung, Team Sauberes Karlsruhe, Bundesverfassungsgericht sowie Bundesgerichtshof sind die Workshops hochkarätig besetzt. Sie umfassen nicht nur Wissensvermittlung: Bewegungsangebote und das beliebte „Soundhealing mit dem Gong“ sorgen dafür, dass Lernen, Erleben und Entspannung Hand in Hand gehen.
Auch ein "Awareness-Konzept" haben sich die Mitglieder des Orga-Teams überlegt – mit einem bestimmten Wort, womit Betroffene unauffällig unangenehme Situationen wie Beleidigungen oder Belästigungen anzeigen und um Unterstützung bitten können. "Jeder soll hier eine positive Erinnerung mitnehmen", erklären die Jugendlichen. Gebraucht wurde das Codewort glücklicherweise nicht.