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Schlussstrich im Wildpark

Stadtverwaltung und Baufirma streben Vereinbarung an / Entscheidung beim Gemeinderat

Fußballstadion im Wildpark Fußballstadion im Wildpark © Stadt Kar´lsruhe, Georg Hertweck

Knapp drei Jahre nach dem Eröffnungsspiel im BBBank Wildpark wollen die Stadt Karlsruhe und der mit dem Bau der Fuß­ball­arena beauftragte Totalunternehmer Zech Sports einen Schlussstrich unter die Verhandlungen ziehen. Das bekräftigten am Mittwoch, 18. März, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und Dr. Christopher Kämereit, Sprecher der Geschäftsführung von Zech Sports, bei einem Pressegespräch. Zu diesem Zweck haben beide Seiten eine Schlussvereinbarung ausgehandelt, die dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt wird. Diese Vereinbarung beinhaltet den Vorschlag, dass beide Seiten auf ihre restlichen offenen Forderungen verzichten. Hier geht es aktuell noch um eine Diskrepanz von 833.507 Euro.

Bolzen am Dach werden überprüft

Bereits geklärt ist hingegen die Frage nach der Mängelbehebung. Die rund 6.200 bei der Abnahme festgestellten Mängel seien laut Mentrup „für ein Gebäude in dieser Größenordnung ein ziemlicher Normalfall“. Die Bandbreite reichte von Betonabplatzungen und lockeren Leisten bis hin zum Verdacht auf Korrosionsschäden an Bolzen zur Befestigung des Daches. Bei zwei von insgesamt 518 Bolzen habe sich der Verdacht bestätigt, alle weiteren würden derzeit überprüft. Bis jetzt „haben wir keine strukturellen Unterschreitungen festgestellt“, erklärte Kämereit. Gleichwohl hat Zech Sports die bereits hinterlegte Gewährleistungsbürgschaft in Höhe von knapp 3,7 Millionen Euro wegen der Bolzen-Thematik um weitere 700.000 erhöht.

Jede Arena ist ein "Prototyp"

Dass Zech Sports die Kosten für die Sachverständigen zur Prüfung der Bolzen übernehme, sei "ein in der Branche ungewöhnliches Entgegenkommen", fügte das Stadtoberhaupt hinzu. Daher fühle sich die Stadt nach Mentrups Worten durch die Vereinbarung "gut abgesichert". Auch Christopher Kämereit lobte den „für beide Seiten guten Vergleich“, der nach „total partnerschaftlichen Gesprächen“ zustande gekommen sei. Zur Mängelthematik merkte er außerdem an, dass man kein Stadion von der Stange bauen könne. Jede Arena sei ein "Prototyp", bei dem Nacharbeiten erforderlich werden können.  -eck- 

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 12/13 am 20. März 2026.

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