Ab sofort stellt das Kunstmuseum Karlsruhe seine Räumlichkeiten an heißen Tagen als dauerhafte Kälteinsel zur Verfügung. Maßgebend ist dabei die Prognose des Deutschen Wetterdienstes: Wird für den Tag eine Temperatur von 33 Grad Celsius oder höher vorhergesagt, öffnet das Museum bei freiem Eintritt seine Türen und informiert über Website sowie Social Media.
Mit dieser Initiative steht das Kunstmuseum Karlsruhe nicht allein. Auch andere Städte reagieren zunehmend auf Klimafolgen. So gilt in Erfurt seit dem 25. Juni eine vergleichbare Regelung wie sie nun in Karlsruhe eingeführt wird. Auch das Kunstmuseum Basel bot kürzlich kostenfreien Eintritt für Menschen ab 65 Jahren.
Im Juni erstmals eingeführt
Als Antwort auf die sommerliche Hitzeperiode öffnete das Kunstmuseum Karlsruhe vom 25. bis 28. Juni kurzfristig seine Ausstellungen bei kostenfreiem Eintritt. Das Museum griff damit erstmals auf den im Juli 2025 beschlossenen städtischen Hitzeaktionsplan zurück, der kommunale Einrichtungen auffordert, ihre klimatisierten Räume öffentlich zugänglich zu machen.
„Das Kunstmuseum Karlsruhe lebt vor, wie unser Hitzeaktionsplan praktisch umgesetzt wird“, sagt Bürgermeister Dr. Albert Käuflein und betont: „Solche Angebote entlasten nicht nur einzelne Haushalte, sondern zeigen auch, was kommunale Solidarität in Extremwetterlagen bedeutet. An Tagen mit gesundheitsschädlicher Hitze können kühle öffentliche Räume lebenswichtige Unterstützung bieten.“
„Hitzefrei“-Aktion voller Erfolg
Rund 2.500 Hitzegeplagte nutzten Ende Juni das Angebot zur Abkühlung. „Besonders beliebt war natürlich unsere Kid’s Zone, in der gespielt, gelesen und mit LEGO gebaut werden kann“, berichtet Stefanie Patruno, Direktorin des Hauses. „Wir haben insgesamt sehr viele positive Kommentare auf unserer Feedback-Wand, im Gästebuch und in den Sozialen Medien erhalten. Das hat uns auch darin bestärkt, das Angebot zu verstetigen.“
"Kunstbaden" im Kunstmuseum
Aktuell können die Besucherinnen und Besucher dort die Sonderausstellung „Expressiv! Grafik von Dürer bis Schlichter“, die Sammlungsschau „Update!“ und „Tino Zimmermann. Neue Deutsche Malerei“ besuchen – letztere auch bei Temperaturen unter 33° C kostenfrei. Neben öffentlichen Führungen am Freitag und Sonntag, sorgen ein Kinderaudioguide sowie ein Origami-Tisch, an dem die eigene Faltkunst erprobt werden kann, für weitere Abwechslung. Auch die Kid’s Zone lädt an allen Tagen zum Verweilen im Kunstmuseum.