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Mit verbesserter Wahrnehmung

Städtische Galerie wird „Kunstmuseum“: Namensänderung soll Profil unterstreichen / Kosten durch eigene Mittel finanziert

Künftig unter neuem Namen: Die Städtische Galerie Karlsruhe, hier beim Tag der offenen Tür 2025, wird ab dem kommenden Frühjahr zum „Kunstmuseum“. Künftig unter neuem Namen: Die Städtische Galerie Karlsruhe, hier beim Tag der offenen Tür 2025, wird ab dem kommenden Frühjahr zum „Kunstmuseum“. © Anne-Sophie Stolz

Künftig „Kunstmuseum Karlsruhe“: Der Gemeinderat beschloss mehrheitlich die Umbenennung der Städtischen Galerie Karlsruhe (SGK). Sie wurde 1981 zur Förderung regionaler Kunst gegründet, die aktuelle Sammlung habe jedoch überregionale Bedeutung, so die SGK. Zudem habe sich die Institution als wissenschaftlich arbeitendes Kunstmuseum etabliert.

Eine Umbenennung verbessere die Wahrnehmung, vermeide Verwechslungen mit Verkaufsgalerien und erleichtere den Zugang zu Fördermitteln, Kooperationen und Leihgaben. Dabei verwies die SGK auf Institutionen in Bonn, Stuttgart oder Ravensburg, die durch Umbenennung profitiert hätten. Die Namensänderung kostet laut Antrag bis zu 40.000 Euro, was intern finanzierbar sei.

Der neue Name verleihe dem vielfältigen Angebot Ausdruck, befand Dr. Susanne Heynen (Grüne). Verwechslungsgefahr eines Kunstmuseums Karlsruhe mit der Kunsthalle Karlsruhe sei ausgeschlossen, da die Besucher sich vorher informierten.

Dr. Rahsan Dogan (CDU) entgegnete, der Name SGK sorge für klarere Profilierung, da die städtische Trägerschaft verankert sei – eine Abgrenzung zur Staatlichen Kunsthalle. Renommee sei bereits gegeben, wie der kürzlich gewonnene Lotto-Museumspreis zeige.

Verwechslungsgefahr mit Kunstverkauf sah sie mit Verweis etwa auf die National Gallery in London nicht. Im Gegensatz dazu bekräftige Elke Ernemann (SPD) die Verwechslungsgefahr und wertete den Lotto-Museumspreis als Beweis dafür, dass die SGK ihre Aufgaben erweitert habe.

Oliver Schnell (AfD) befand, das Geld könne zum Ankauf von Kunstwerken besser verwendet werden. Mit Blick auf mündige Bürger, die wüssten, wo sie hingehen, brauche es auch keine Umbenennung. Für Annette Böringer (FDP/FW) ist die Änderung ein Mehrwert für die Kulturstadt Karlsruhe. Der neue Name sei strategisch wichtig, pflichtete Michael Haug (KAL) bei. OB Dr. Frank Mentrup erklärte, er sei erst nach drei Gesprächen mit SGK-Direktorin Stefanie Patruno von der Notwendigkeit überzeugt gewesen. Der Name Kunstmuseum soll im Frühjahr 2026 zur Fachmesse „art Karlsruhe“ eingeführt werden.  -nke-

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 48 am 28. November 2025. Die Inhalte der StadtZeitung schon lesen, bevor sie im Briefkasten steckt: Im ePaper sind alle Ausgaben digital verfügbar.

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