In den vergangenen Monaten haben die Stadt Karlsruhe und die Firma Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA auf Basis einer gemeinsamen Kooperationsvereinbarung verschiedene Szenarien für die Nachnutzung des rund 126.000 Quadratmeter großen Industrieareals im Westen der Stadt in enger Zusammenarbeit intensiv geprüft. Im Mittelpunkt stand dabei zum einen das Ziel, die vorhandene Flächeninfrastruktur sinnvoll weiterzuentwickeln, neue Impulse für produzierende Unternehmen zu setzen und den Wirtschaftsstandort Karlsruhe langfristig zu stärken. Zum anderen war das Bestreben die Revitalisierung in einer gemeinsamen Gesellschaft zu forcieren. Das Ergebnis hat gezeigt, dass eine zukunftsweisende Standortentwicklung durch einen Investor am besten abgebildet wird.
Verkauf an Investor
Michelin wird die Industriefläche nun an einen Investor veräußern, der auf dieser Grundlage das Gelände nachhaltig und zukunftsorientiert weiterentwickeln wird – immer mit Blick auf neue Chancen für Arbeitsplätze, wirtschaftliche Dynamik und zusätzliche Wertschöpfung in Karlsruhe.
„Beide Partner haben mit hohem Engagement innovative Ansätze für das Areal erarbeitet. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Transformation der Karlsruher Produktion. Neue Wertschöpfung kann entstehen“, sagt Wirtschaftsbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz. „Ich danke Michelin für die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten.“
Gewerkshaus eröffnet im Sommer
Ein Teil des Areals nimmt bereits konkrete Formen an: Auf einer kleineren Fläche entsteht derzeit das Gewerkshaus, ein Gründungszentrum für Handwerk und kleines produzierendes Gewerbe unter Federführung der Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe. Die Fertigstellung und Eröffnung ist für den Sommer vorgesehen.
Michelin hatte Ende 2024 angekündigt, den Standort schrittweise bis Juli 2026 zu schließen. Mit der nun geplanten Veräußerung bleibt das Areal eine Industriefläche und erhält zugleich eine klare Zukunftsperspektive für neue wirtschaftliche Entwicklung in Karlsruhe.