Menü
eService
Direkt zu
Suche

"Gewerkshaus" Karlsruhe: Stadt und Projektpartner besiegeln Kooperation

Neues Gründungs- und Gewerbezentrum auf einem Teilbereich des Michelin Areals erreicht wichtigen Meilenstein

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung Gründungs- und Gewerbezentrum für Handwerk und kleines produzierendes Gewerbe mit BM Frau Luczak-Schwarz Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz und die Vertreter der Handwerkskammer Karlsruhe, Industrie- und Handelskammer Karlsruhe und Kreishandwerkerschaft unterzeichnen für das Gründungs- und Gewerbezentrum die Kooperationsvereinbarung. © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

In seiner Sitzung am 24.03.2026 hat der Gemeinderat die Kooperationsvereinbarung sowie das Betriebskonzept für das Gründungs- und Gewerbezentrum für Handwerk und kleines produzierendes Gewerbe (GGZ) beschlossen. Nun konnte ein weiterer wichtiger Schritt zur Realisierung des Projektes erfolgen. Die Stadt Karlsruhe hat gemeinsam mit der Handwerkskammer Karlsruhe, der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe und der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe die Kooperationsvereinbarung für das neue Gründungs- und Gewerbezentrum „Gewerkshaus“ unterzeichnet. Mit der Vereinbarung wird die enge Zusammenarbeit offiziell geregelt. 

Nach einer umfassenden Bedarfsanalyse und intensiver Standortsuche konnte auf einem Teil des Michelin Areals eine Immobilie gefunden werden, die optimale Voraussetzungen für das Vorhaben bietet. Im ersten Schritt werden auf einer Fläche im Erdgeschoss acht Mietparzellen zwischen 50 qm und 130 qm entstehen. Zusätzlich stehen den Mietenden Gemeinschaftsflächen wie ein Pausenraum sowie ein Innenhof zur Verfügung.

Das „Gewerkshaus“ richtet sich gezielt an Gründerinnen und Gründer sowie junge Unternehmen aus dem Handwerk und kleinen produzierenden Gewerbe. Ziel ist es, ihnen nicht nur geeignete Räumlichkeiten, sondern auch fachliche Unterstützung und ein starkes Netzwerk zu bieten. Gleichzeitig verfolgt die Stadt Karlsruhe mit dem Projekt übergeordnete wirtschaftspolitische Ziele: die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung sowie Bindung von Know-how am Standort.

„Handwerk und produzierendes Gewerbe sind unentbehrliche Motoren der regionalen Wirtschaft. Daher ist es wichtig, Gründungsvorhaben in diesem Bereich bedarfsgerecht und mit einem breiten Netzwerk zu unterstützen“, betont Wirtschafts- und Finanzbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz. „Ich freue mich deshalb sehr, dass die Projektpartner sich bereit erklärt haben, ihre Expertise einzubringen.“ Durch die enge Zusammenarbeit aller Partner werde sichergestellt, dass die jungen Unternehmen im Gründungs- und Gewerbezentrum die notwendigen optimalen Rahmenbedingungen vorfinden, um langfristig zu wachsen.

Die Partner bringen ihre fachliche Expertise aktiv in das Projekt ein und sind Teil des operativen Gremiums. Sie unterstützen Gründende mit eigenen Angeboten und Dienstleistungen, begleiten Entwicklungsprozesse und wirken bei der Auswahl geeigneter Mieterinnen und Mieter mit. Damit sind sie ein zentraler Bestandteil der operativen Umsetzung des Zentrums.

„Das Gewerkshaus ist ein starkes Signal für die Zukunft des Handwerks und zugleich ein sichtbares Bekenntnis der Stadt Karlsruhe zu Handwerk und Wirtschaft. Besonders wichtig ist dabei die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaftsförderung der Stadt, der Kreishandwerkerschaft und der IHK Karlsruhe – sie ist ein gutes und richtungsweisendes Zeichen. Gemeinsam schaffen wir praxisnahe Bedingungen, unter denen aus handwerklichen Ideen erfolgreiche Betriebe entstehen können und stärken so nachhaltig unseren Standort“, meint Karsten Lamprecht, Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe.

Peter Imhof, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe, fügt hinzu: „Mit dem Gewerkshaus zeigen wir, wie vielfältig und zukunftsfähig das Handwerk ist. Es bietet die Chance, junge Menschen für das Handwerk zu begeistern und ihnen Mut zu machen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Mit diesem Projekt zeigt die Stadt Karlsruhe, dass das Handwerk auch künftig ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Entwicklung und Lebensqualität der Stadt ist“.

Volker Hasbargen, Präsident der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, ergänzt: „Das Gewerkshaus ist ein starkes Signal für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts. Gerade junge Unternehmen im Handwerk und im produzierenden Gewerbe brauchen neben passenden Flächen vor allem ein Umfeld, das professionellen Austausch ermöglicht und Netzwerke stärkt. Genau hier setzt die Kooperation an. Als Industrie- und Handelskammer begleiten wir Gründende auf ihrem Weg von Anfang an und tragen dazu bei, dass aus ihren guten Ideen dauerhaft erfolgreiche Unternehmen werden. Damit wird das Gewerkshaus der Beginn vieler wunderbarer Erfolgsgeschichten.“

Mit der nun unterzeichneten Kooperationsvereinbarung geht das Projekt in die nächste Entwicklungsphase. Im April startet dann die Vermarktung der Räumlichkeiten, die in einem Bewerbungsverfahren vergeben werden.

Mit dem „Gewerkshaus“ nimmt die Stadt Karlsruhe bundesweit eine Vorreiterrolle ein: Sie ist eine der wenigen Städte in Deutschland, die ein Gründungs- und Gewerbezentrum ausschließlich für Handwerk und produzierendes Gewerbe schafft.

-

Kopieren Kopieren Schreiben Schreiben