Menü
eService
Direkt zu
Suche

Mehr Flächen zur Versickerung

Ein „Entsiegelungs-Freshmob” warb vergangenen Sommer in der ­Herrenstraße für das Innenstadt-Konzept. Ein „Entsiegelungs-Freshmob” warb vergangenen Sommer in der ­Herrenstraße für das Innenstadt-Konzept. © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

Mangelnden Gestaltungswillen kann man dem Karlsruher Gemeinderat sicher nicht anlasten. Doch der konkreten Umsetzung steht nicht selten die Haushaltsmisere entgegen. So war es auch beim Beschluss zum Entsiegelungskonzept Innenstadt, den das Gremium einstimmig fasste: Der Ratsvorlage zufolge kann die Anlage sowie der kontinuierliche Unterhalt von neu entsiegelten Flächen bis zu einem Betrag von 200.000 Euro pro Jahr langfristig finanziert werden. Alles weitere müsse über Konzeptbeschlüsse auf den Weg und vor allem in den Haushalt eingebracht werden.

„Nicht schlecht, aber da ist noch Luft nach oben“, kommentierte Dr. Sonja Klinger (Grüne) die aktuelle Situation. Da Pilotprojekte wie Kronenplatz und Passagehof in die Millionen gingen, plädierte sie für eine Politik der kleinen Schritte sowie für verstärkte Einbindung der Bürgerschaft. Ebenso wie Friedemann Kalmbach (FÜR) empfahl Tilman Pfannkuch (CDU) eine Betrachtung im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) 2040: „Das muss alles aus einem Guss kommen“. Zudem regte Pfannkuch an, Konzepte dieser Art nicht nur an externe Büros zu vergeben.

Während Sibel Uysal (SPD) in dem Beschluss einen „wichtigen Schritt für eine Stadt, die sich den Folgen des Klimawandels nicht verschließt“, sieht, knüpfte Dr. Gerhard Lenz (AfD) die Unterstützung seiner Fraktion daran, dass Entsiegelung „nicht als Etappe im Kampf gegen das Auto betrachtet“ werde. „Wir machen kleine Schritte, aber wir kommen voran“, lobte Petra Lorenz (FDP/FW) und Lüppo Cramer (KAL) appellierte, bei Nachverdichtung in der Bebauung genau hinzuschauen, was dort versiegelt werde.

Zum PDF des Abschlussberichts geht es hier. -eck-

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 6 am 25. Juli 2026.

Die Inhalte der StadtZeitung schon lesen, bevor sie im Briefkasten steckt: Im ePaper sind alle Ausgaben digital verfügbar.

-

Kopieren Kopieren Schreiben Schreiben