„Türen auf für Studierende“ lautet das Motto der diesjährigen Wohnraumkampagne „Dach gesucht“, die sich zum Ziel setzt, Studierenden in Karlsruhe ein Zimmer zu vermitteln. Aufmerksam darauf machen seit 28. April in der Kaiserstraße zwischen Marktplatz und Ritterstraße sechs große Türen, die für zwei Wochen zum Aufmachen einladen. „Zimmer frei? Einfach anrufen! 0721 6909192“ steht dahinter.
Dieser „Impuls motiviert potenzielle Vermieter“, so Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz zum Ziel der Kampagne – nämlich Eigentümerinnen und Eigentümern von ungenutztem Wohnraum zu bewegen, Studierenden ein Zuhause zu bieten – „sei es ein frei gewordenes Zimmer, ein umgebauter Dachboden oder auch ein Kellerraum“, so Luczak-Schwarz weiter.
Zusätzlich macht die Kampagne auf alternative Modelle, wie etwa „Wohnen für Hilfe“, aufmerksam. Die Idee: Studierende helfen im Haushalt oder im Garten, sind Gesprächspartner und unterstützen im Alltag. Im Gegenzug dürfen sie beim Anbieter wohnen. „Dies ist eine tolle Symbiose: Statt Miete Unterstützung“, meinte Luczak-Schwarz zu dem Modell, dass das Miteinander zwischen Generationen und Kulturen zu fördere.
Wie wichtig die Kampagne ist, zeigte Michael Postert, Geschäftsführer des Studierendenwerks, auf. So böten sie in Pforzheim und Karlsruhe derzeit etwa 2.700 Wohnungen an. Trotzdem: „Über 2.000 stehen auf der Warteliste.“ Jede offene Tür könne ein neues Zuhause werden und sei eine Chance für Studierende, gab Postert zu bedenken.
Karlsruhe hat etwa 40.000 Studierende. Seit 2012 macht die Kampagne „Dach gesucht“ mit Aktionen im öffentlichen Raum auf die studentische Wohnraumsituation aufmerksam. Beteiligt sind das Wissenschaftsbüro der städtischen Wirtschaftsförderung, das Studierendenwerk sowie die Paritätischen Sozialdienste. Das Projekt wird auch vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium unterstützt. -has-
Weitere Informationen auf www.dachgesucht.de.