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„Lass' wachsen“

Gründungszentrum für Handwerk und kleines produzierendes Gewerbe eröffnet

Wirtschaftsbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz (rechts) enthüllt einen großen Mauerstein anlässlich der Eröffnung des Gewerkshauses auf dem Michelin-Areal. Wirtschaftsbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz (rechts) enthüllt einen großen Mauerstein anlässlich der Eröffnung des Gewerkshauses auf dem Michelin-Areal. © Stadt Karlsruhe, Presse- und Informationsamt, Monika Müller-Gmelin

Wirtschaftsbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz hat am vergangenen Mittwoch das Gründungs- und Gewerbezentrum für Handwerk und kleines produzierendes Gewerbe – kurz: Gewerkshaus - auf dem Michelin-Areal eröffnet. „Ohne Handwerk funktioniert eine Stadt nicht“, unterstrich Luczak-Schwarz die Bedeutung des Gewerkshauses, eines der wenigen in der Bundesrepublik. Es sei das fehlende Puzzle-Teil in der Karlsruher Gründerstadt, in der junge Firmen in allen Facetten bereits unterstützt werden – einzig das Handwerk fehlte noch. Und es liege nun im Trend, so Luczak-Schwarz weiter, handwerkliche Berufe seien mittlerweile in die „Top 3“ junger Leute als Berufswunsch aufgestiegen. "Lass' wachsen", heißt es daher auch auf einem der Gewerkshaus-Plakate. 

Das Gewerkshaus bietet acht Mieteinheiten zwischen 50 und 130 Quadratmetern und wird von der städtischen Wirtschaftsförderung geleitet. Zusätzlich stehen die IHK und die Handwerkskammern vor Ort für fachliche Beratung und Begleitung zur Verfügung - ein „einmaliges Format“, meinte Luczak-Schwarz. Das veranlasste die Wirtschaftsbürgermeisterin auch dazu, an diesem Tag das Gewerkshaus als eines der „bedeutendsten Zukunftsprojekte der Stadt“ das städtische Signet „Ort der Möglichkeiten“ zu verleihen.

Viele Akteure haben bei der Entstehung des Gewerkshauses mitgewirkt (v.l.n.r.): 
Ariane Durian (Vizepräsidentin IHK Karlsruhe), Christian Metzger (Werksleiter Michelin Karlsruhe), Gabriele Luczak-Schwarz (Wirtschaftsbürgermeisterin), Walter Bantleon (Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Karlsruhe), Thorsten Badent (Kreishandwerksmeister), Torben Stieglitz (Leitung Wirtschaftsförderung), Peter Imhof (Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft), Katharina Püschel (Leitung Gewerkshaus) und Karsten Lamprecht (Präsident Handwerkskammer Karlsruhe).

Gerade bezahlbare Räumlichkeiten seien ein Problem, gab IHK-Vizepräsidentin Ariane Durian zu bedenken. Das Gewerkshaus biete große, flexible Flächen zu günstigen Konditionen. Karsten Lamprecht, Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe, sah den Vorteil, dass alle Akteure mit ihren Ansprechpartnern für Gründer an einem Ort seien. Kreishandwerksmeister Thorsten Badent fand den Ort „motivierend“ und lobte die Möglichkeit des Netzwerkens.

Bereits seit 2018 gab es erste Impulse, ein Gründungszentrum aufzubauen, um den rückläufigen Entwicklungen etwas zu entgegnen, erinnerte Luczak-Schwarz. Ein in Auftrag gegebenes Gutachten untermauerte den Nutzen für Karlsruhe, jungen Unternehmen in den ersten Jahren ihrer Entwicklung geeignete Flächen, fachliche Begleitung und Netzwerke zu bieten. Damit könne die Stadt zur Stärkung des Handwerks und des produzierenden Gewerbes beitragen – und somit auch perspektivisch für den städtischen Haushalt, hieß es dazu. War man zunächst noch auf einen Neubau am Rheinhafen fixiert, änderte sich dies, als der Werksleiter von Michelin Karlsruhe anklopfte und leerstehende Flächen auf dem Michelin-Areal anbot – noch bevor klar war, dass der Reifenhersteller den Standort verlassen wollte. Seither trieb die Wirtschaftsförderung gemeinsam mit der IHK, Handwerkskammer und Kreishandwerkerschaft sowie Michelin das Projekt voran. Der Gemeinderat gab hierfür im Juni 2024 grünes Licht und bestätigte jüngst in seiner März-Sitzung das Betriebskonzept.

 

Den großen Mauerstein durften die Gäste vor Ort mit Hammer und Meißel unter fachlicher Aufsicht Stück für Stück gravieren. Darauf steht: „Gewerkshaus - Gründen, Wachsen, Fertigen“.

„Wir haben es richtig gemacht“, zeigte sich Luczak-Schwarz von diesem Gemeinschaftsprojekt überzeugt und enthüllte einen großen Mauerstein, den die Gäste vor Ort mit Hammer und Meißel unter fachlicher Aufsicht Stück für Stück gravieren durften. Darauf steht: „Gewerkhaus - Gründen, Wachsen, Fertigen“. -has-

Dieser Beitrag gehört zur StadtZeitung, die auch in gedruckter Form erscheint. Alle Ausgaben des ePapers sind digital verfügbar.

 

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