Für alle Gewerbetreibenden und gemeinnützige Organisationen, die über die Beschaffung eines Lastenfahrrads mit elektrischem Zusatzantrieb nachdenken, ist die Gelegenheit derzeit besonders günstig: Die Kombination mehrerer Fördertöpfe ermöglicht einen Zuschuss von bis zu 50 Prozent des Anschaffungspreises.
Noch bis zum 31. Oktober ist das Antragsfenster für die Förderung durch die Stadt Karlsruhe geöffnet. Diese hatte im Juni bereits zum dritten Mal ein Programm für Zuschüsse zum Kauf von E-Lastenrädern und -anhängern aufgelegt. Pro Lastenrad sind hier 25 Prozent Zuschuss zum Kaufpreis beziehungsweise maximal 2.500 Euro möglich.
Kumulierung möglich
Bei der Lastenradförderung ist eine Kumulierung gestattet, also die Kombination mit weiteren Fördertöpfen. Dadurch können bis zu 50 Prozent, aber maximal 5.000 Euro des Neupreises eines Lastenrades gefördert werden. Eine kombinierbare Förderung ist die des Bundes. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert seit Jahren den gewerblichen Einsatz von Lastenrädern, hatte die Förderung aber Anfang des Jahres gestoppt. Seit 1. Oktober sind nun wieder Anträge möglich. Karlsruher Firmen und gemeinnützige Organisationen können bis 31. Oktober einen Antrag bei der Stadt stellen. Die zusätzliche Förderung des BAFA kann auch im Nachgang gestellt und nachgereicht werden.
Vielfältige Anwendungsfelder
Karlsruhe möchte die Nutzung von Lastenrädern und Lastenanhängern auch im gewerblichen Bereich fördern. Dabei wird die Stadt von Kreishandwerkerschaft, Handwerkskammer Karlsruhe und IHK Karlsruhe unterstützt. Im Gegensatz zu "Familien-Lastenrädern" sind gewerbliche Lastenräder und deren Einsatzmöglichkeiten bisher weniger bekannt. Dabei gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Modellen, teilweise mit einer Zuladung von über 350 Kilogramm. Entsprechend vielfältig sind auch die Anwendungsfelder: Vom Schornsteinfeger über Zimmererhandwerk, Fensterreinigung, Gartenbaubetrieb bis hin zum Transport von Europaletten - Lastenräder haben das Potenzial, zahlreiche gewerbliche Pkw- oder Transporter-Fahrten zu ersetzen.
Verlagerungspotenzial erschließen
Bereits 2016 hat eine Untersuchung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt gezeigt, dass zwischen 8 und 23 Prozent der gewerblichen Fahrten mit einem E-Lastenrad durchgeführt werden könnten. Dieses Verlagerungspotenzial will die Stadt Karlsruhe erschließen