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Künftig mit einheitlichem Gesamtbild

Zweiter Bauabschnitt zur Umgestaltung der Fußgängerzone / Mikroklima im stärker Fokus

Erster Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt zur Neugestaltung der Fußgängerzone Erster Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt zur Neugestaltung der Fußgängerzone © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

Reine Dekoration war der Bagger im Hintergrund ganz sicher nicht. Vielmehr hatte er vor dem offiziellen ersten Spatenstich schon ganze Arbeit geleistet, denn nur einen Steinwurf vom Sandhügel mit den obligatorischen Arbeitsgeräten entfernt fehlten schon etliche Meter der alten Straßenbahngleise. So war für alle Gäste sichtbar, dass "der große Stadtumbau weitergeht", wie es Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup in seiner ­Rede formulierte.

Zugewinn an Aufenthaltsqualität

Nach Fertigstellung von Marktplatz, Berliner Platz und dem ersten Bauabschnitt der Kaiserstraße biegt die Neugestaltung der Innenstadt nun auf die Zielgerade ein. In den Baufeldern zwischen Ritterstraße und Europaplatz im Westen sowie zwischen Adlerstraße und Kronenplatz im Osten werde dabei "mehr als nur ein bisschen Oberfläche gemacht", betonte der OB. Es gehe darum, die Stadt voranzubringen. Besonders wichtig sei "ein erheblicher Zugewinn für die Aufenthaltsqualität", so Mentrup, denn "das ist etwas, was wir dringend brauchen". Die Karlsruher Innenstadt biete den Vorteil, dass man vom Einzelhandel über Gastronomie und Kultur bis hin zu Freizeit- und Erholungseinrichtungen alles zu Fuß erreichen könne. Daher bedeute die Neugestaltung der Fußgängerzone eine deutliche Aufwertung dieses ­stark  frequentierten öffentlichen Raums. Dank einheitlicher Designsprache erhalte die Kaiserstraße nach Ansicht des Stadtoberhauptes nun "eine gewisse Ruhe", was als Kontrapunkt zur heterogenen Gebäudestruktur wichtig sei.

Grünflächen mit Staudenbeeten

Neben der dringend erforderlichen Erneuerung der Ver- und Entsorgungsleitungen spielt zudem auch die Optimierung der blau-grünen Infrastruktur eine wichtige Rolle bei den Bauarbeiten. So sind im zweiten Bauabschnitt rund um die 66 Baumstandorte Grünflächen in Form von Staudenbeeten mit einer Fläche von jeweils 2,30 auf 3,60 Metern geplant. Diese ermöglichen es, Regenwasser versickern zu lassen. Weil "das Thema Mikroklima in den letzten Jahren eine ganz andere Bedeutung bekommen hat", so Mentrup, stelle dies eine Weiterentwicklung gegenüber dem ersten Bauabschnitt dar.

Auftragssumme im veranschlagten Rahmen

Unverändert bleibt bei den Arbeiten dagegen das bewährte Prinzip "von innen nach außen von unten nach oben": Erst werden die Leitungen erneuert, dann folgt der Straßenbelag. Damit die Beeinträchtigungen für Geschäfte und Wohnhäuser möglichst gering bleiben, wurde die Größe der jeweiligen Baufelder reduziert. Zudem kündigte der OB an, dass in der Vorweihnachtszeit lärmintensive Arbeiten stark reduziert werden. Die Arbeiten sollen im östlichen Teilbereich zwei Jahre und im westlichen dreieinhalb Jahre dauern. Mit einem Volumen von insgesamt rund 19 Millionen Euro liegt das Projekt finanziell im veranschlagten. Hierbei erwartet die Stadtverwaltung Zuschüsse aus der Städtebauförderung von Bund und Land ihn Höhe von rund 2,4 Millionen Euro. 

Öffentlichkeitsarbeit und Marketing

Wie bereits im ersten Abschnitt werden die Arbeiten durch eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Neben einem regelmäßigen Newsletter zählen hierzu auch Informationsveranstaltungen für die Anwohner. Des Weiteren können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in der Tourist-Info am Marktplatz dank eines animierten 3-D-Modells schon jetzt einen virtuellen Spaziergang durch die neue Kaiserstraße unternehmen. Auch das Baustellenmarketing der KME Karlsruher Marketing und Event GmbH plant bereits die ersten Attraktionen rund um die beiden Baufelder. -eck- 

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 43 am 24. Oktober 2025.

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