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Die Karlsruher Innenstadt erhält ein neues Gesicht und gleichzeitig die große Chance auf eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung.
Im Zuge der Neugestaltung der Kaiserstraße wird nicht nur die Oberfläche komplett neu gestaltet, sondern auch die Infrastruktur im Untergrund umfassend erneuert.
Das Bauvorhaben wurde in zwei große Bauabschnitte untergliedert.
Jeder Bauabschnitt ist in verschiedene Bauphasen unterteilt, welche wiederum aus mehreren Baufeldern bestehen.
Der erste Bauabschnitt wird voraussichtlich Anfang 2026 abgeschlossen.
Es erfolgt ein fließender Übergang in den zweiten Bauabschnitt.
Derzeit erfolgen im gesamten ersten Bauabschnitt Leitungsbauarbeiten der Stadtwerke Karlsruhe Netzservice zur Erneuerung des Stromnetzes. Diese Arbeiten finden immer abschnittsweise zwischen zwei Strahlenstraßen statt und werden nachgelagert ausgeführt, da das komplette Leerrohrsystem zwischen den Strahlenstraßen fertiggestellt sein muss, bevor mit dem Kabelzug begonnen werden kann. Insbesondere für die einzelnen Hausanschlüsse sind dazu nochmals kleinere Baugruben notwendig.
Der erste Bauabschnitt zur Neugestaltung der Kaiserstraße liegt zwischen Ritterstraße und Adlerstraße. Die Bauzeit für den ersten Bauabschnitt beträgt rund zweieinhalb Jahre.
Die Bauarbeiten begannen am Marktplatz und im Bereich der Ritterstraße. Am Marktplatz wurde die Pflasterung des Platzes nahtlos fortgeführt und der Marktplatz vollendet.
Die weiteren Baufelder entlang der Kaiserstraße erstreckten sich jeweils zwischen zwei Strahlenstraßen. Als Strahlenstraßen werden in Karlsruhe jene Straßen bezeichnet, die strahlenförmig vom Karlsruher Schloss wegführen.
Die Bauarbeiten im zweiten Bauabschnitt haben Mitte Oktober begonnen.
Der zweite Bauabschnitt wird in die Bereiche „West“ und „Ost“ unterteilt.
Der „Bereich West“ umfasst die Baufelder zwischen Ritterstraße und Karlstraße.
Der „Bereich Ost“ liegt zwischen Adlerstraße und Fritz-Erler-Straße.
Es wird parallel im Osten und Westen gearbeitet, wobei die Grundprinzipien des ersten Bauabschnitts weiterhin Bestand haben: Ein Baufeld wird immer von „innen nach außen“ und von „unten nach oben“ gebaut.
Wie bereits im ersten Bauabschnitt und auf dem Marktplatz wird auch im zweiten Bauabschnitt ein hochwertiger Belag aus großformatigem Natursteinpflaster verlegt. In der Mitte der Kaiserstraße entsteht ein Zierband aus kleinformatigem Pflaster.
Die Strahlenstraßen werden in den Kreuzungsbereichen neugestaltet, zudem sind 66 neue Baumstandorte inklusive Staudenbeeten vorgesehen.
Im Sinne einer zukunftsorientierten Kaiserstraße wurde die Planung im zweiten Bauabschnitt fortgeschrieben und sieht nun als zentralen Aspekt mehr Grünflächen vor.
So werden im zweiten Bauabschnitt an jedem der 66 neuen Baumstandorte die zunächst als gepflasterte Flächen geplanten Baumquartiere geöffnet.
Auf diese Weise entstehen auch 66 neue Staudenbeete
Die neuen Staudenbeete schaffen unter den Bäumen farbliche Akzente. Im Abgleich mit den Grau- und Rottönen des Pflasters werden abgestimmte Stauden und Kleinsträucher sowie Gräser standortabhängig gewählt, die den repräsentativen Charakter stärken sollen und zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen.
Die Seiten der neuen Beete werden durch eine geschlossene, taktil wahrnehmbare Einfassung vom übrigen Verkehrsraum der Kaiserstraße abgegrenzt.
Unter den Aspekten der „blau-grünen Infrastruktur (BGI)“ und des „Starkregenrisikomanagements“ dienen die Staudenbeete somit als zusätzliche Versickerungsfläche für anfallendes Oberflächenwasser sowie der zusätzlichen Bewässerung der Bäume.
Ergänzend wird die Oberflächenplanung der Kaiserstraße im zweiten Bauabschnitt dahingehend angepasst, dass die Gefällestruktur von den nördlich und südlich angrenzenden Gebäuden in Richtung der Grünbeete geführt wird und eine möglichst große Fläche in die Grünbeete entwässert und dort versickert.
Die geplanten Einrichtungen zur Oberflächenentwässerung in Form von Straßenabläufen in der beidseitigen Rinne entlang des Zierbandes werden dabei beibehalten.
Die Bauabläufe in den Bereichen „West“ und „Ost“ werden zur besseren Übersicht getrennt dargestellt.
Die Kaiserstraße erhält nicht nur eine neue Oberflächengestaltung,
auch die Infrastruktur im Untergrund wird umfassend erneuert.
Die Baumaßnahmen umfassen unter anderem den Rückbau der Gleistrasse sowie Leitungsverlegungen für Gas, Wasser, Strom, Telekommunikation, Beleuchtung, Entwässerung und Fernwärme.
Im Arbeitsumfang sind zudem Ausstattungen, wie Bäume inklusive Bewässerungseinrichtungen, Brunnen, Fahrradabstellplätze und einiges mehr, enthalten.
Weiterhin werden umfassende Erdarbeiten (Aushub, Transport, Wiedereinbau, Verdichtung) und Pflasterarbeiten durchgeführt.
Ein Baufeld wird immer von „innen nach außen“ und von „unten nach oben“ gebaut.
Dieses schrittweise Vorgehen ermöglicht, dass:
Projektleitung
Stadt Karlsruhe: Tiefbauamt
Sie erreichen uns unter: kaiserstrasse(at)tba.karlsruhe.de
Newsletter
Der Newsletter „Neugestaltung der Kaiserstraße“ erscheint in regelmäßigen Abständen und informiert zum aktuellen Baufortschritt und zu den geplanten Arbeiten.
Anmeldung zum Newsletter „Neugestaltung der Kaiserstraße“
Anliegerkommunikation und Baustellenmarketing
Die KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH unterstützt das Tiefbauamt anlässlich der Neugestaltung der Kaiserstraße bei der Anliegerkommunikation und ist zugleich verantwortlich für das begleitende Baustellenmarketing.
Zu den geplanten und umgesetzten Marketingmaßnahmen
Die Baumaßnahmen werden durch eine Anliegerkommunikation begleitet:
In der Tourist-Information Karlsruhe am Marktplatz kann die neugestaltete Kaiserstraße in einem 3D-Modell interaktiv erkundet werden.
Mittels Joystick können sich Interessierte durch die Visualisierung der neuen Fußgängerzone bewegen.
Den Newsletter des Tiefbauamts zur „Neugestaltung der Kaiserstraße“ können Sie per E-Mail beziehen. Der Newsletter erscheint in regelmäßigen Abständen und informiert zum aktuellen Baufortschritt und zu den geplanten Arbeiten.
Der erste Bauabschnitt erstreckte sich zwischen Ritterstraße und Adlerstraße und wird voraussichtlich Anfang 2026 fertiggestellt.
Der Übergang in den zweiten Bauabschnitt erfolgt fließend. Die Bauarbeiten im zweiten Bauabschnitt haben Mitte Oktober 2025 begonnen.
Für den zweiten Bauabschnitt ist eine Bauzeit von drei bis dreieinhalb Jahren vorgesehen, sodass die gesamte Fußgängerzone voraussichtlich bis Anfang 2029 in neuem Glanz erstrahlt.
Der zweite Bauabschnitt ist in die Bereiche „West“ und „Ost“ unterteilt. Hierbei wird parallel in den Bereichen zwischen Karlstraße und Ritterstraße im Westen sowie zwischen Adlerstraße und Fritz-Erler-Straße im Osten gearbeitet.
Die Bauabläufe folgen den bereits bekannten Leitsätzen „von unten nach oben“ und „von innen nach außen“ sowie „von Strahlenstraße zu Strahlenstraße“.
Nein, nach Fertigstellung des ersten und zweiten Bauabschnitts sind die Baumaßnahmen seitens der Stadt abgeschlossen.
In diese Arbeiten integriert sind weitreichende Arbeiten der bekannten Leitungsträger. Jedoch sind private Bauvorhaben möglich, etwa beim Neu- oder Umbau von Geschäftshäusern.
Wann und wo diese Bauvorhaben stattfinden, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abschätzen. Für die Kaiserstraße bestehen nach Abschluss der Arbeiten bei solchen Arbeiten strenge Auflagen bezüglich des Umgangs mit den Flächen.
Auch die Bereiche in der westlichen und östlichen Kaiserstraße stehen perspektivisch zur Umgestaltung an.
So ist vorgesehen, westlich des Europaplatzes eine Fußgängerzone zwischen Douglas- und Hirschstraße auszuweisen. Im Anschluss daran entsteht zwischen Hirsch- und Leopoldstraße eine Straßenbahnhaltestelle, was auch hier eine Umgestaltung des gesamten Straßenraums bedingt.
In der östlichen Kaiserstraße soll mittels eines Reallabors im Rahmen des städtischen Projekts „Öffentlicher Raum und Mobilität Innenstadt“ (ÖRMI) untersucht werden, wie sich hier eine Quartiersstraße gestalten lassen kann. Auf Basis dieser Ergebnisse sind weitere Maßnahmen denkbar.
Die Straßenbahngleise lediglich als Rückfallebene in der Kaiserstraße zu belassen, hätte einen erheblichen Unterhaltungsaufwand nach sich gezogen, damit die Strecke weiterhin betriebsbereit bleiben kann. Zudem hätte der Erhalt erhebliche Einschränkungen für die Planungen bedeutet.
Ohne Gleise kann die Fußgängerzone komplett umgestaltet werden und so den Charakter einer Flaniermeile mit großer Aufenthaltsqualität erhalten. Beispielsweise kann so die heutige Entwässerung über die Schienen beseitigt und nach aktuellem Stand der Technik neu geplant werden.
Es bietet sich jetzt die einmalige Chance, die Kaiserstraße aus einem Guss zu gestalten und ihr so ein homogenes Bild zu geben. Dies ist ein wichtiger Gegenpol zu dem sehr heterogen wirkenden Gebäudebestand. Mit Eröffnung der Straßenbahntrasse in der Kriegsstraße steht im Übrigen eine leistungsfähige Ausweichroute im Falle einer Sperrung des Stadtbahntunnels zur Verfügung.
In der Fußgängerzone werden insgesamt 86 Bäume neu gepflanzt und damit deutlich mehr als die bisherige Anzahl an Platanen. Im zweiten Bauabschnitt werden zudem an jedem der 66 neuen Baumstandorte die zunächst als gepflasterte Flächen geplanten Baumquartiere geöffnet und dort 66 neue Staudenbeete angelegt.
Die Kaiserstraße wird zukünftig zu einer Baumallee, die sich vom Marktplatz weg nach Osten und Westen immer mehr verdichtet. Diese neuen Bäume gelten als „Zukunftsbäume“, das bedeutet, sie kommen mit den Auswirkungen des Klimawandels gut zurecht.
Außerdem ist die gesamte Oberfläche der Fußgängerzone so ausgebildet, dass ein Teil des Regenwassers versickern kann. Angesichts zunehmender Extremwetter-Ereignisse mit Starkregen ist dies ein wichtiger Faktor. Darüber hinaus werden natürliche, helle Oberflächenbeläge eingesetzt, die im Vergleich zu dunklen Oberflächen weniger Wärmeenergie speichern und dadurch an Hitzetagen die Temperaturen im Straßenraum reduzieren.
Weitere Faktoren werden in anderen Programmen zur Aufwertung der Innenstadt berücksichtigt, wie beispielsweise Fassadenbegrünung, Entsiegelung von Freiflächen, Schaffung eines „grünen Netzwerks“ in der Innenstadt oder verstärkter Einsatz erneuerbarer Energien.
Das Thema Wasser ist bei der Neuplanung ebenfalls berücksichtigt. Schon realisiert sind die Wasserspiele sowie der Ludwigsbrunnen auf dem Marktplatz. In der Kaiserstraße konnte der Lammbrunnen bereits wieder an seinen alten Standort zurückkehren. Bestehende, beziehungsweise momentan abgebaute Brunnen sollen wieder installiert werden.
Nein, wichtig ist nicht nur die Neugestaltung der Oberfläche, sondern vor allem auch die Erneuerung sämtlicher Ver- und Entsorgungsleitungen, also von Schmutzwasserkanälen, Wasser-, Fernwärme- und Gasleitungen, Trinkwasserversorgung und Telekommunikation.
Im Zuge der Arbeiten zur Kombilösung konnte in Teilbereichen schon die Erneuerung des Leitungsbestandes erfolgen. Nach Fertigstellung des Stadtbahntunnels und der damit verbundenen Einstellung des Bahnbetriebs und Abbau der Schienen ist jetzt der ideale Zeitpunkt für die grundhafte Erneuerung des übrigen Leitungsnetzes. Diese stellt zugleich sicher, dass in den nächsten Jahrzehnten keine großräumigen Leitungsbauarbeiten in der Kaiserstraße mehr erforderlich sind.
Nach Ausbau der Gleise und anschließender Verlegung der vorgesehenen Leitungen erfolgt auf gesamter Breite der Einbau von Schotterschichten aus Natursteinschotter, da sich dieser durch eine besonders hohe Belastbarkeit auszeichnet. Das Material stammt aus regionalen Quellen, zum Beispiel aus dem Schwarzwald.
Auf der Schotterschicht wird Drainbeton eingebracht, der die Tragfähigkeit etwa zum Befahren mit schweren Fahrzeugen sicherstellt. Den Abschluss an der Oberfläche bildet großformatiges Natursteinpflaster aus Granit in unterschiedlicher Farbgebung in den Seitenbereichen sowie das Zierband in der Mitte mit kleinformatigen Pflastersteinen, die ebenfalls aus Granit sind.
Die Auswahl des Natursteinpflasters erfolgte auch unter dem Aspekt der Klimaanpassung. Helle Oberflächen heizen sich bei Sonneneinstrahlung wesentlich weniger stark auf als dunkle Materialien, sodass in der Nacht weniger Wärme an die Umgebung abgegeben wird.
Ja, der neue Belag ist wasserdurchlässig aufgebaut.
Eine wichtige Rolle spielt der Drainbeton, abgeleitet vom englischen Wort „to drain“ – „entwässern“. Das Besondere ist hierbei die Materialzusammensetzung, bei der die grobkörnigen Bestandteile nur an den Kontaktstellen mit Zementleim verbunden sind und sich so Hohlräume bilden können. Im Gegensatz zu herkömmlichem Beton, der eine hermetisch dichte Schicht bildet, ist Drainbeton dank seiner großporigen Struktur wasserdurchlässig und dennoch tragfähig genug, um das Befahren der Kaiserstraße mit Rettungsfahrzeugen, Müllautos oder Ähnlichem zu ermöglichen.
Auf den Drainbeton kommt dann der Pflasterbelag. Dieser trägt durch die sogenannte ungebundene Bauweise ebenfalls zur Versickerung bei. Ungebundene Bauweise bedeutet hier die Verlegung auf einer Bettung sowie die Verfüllung der Fugen mit Splittmaterial. Im Gegensatz zur sogenannten gebundenen Bauweise, bei der kein Niederschlagswasser in den Untergrund gelangt, lässt sich in der Kaiserstraße anfallendes Regenwasser über die Fuge, die Bettung und danach die Drainbetonschicht dem natürlichen Kreislauf zuführen.
Wenn man genau hinschaut, erkennt man die etwas größeren Fugen, durch die Niederschlagswasser versickern kann. Dennoch sind auch in der Kaiserstraße reguläre Regenabläufe mit einem Anschluss an den öffentlichen Kanal vorgesehen, um größere Niederschlagsmengen aufnehmen zu können.
Das Natursteinpflaster zeichnet sich durch eine hohe Stabilität und damit Belastbarkeit aus und führt im Zusammenspiel mit dem gewählten Aufbau zu einer nachhaltigen und dauerhaften Bauweise. Wichtig ist dabei eine sorgfältige Verlegung, damit es nicht zu Verwerfungen an der Oberfläche kommt. Aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses wird das Pflaster mit der Zeit eine etwas dunklere Färbung annehmen.
Verschmutzungen können aufgrund der vielseitigen Nutzung der Kaiserstraße nicht vermieden werden. Sie lassen sich mit handelsüblichen Reinigungsmaschinen allerdings weitestgehend entfernen.
Ja, bei der Neugestaltung werden ausreichend Sitzmöglichkeiten installiert. Es handelt sich dabei um das bereits vom Marktplatz bekannte Gestaltungsmodell.
Dass die Bänke längs zum Straßenverlauf stehen werden, ist vor allem der begrenzten Verfügbarkeit von ausreichend Raum im Straßenquerschnitt geschuldet. Die zur Möblierung vorgesehene Zone wird durch die erforderlichen Bewegungsräume für zu Fuß Gehende, Anlieferverkehr, Feuerwehrzufahrten, Warenauslagen und so weiter begrenzt. Da die Bänke relativ lang sind, reicht der Platz für eine Aufstellung quer zum Straßenverlauf nicht aus.
Ja, es werden insgesamt 86 Bäume neu gepflanzt. Die Pflanzung erfolgt sukzessive in der Abfolge der zwei geplanten Bauabschnitte der Neugestaltung der Kaiserstraße.
Die ersten zehn neuen Bäume wurden 2025 im Bereich Kaiserstraße West eingesetzt und weitere zehn Bäume wurden Ende 2025 im Bereich Kaiserstraße Ost gepflanzt.
Die neue bestimmende Baumart ist Celtis australis, der europäische Zürgelbaum.
Ergänzend zum Zürgelbaum sollen zwei weitere Zukunftsbaumarten eingesetzt werden, die Rebona-Ulme und die Blumenesche. Auf diese Weise soll die Neugestaltung der Kaiserstraße noch besser auf potenzielle Stressfaktoren des Klimawandel ausgerichtet werden. Bei der Rebona-Ulme wird mit einem höheren Wuchs als bei den Zürgelbäumen gerechnet. Die Ulmensorte ist gegen das Ulmensterben hochresistent und ein traditioneller Straßenbaum. An den Kreuzungsbereichen der Kaiserstraße mit den Strahlenstraßen ist die Blumenesche als zusätzlicher Akzentgeber vorgesehen. Sie zeichnet sich durch eine umfangreiche Blüte sowie eine orange-rote Herbstfärbung aus.
Da es sich bei Bäumen um lebende Organismen handelt, ist es nicht ganz einfach, Prognosen zur Entwicklung der Bäume abzugeben. Aufgrund der deutlich höheren Anzahl an neuen Bäumen gegenüber dem bislang noch vorhandenen Bestand ist damit zu rechnen, dass hoffentlich schon recht bald die positiven Wirkungen der neuen Bäume zum Tragen kommen.
Das Gartenbauamt Karlsruhe stellt im folgenden Video die neuen Zukunftsbäume vor, die im Rahmen der Neugestaltung der Kaiserstraße gepflanzt werden.
Die Pflanzung erfolgt nach dem Stand der Technik. Alle neuen Bäume erhalten ein sogenanntes Baumquartier im Boden mit einer Grundfläche von 3 x 3 Metern und einer Tiefe von 1,5 Metern, dieses wird mit verbessertem Substrat aufgefüllt.
Dadurch lässt sich die Wurzelentwicklung gezielt in die unteren Bodenschichten in Richtung des anstehenden Grundwassers lenken – und damit aus dem Bereich der Versorgungsleitungen heraus. Als besondere Maßnahme für die Klimaanpassung werden alle neuen Baumstandorte an eine automatische Bewässerung angeschlossen, um eine möglichst gute Entwicklung der Bäume zu erreichen. Die gezielte Bewässerung fördert außerdem das Wurzelwachstum nach unten.
Die Bäume wurden bereits vor einigen Jahren in der städtischen Baumschule aufgepflanzt und fachgerecht verschult, um sie an die hiesigen klimatischen Verhältnisse anzupassen.
Während der Planungsphase führte eine intensive Prüfung des vorhandenen Baumbestands zu dem Ergebnis, dass eine Erhaltung der Platanen nicht sinnvoll ist.
Dies hat unterschiedliche Gründe:
Nachdem zwischenzeitlich die ersten Bäume gefällt wurden, haben Untersuchungen an vier Baumstandorten die oben genannten Annahmen bestätigt. Die Wurzeln der Bäume sind genau im Bereich der Leitungsinfrastruktur in einer Tiefe von 0,6 bis 1,5 Meter anzutreffen und haben sich insbesondere in den Leitungsgräben entlang der Leitungen ausgebreitet.
Hinzu kommt als weiterer Aspekt, dass der neue Belagsaufbau eine Stärke von knapp 90 Zentimetern aufweist, um möglichst tragfähig und dauerhaft zu sein. Auch hier muss daher massiv in den vorhandenen Wurzelbereich eingegriffen werden.
Ursprünglich standen in der Fußgängerzone 66 Platanen.
Einige davon befanden sich im Baustellenbereich der U-Strab-Haltestellen und mussten daher schon vor einigen Jahren gefällt werden. Vor dem Beginn der Umgestaltung im Herbst 2022 belief sich der Bestand auf 48 Bäume.
Das genaue Pflanzjahr kann nicht angegeben werden. Es ist davon auszugehen, dass die Platanen im Zuge der Ausgestaltung der Kaiserstraße gepflanzt wurden.
Die Bäume wurden immer als Vierer-Gruppe an den Kreuzungen der Fächerstraße mit der Kaiserstraße angeordnet. Daher gibt es aktuell keinen durchgehenden Baumbestand. Mit der Neugestaltung wird dies korrigiert, indem die neuen Baumstandorte gleichmäßiger über die Kaiserstraße verteilt werden und der Charakter einer Allee entstehen wird.
Ja, alle Zugänge zu den Geschäften, Gaststätten, Stadtbahnhaltestellen und Wohnhäusern sind jederzeit erreichbar.
Um die Belastung der Betriebe möglichst gering zu halten, sind die einzelnen Baufenster kleinteilig getaktet. Ziel ist es, möglichst nicht mehr als drei bis maximal vier Monate an einer Stelle zu bauen. Durch eine strategische Planung der Bauabläufe kann zudem den Belangen der Gastronomie oder des Einzelhandels weitgehend Rechnung getragen werden.
Allen Projektbeteiligten ist es ein großes Anliegen auf die einzelnen Belange mit Detaillösungen einzugehen, sofern hierdurch keine weitreichenden Störungen des Bauablaufs entstehen.
Ja. Die KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH begleitet die Arbeiten in der Kaiserstraße mit einem eigenen Baustellenmarketing.
Im Rahmen dessen sind verschiedene Aktionen geplant.
Details zum Programm sind zu finden unter:
karlsruhe-erleben.de/baustellenmarketing
Radverkehr ist in der Kaiserstraße nicht gestattet.
Das Fahrverbot gilt im Übrigen auch für E-Scooter.
Das Radfahren und das Fahren mit E-Scootern ist in der gesamten Kaiserstraße aus Sicherheitsgründen untersagt, da es wiederholt zu Unfällen kam, bei denen Radfahrende in den Gleisrillen zu Fall kamen.
Ob das Radfahren in der Fußgängerzone nach Abschluss der Bauarbeiten wieder freigegeben wird und wenn ja, mit welchen Regelungen, wird zu einem späteren Zeitpunkt von den städtischen Gremien entschieden.
Ebenfalls für den Radverkehr gesperrt sind die im Baufeld liegenden Querungen.
Ausweichrouten sind ausgeschildert und werden jeweils dem Baufortschritt angepasst.
Mit den City-Routen Nord und Süd verlaufen zwei attraktive Radverkehrsverbindungen in unmittelbarer Nähe zum Baufeld. Diese werden als Umfahrung für die jeweiligen Baufelder in der Kaiserstraße genutzt.
Für den Radverkehr sind im Osten und im Westen zudem Umfahrungen der Kaiserstraße ausgeschildert. Diese werden jeweils dem Baufortschritt angepasst.
Die Querungen der Kaiserstraße sind für den Radverkehr nur in Abhängigkeit zu den jeweiligen Baubereichen gestattet. Im Baubereich sind die Strahlenstraßen in Nord-Süd-Richtung für den Radverkehr gesperrt.
Der Zirkel ist als Einbahnstraße in Fahrtrichtung Osten für Kraftfahrzeuge ausgeschildert.
In Gegenrichtung ist der Zirkel ab Höhe der Poller Kreuzstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt, lediglich Baustellenverkehre sind bis zur Lammstraße zugelassen.
Das Sanierungsgebiet Kaiserstraße-West ist Teil des Landessanierungsprogramms (LSP) und das Sanierungsgebiet Innenstadt-Ost wird durch das Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“ (LZP) gefördert.