Die Freude der Versammelten war spürbar, als am Montag die neuen Räumlichkeiten der Bezirksgruppe Südwest des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) in der Bannwaldallee eröffnet wurden. Nach dem Umzug von der Albert-Braun-Straße stehen nun helle, moderne Büros und zwei Besprechungsräume zur Verfügung, ergänzt durch einen offenen Empfangsbereich. Die Wände zieren Kunstwerke der Kinder des am alten Standort benachbarten Schülerhorts, ein „schöner Übergang, der uns unsere Ursprünge bewusst macht“, so Carolin Kürz, Mitarbeiterin der Bezirksgruppe.
Seit Januar auch Hilfen zur Teilhabe
Der Zugang ist barrierefrei und das sei auch wichtig, denn der Allgemeine Soziale Dienst betreut seit Januar zusätzlich Kinder mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen. Die Bezirksgruppe ist für Kinder und Jugendliche in Oberreut, Weiherfeld-Dammerstock und Rüppurr verantwortlich, insgesamt rund 26.700 Einwohner, und bearbeitet aktuell etwa 400 Fälle von Hilfe zur Erziehung sowie 150 Fälle, bei denen sie Teilhabe unterstützen. „Es ist eine sehr komplexe Arbeit, die Sie hier machen“, sagte Sozialbürgermeisterin Yvette Melchien und freute sich, dass die Mitarbeitenden am neuen Standort „bessere Rahmenbedingungen“ vorfänden.
Ein langer Weg war die Suche nach den Räumlichkeiten, erinnerte der Leiter der Jugendhilfe und soziale Dienste, Jonas Nees, und dankte den beteiligten städtischen Stellen, die den ASD dabei unterstützt hatten. Er hob bei der Gelegenheit auch die veränderte Rolle hervor, die sich aus dem Zusammenschluss der beiden Arbeitsbereiche ergibt: „Seit Januar haben wir das umgesetzt, was bundesweit noch diskutiert wird – der Allgemeine Soziale Dienst ist für alle Kinder und Jugendliche da, dazu zählen auch jene mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung.“ Daraus ergebe sich vor allem ein wesentlich vereinfachter Zugang für Familien. „Wir können so das Umfeld der Menschen miteinbeziehen, Ressourcen im Stadtteil nutzen. Das gelingt uns vor allem dann, wenn wir vor Ort im Sozialraum präsent sind.“