Im Zuge der geplanten Erneuerung in den kommenden Jahren wird die Weiherfeldbrücke einen neuen Fahrbahnquerschnitt erhalten. Mit großer Mehrheit votierte der Planungsausschuss des Gemeinderats jetzt dafür, den Fahrstreifen für den Kfz-Verkehr sowie für Radfahrende und Fußgänger neu zu verteilen. Dabei soll dem nicht-motorisierten Verkehr künftig gut zwei Meter mehr Platz zur Verfügung stehen.
Die vom Gremium befürwortete Variante sieht auf der Verbindungsstraße von Beiertheim ins Weiherfeld eine um 0,9 Meter auf 7 Meter Breite verschmälerte Kraftfahrzeugspur vor. Demgegenüber wird der Fuß- und Radweg künftig 6,90 Meter breit sein statt bisher 4,80 Meter. Um den zusätzlichen Platz zu gewinnen, soll außerdem das Schrammbord auf der Südseite verkleinert werden sowie der Fahrbahntrenner zwischen Kfz-Spur und Radweg entfallen. Stattdessen ist zur Abgrenzung dann nur noch ein Bordstein vorgesehen. Dieser erhält an zwei Stellen Absenkungen, um Radfahrern die Möglichkeit zu geben, von den Abzweigungen in Richtung Hauptbahnhof und Alb direkt auf die Fahrbahn gelangen zu können.
Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern reduzieren
Ausschlaggebend für die Anpassungen war vor allem der künftige Radschnellweg nach Ettlingen, der über die Neckarstraße führen soll. Da die Brücke gleichzeitig ein wichtiger Schulweg ist, sollen mit der Neuaufteilung Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern vermindert werden. Schnelle E-Bikes können die Straße nehmen, die durch ihre geringere Breite dann eher nicht mehr zum Überholen einlädt, wie Janick Friese vom Stadtplanungsamt erläuterte. Zugleich ermögliche der Querschnitt auch eine Tempo-30-Regelung für den Kfz-Verkehr.
BM Fluhrer: "Richtiger Kompromiss"
Bürgermeister Daniel Fluhrer begrüßte die Variante als „den richtigen Kompromiss“. Aus den Reihen der Ratsmitglieder folgte die Mehrheit dieser Einschätzung, lediglich Petra Lorenz (FDP/FW) nannte den Plan nicht beschlussfähig und Dr. Gerhard Lenz (AfD) stimmte dagegen, weil er Bedenken zur Verkehrssicherheit hegte. Auf die Frage nach möglichen Zuschüssen für die Baumaßnahme äußerte sich der Baudezernent skeptisch. Man prüfe zwar standardmäßig die Möglichkeiten, „aber wir rechnen aktuell nicht mit einer Förderung“, so Fluhrer.