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Gemeinsam zur zirkulären Kreislaufstadt: Visions-Workshop setzt starkes Zeichen für Circular Economy

Circular Economy Eine Visualisierung, ein sogenanntes Graphic Recording, wurde während des Tages angefertigt. © Magdalena Vollmer

Mit Begeisterung, Mut und echtem Gestaltungswillen haben über 60 Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft sowie mehr als 20 zugeschaltete Expertinnen und Experten an einem ganztägigen Visions-Workshop zur "Circular Economy" am 13. Mai im Steamwork Karlsruhe mitgewirkt. Mit einem gemeinsamen Ziel: Erste Bausteine für eine gesamtstädtische Vision einer zirkulären Kreislaufstadt #CircularKarlsruhe zu entwickeln und damit die Transformation aktiv mitzugestalten.

„Circular Economy ist keine Zukunftsvision mehr, sondern ist eine strategische Notwendigkeit und wirtschaftliche Chance zugleich. Der Workshop hat gezeigt, wie viel Bereitschaft und Kompetenz in Karlsruhe vorhanden ist, um diesen Wandel gemeinsam zu gestalten“, betont Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz.

In vier Aktionsfeldern wurden diese konkreten Visionselemente erarbeitet:

  • Zirkuläres Bauen: Karlsruhe wird zum europäischen Vorbild zirkulärer Stadtentwicklung. Baustoffe werden wiederverwendet, Re-Use-Hubs und digitale Zwillinge vernetzen die gesamte Wertschöpfungskette Bau. Know-how aus Karlsruhe wird als Service, Software und Beratung europaweit exportiert.
  • Zirkuläre Wertschöpfung: Ein städtisch koordiniertes Forum für zirkuläre Transformation vernetzt Wissenschaft und Wirtschaft. Reallabore, Plattformen und Werkzeuge wie Life-Cycle-Analysen fördern kreislauffähige Geschäftsmodelle, schaffen neue Arbeitsplätze und stärken die Resilienz des Wirtschaftsstandorts.
  • Lifestyle und Konsum: Eine zukunftsfähige Kreislaufkultur wird sichtbar und lebendig – mit Geschichten des Gelingens, aktiver Beteiligung in Quartieren und neuen Impulsen für eine Kultur des bewussten Konsums, getragen von Stadtgesellschaft und Zivilgesellschaft.
  • Lokale Ernährung: Karlsruhe ernährt sich gesund, pflanzenbasiert und klimafreundlich. Bildung, Digitalisierung und Stadtplanung verzahnen sich. Regionale Landwirtschaft wird gestärkt, gute Ernährung wird sichtbar, leistbar und gemeinschaftlich mitgestaltet.

Ergänzt wurden die Gruppen durch systemische Impulse von Expertinnen und Experten aus den Querschnittsthemen IT und KI, Klimaschutz und Energie, Mobilität und Logistik, Bildung und Wissenschaft sowie Multiplikatoren und Netzwerke.

„Was uns bewegt hat, war die Energie im Raum: das Miteinander, das Mitdenken, das Weiterdenken. Die Visionen, die hier entstanden sind, tragen eine klare Botschaft: Circular Karlsruhe ist mehr als ein Konzept – es ist ein Gemeinschaftsprojekt“, sagt Sandra Mähliß, Projektleitung Circular Economy bei der Wirtschaftsförderung Karlsruhe.

Die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet und dokumentiert. Sie fließen in die laufende Vorstudie ein, bestehend aus einer Umfrage, den Interviews von 18 Schlüsselakteuren und dem Visions-Workshop als zentrales Element. Die Vorstudie soll im Herbst 2025 Grundlage für eine politische Beratung zur Beauftragung einer gesamtstädtischen Strategie sein.

Die Wirtschaftsförderung Karlsruhe hat den Workshop gemeinsam mit der Circular Black Forest gGmbH durchgeführt. Viele Teilnehmende beschrieben den Beteiligungsprozess als inspirierend und zukunftsweisend.

Weitere Beteiligungsformate sowie der Aufbau eines Netzwerks unter dem Titel #CircularKarlsruhe zur Mitwirkung und Austausch sind in Planung.

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