Die Fraktionen richten regelmäßig Anfragen an die Stadtverwaltung, die diese im Rahmen der Ratssitzungen beantwortet. Die vollständigen Dokumente sind unter sitzungskalender.karlsruhe.de (Tagesordnungspunkte 15 – 18) zu finden.
- Angriffe auf Personal
Für Fallzahlen, betroffenen Dienststellen, Kosten und Belastungen sowie Präventionsmaßnahmen bei körperlichen und verbalen Angriffen gegen städtische Mitarbeitende interessierte sich die AfD. 2024 sind 1.249 Vorfälle dokumentiert, davon sind 1.200 verbale und 36 körperliche Angriffe. Die höchste Anzahl verbaler Angriffe in diesem Jahr verzeichnen die Stadtwerke (375), Gartenbauamt (250) und die Sozial- und Jugendbehörde (250). In 98 Fällen wurde Strafanzeige gestellt, 33 Hausverbote erteilt. Präventionsmaßnahmen werden kontinuierlich umgesetzt, darunter die Etablierung einer „Stiller Alarm“-Software. Die Stadtverwaltung betont jedoch, dass die Mehrheit der Begegnungen mit Bürgerinnen und Bürgern respektvoll erfolgt.
- Anstieg der Heizkosten
Die Heizkosten sind 2025 im Vergleich zu 2024 gestiegen, hauptsächlich aufgrund kälterer Witterungsbedingungen. Im Gegensatz dazu ist der Erdgasverbrauch leicht gesunken. Die Stadtwerke haben ihre Fernwärmepreise in den letzten zwei Jahren um etwa acht Prozent gesenkt, während die Erdgaspreise aufgrund erhöhter Netzentgelte um rund 16 Prozent gestiegen sind. Im Vergleich zu anderen Städten liegt der Karlsruher Fernwärmepreis jedoch unter dem bundesweiten Durchschnitt. Die Stadtwerke setzen auf eine langfristige Beschaffungsstrategie für Gas, um Preisschwankungen zu vermeiden.
- Wasserversorgungsleitungen
Das Karlsruher Trinkwasserverteilungsnetz befindet sich in einem guten Zustand, antwortete die Verwaltung auf AfD-Anfrage – die Schadensraten von Wasserrohrbrüchen sind niedrig. Von 2021 bis 2024 wurden im Schnitt 8,6 Millionen Euro pro Jahr in die Erneuerung des Wassernetzes investiert. Für die kommenden Jahre ist geplant, jährlich rund zehn Kilometer Leitungsnetz sowie 300 Hausanschlussleitungen zu erneuern.
- „Brownouts“
Die AfD-Fraktion fragte nach der Wahrscheinlichkeit von sogenannten „Brownouts“ in Karlsruhe, also einer temporären Abschaltung der Stromversorgung durch den Netzbetreiber, um ein „Blackout“ zu verhindern. Am 11. und 12. Januar gab es in Karlsruhe keine Strommangellage, da das Awareness System BW keine Hinweise auf eine solche Situation lieferte. Die Stadtwerke mussten keine besonderen Maßnahmen ergreifen, da keine Störung im Karlsruher Netz vorlag. Die technische Störung am 12. Januar in Neulußheim war lokal begrenzt.