Gleich fünf Sportstätten schickt Karlsruhe zum Interessenbekundungsverfahren des Bundes. Das beschloss der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung einstimmig. 333 Millionen Euro ist das Programm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ schwer, von dem Karlsruhe ein gutes Stück abhaben will. Über 31 Millionen Euro sollen Richtung Südwesten für die Sanierung von drei Sporthallen und zwei Bädern fließen. Im Gespräch sind die Südendsporthalle, die Sportstätte für Hebel-Schule und Bismarck-Gymnasium, die Eichelgartenhalle, das Rheinstrandbad Rappenwört sowie das Neureuter Hallenbad.
Breites Spektrum eingereicht
Für das Bad in Neureut machte sich AfD-Stadtrat Oliver Schnell stark: „Das sehe ich ganz vorne. Das Bad ist am Ende der Nutzungszeit.“ Die gleiche Sportstätte hatte auch Thomas Hock (FDP) im Sinn: „Das ist eine unverzichtbare Einrichtung zum Schwimmen lernen.“ Auch Mathias Tröndle von der SPD hob das Adolf-Ehrmann-Bad hervor, „aber wir wissen nicht, welche Jury wie entscheidet.“ Tröndle gab zusätzlich zu bedenken, dass alle fünf Projekte notwendig seien. Dem stimmte Dirk Müller (CDU) zu. „Ein Projekt herauszustellen, ist nicht zielführend.“ In dieselbe Richtung äußerte sich Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup: „Es ist förderlich, wenn wir ein breites Spektrum einreichen.“ Anträge müssten begründet werden. Eine zu starke Priorisierung sei nicht sinnvoll. Mentrup gab zu bedenken, dass es für das Bundesprogramm wohl mehr Anträge geben werde, als Fördersumme vorhanden sei. Er nannte nach der Abstimmung den einstimmigen Beschluss „ein starkes Signal.“ Nach dem Einreichen der Karlsruher Interessenbekundung ist abzuwarten, welche Projekte der Bund mit welcher Summe fördert.