Sie war "über ein Jahrzehnt das Gesicht und die Stimme Grötzingens", wie es OB Dr. Frank Mentrup formulierte. Nun beginnt im Stadtteil eine neue Ära. Die bisherige Ortsvorsteherin Karen Eßrich scheidet nach gut zehnjähriger Arbeit an der Spitze des Malersorfs aus und ihr im Januar gewählter Nachfolger Jens Jägle hat seinen Posten angetreten. Verabschiedung und Amtseinführung wurden nun gemeinsam bei einer Feierstunde im Herbert-Schweizer-Haus begangen.
Verbundenheit mit der Kultur
Karen Eßrich habe "mit Engagement, Weitblick und Menschlichkeit das Leben und die Geschicke in Grötzingen geprägt", würdigte der Oberbürgermeister die scheidende Amtsinhaberin. Als besondere Erfolge stünden hier die städtebauliche Entwicklung der Ortsmitte, die Rechtsverordnung zur Nutzung des Baggersees als Badegewässer, die Sanierung des Alten Rathauses und das Stadtteilkulturkonzept zu Buche. Letzteres stellte nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal für das Malerdorf dar, sondern spiegelte auch die besondere Verbundenheit der gebürtigen Gelsenkirchenerin zur Kultur wider.