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"Es war mir ein Fest"

OB Mentrup verabschiedet Grötzinger Ortsvorsteherin Karen Eßrich

Wechsel in Grötzingen: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup verabschiedet Ortsvorsteherin Karen Eßrich und führt ihren Nachfolger Jens Jägle in sein Amt ein. Wechsel in Grötzingen: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup verabschiedet Ortsvorsteherin Karen Eßrich und führt ihren Nachfolger Jens Jägle in sein Amt ein. © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

Sie war "über ein Jahrzehnt das Gesicht und die Stimme Grötzingens", wie es OB Dr. Frank Mentrup formulierte. Nun beginnt im Stadtteil eine neue Ära. Die bisherige Ortsvorsteherin Karen Eßrich scheidet nach gut zehnjähriger Arbeit an der Spitze des Malersorfs aus und ihr im Januar gewählter Nachfolger Jens Jägle hat seinen Posten angetreten. Verabschiedung und Amtseinführung wurden nun gemeinsam bei einer Feierstunde im Herbert-Schweizer-Haus begangen.

Verbundenheit mit der Kultur

Karen Eßrich habe "mit Engagement, Weitblick und Menschlichkeit das Leben und die Geschicke in Grötzingen geprägt", würdigte der Oberbürgermeister die scheidende Amtsinhaberin. Als besondere Erfolge stünden hier die städtebauliche Entwicklung der Ortsmitte, die Rechtsverordnung zur Nutzung des Baggersees als Badegewässer, die Sanierung des Alten Rathauses und das Stadtteilkulturkonzept zu Buche. Letzteres stellte nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal für das Malerdorf dar, sondern spiegelte auch die besondere Verbundenheit der gebürtigen Gelsenkirchenerin zur Kultur wider.

Der Holzbildhauer und Aktionskünstler Guntram Prochaska gestaltet auf dem Rathausplatz gemeinsam mit der bisherigen Grötzinger Ortsvorsteherin Karen Eßrich und ihrem Nachfolger Jens Jägle ein Kunstwerk.

Einer ihrer Mitstreiter bei der "Kulturmeile", Holzbildhauer Guntram Prochaska, sorgte dann auch mit einer Kettensägen-Performance für den passenden Einstieg zur Veranstaltung. Aus einer Grötzinger Akazie gestaltete er eine Figur, deren Flügel Ortsvorsteherin und Nachfolger befestigen durften. Mit Video-Unterstützung ließ Ortschaftsrätin Dr. Gabriele Vorberg den Werdegang der „Ortsversteherin“ von A bis Z Revue passieren. Karen Eßrich habe sich stets als "Teil der Grötzinger Vereinsfamilie" empfunden. Sie sei "ein außergewöhnlicher Mensch, empathisch und liebenswert", so Vorberg.

Identität und Selbstbewusstsein gegeben

"Es war mir ein Fest", bekannte die scheidende Amtsträgerin, die nun zum Gartenbauamt wechselt, in ihren Dankesworten, bei denen auch etwas Trauer und Wehmut mitschwangen. Ortsvorsteherin sei für sie ein Traumberuf gewesen – Politikerin, Amtschefin, Repräsentantin, Unterstützerin und Bürgerin des Stadtteils gleichermaßen. Als Motto galt ihr dabei stets: "Mit Freude gemeinsam gestalten, nicht gegeneinander arbeiten". Den Auftrag, darauf aufzubauen, nehme er gerne an, betonte Nachfolger Jens Jägle. Er habe die Grötzinger Ortsverwaltung "wie eine große Familie" kennengelernt, wo man bereit sei, für andere einzustehen. Karen Eßrich habe dem Stadtteil Identät und Selbstbewusstsein gegeben und ihn als "künstlerisches Juwel am Ostrand der Stadt" positioniert.

Dieser Artikel erschien in der StadtZeitung Nr. 23 am 6. Juni 2025.

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