Karlsruhe mit bürgerschaftlichem Engagement noch solidarischer und lebenswerter machen: Das ist die Vision der Karlsruhe Stiftung, die am 17. Juni ihr einjähriges Bestehen gefeiert hat. Die Karlsruhe Stiftung wurde gegründet, um Spenden aus der Bürgerschaft zu vereinfachen.
Über 70 geladene Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung, Kultur und Gesellschaft trafen sich – für Austausch, Inspiration und einen gemeinsamen Blick in die Zukunft der Stiftung.
Vorstandsvorsitzender Torsten Dollinger blickte auf erste erfolgreich unterstützte Projekte zurück: Die Benefiz-Kunst-Aktion im ehemaligen Durlacher CAP-Markt der Lebenshilfe Karlsruhe im Dezember, die Weihnachtstüten-Aktion „Freude schenken“ und die kostenlosen Hop-on/Hop-off-Stadtrundfahrten für Schulklassen, die aktuell erneut unterstützt werden. Außerdem engagierte sich die Stiftung bei dem Musikprojekt „Wir haben nen Traum“, das sich zum Ziel gesetzt hatte, Menschen mit und ohne Behinderung dasselbe Erlebnis zu teilen, um so Normalität entstehen zu lassen. Julia Bühler, Referentin der Geschäftsführung des Städtischen Klinikums, stellte das Leuchtturmprojekt „Jump“ vor.
Neues Adipositas-Zentrum
Das neue Kinder- und Jugend-Adipositas-Zentrum entsteht derzeit am Städtischen Klinikum und wird mithilfe der Stiftung und der Sparkasse Karlsruhe mit einer Million Euro unterstützt. Weitere Einblicke gab es von der Arbeitsförderung Karlsruhe in ihre Projekte „Sozialer Garten“ und „GartenJeDis“. Letzteres vermittelt Schülerinnen und Schüler der Gewerbeschule Durlach Gartenarbeit, Ernährung und Gemeinschaft. Ein anderes erfolgreiches Projekt ist „SchwimmFix“, bei dem bereits über 6.000 Kinder schwimmen lernen konnten.
Erst in diesem Jahr gestartet und ebenfalls von der Karlsruhe-Stiftung unterstützt, ist die sogenannte „Wir-Bewegung“ der Stiftung Kraft-Netz und der Kulturküche, die Menschen wieder näher zusammenbringen möchte. Start der Bewegung war ein erster interaktiver „Wir-Tag“ im Mai, der auf großes Interesse stieß. Der zweite „Wir-Tag“ folgte Ende Juni in der Kulturküche. Neben dem Ausblick auf neue Programme – wie Bank-Baum- und Bildungspatenschaften, die im nächsten Jahr entwickelt und etabliert werden sollen, stellte die Geschäftsführerin der Karlsruhe-Stiftung, Anna Weißhaar, neue Unterstützungsformate vor. Wirtschaftsunternehmen oder Privatpersonen können zu sogenannten Stiftungs- oder Business-Stiftungspionieren werden und erhalten im Gegenzug besondere Leistungen als Dankeschön sowie die Möglichkeit einer Projekt-Patenschaft in ihrem Wunsch-Förderschwerpunkt. -has-