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Den Verkehr immer im Blick

Leitstelle im Rathaus West bündelt mehrere Systeme / Technik ist „sehr weit vorne“

Verkehrsleitzentrale Modernste Technik: Manuel Beck, Jörg Friebolin und Winfried ­Schreiber (v.l.) zeigen BM Käuflein (2.v.l.) die Verkehrsleitstelle. © Stadt Karlsruhe, Presse- und Informationsamt, Monika Müller-Gmelin

Nach außen wirkt der Raum der Verkehrsleitzentrale wenig spektakulär: Drei Monitore an der Wand und ein Büroarbeitsplatz. Erheblich mehr zu bieten hat dagegen die Technik, die sich dahinter verbirgt. In dem unscheinbaren Zimmer im Rathaus West laufen die Fäden gleich mehrerer Informations- und Steuerungssysteme aus der ganzen Stadt zusammen. Das Netz reicht von rund 280 Ampeln über das Verkehrs- und Parkleitsystem sowie die Technikzentralen des Edeltrud- und Karoline-Luise-Tunnels bis hin zu den 275 städtischen Parkscheinautomaten. Sie alle lassen sich zentral beobachten und größtenteils auch ansteuern. „Mit dieser Technik sind wir sehr weit vorne“, stellte Bürgermeister Dr. Albert Käuflein bei der Vorstellung des Verkehrsleitsystems mit Blick auf Städte ähnlicher Größenordnung fest.

Rund 700 Sensoren

Wie das System funktioniert, wird für Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer meist dann nach außen deutlich, wenn der KSC ein Heimspiel hat, oder einer der Tunnels gesperrt werden muss. Dann treten die 95 über das ganze Stadtgebiet verteilten Informationsanzeiger in Tätigkeit. „Alleine für die KSC-Spiele sind 18 verschiedene Szenarien hinterlegt“, berichtete Winfried Schreiber von der Abteilung Mobilität im städtischen Tiefbauamt. Anhand der übermittelten Daten berechne das System selbständig die optimalen Routen.

Grundlage dafür sind rund 700 Sensoren, welche die Verkehrslage in Echtzeit wiedergeben. Zudem sei „die Polizei unser Scout vor Ort“, die per Tablet aktuelle Entwicklungen übermitteln kann, so Schreiber. Des Weiteren gebe es 35 „Traffic Eyes“, also Kameras zur Beobachtung des Verkehrsflusses. Sollte ein Sensor, eine Ampel oder eine Anzeigentafel ausfallen, erfolgt eine automatische Meldung an den Bereitschaftsdienst, denn „ein Höchstmaß an Verfügbarkeit muss gegeben sein“, betonte Schreiber.

Zukünftig noch enger mit Verkehrsbetrieben zusammenarbeiten

Für die Zukunft planen die Mobilitätsexperten im Tiefbauamt weitere Optimierungen, die ihnen „der Kuchen ‚Smart City‘ bietet“. So soll beispielsweise noch enger mit den Verkehrsbetrieben zusammengearbeitet werden, um Überlastungen von Knotenpunkten zu vermeiden. Dies betreffe insbesondere die Umleitungsrouten bei Sperrungen des Stadtbahntunnels. Außerdem stehen Raumschutzkonzepte für den Markt- und Schlossplatz sowie grüne Welle für Radverkehr – wie zuletzt in der Ettlinger Straße umgesetzt – auf der Agenda. Und auch die Räumlichkeiten für die Leitzentrale werden in Zukunft repräsentativer: Nach Abschluss der Renovierung im Technischen Rathaus soll dort eine neue, baulich und IT-technisch gut abgesicherte Leitstelle entstehen.  

Dieser Artikel erschien in der StadtZeitung Nr. 42 am 18. Oktober 2024.
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