Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz hat der Witwe von Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann zum Tod ihres Mannes kondoliert. Sie sprach ihr "tief empfundenes Beileid" im Namen des Oberbürgermeisters, der Stadt Karlsruhe und auch persönlich aus.
"Mit Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann verliert Karlsruhe nicht nur eine geschätzte Persönlichkeit, wir trauern um einen herausragenden Literatur- und Kulturwissenschaftler, der das literarische Leben in Karlsruhe über Jahrzehnte geprägt hat", so Luczak-Schwarz.
Der in Bad Oldesloe geborene Schmidt-Bergmann studierte an den Universitäten Marburg und Frankfurt am Main Germanistik, Politikwissenschaften und Philosophie. Nach der Promotion 1983 in Marburg, der Habilitation 1990 an der Universität Karlsruhe und längeren Auslandstätigkeiten wurde er 1998 als Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an das Institut für Germanistik des heutigen KIT berufen.
Seit 1998 stand er als Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender an der Spitze der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe, mit rund 7.000 Mitgliedern die größte literarische Vereinigung Europas. Schmidt-Bergmann habe mit Lesungen, Symposien und Ausstellungen - unter anderem mit Ingrid Noll, Daniel Kehlmann und Herta Müller - Karlsruhe in den Fokus der internationalen Literaturszene gerückt. Unter seiner Federführung wurden auch die alljährlichen Literaturtage Karlsruhe veranstaltet. Mit Workshops und Seminaren war er auch der kulturellen Bildung der jungen Generation verpflichtet.
2007 übernahm Schmidt-Bergmann den Vorsitz der Stiftung des Hermann-Hesse-Literaturpreises, der alle zwei Jahre im Rathaus verliehen wird. "Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren", schrieb Luczak-Schwarz. "In diesen schweren Stunden wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie Kraft, Trost und Zuversicht", schloss die Erste Bürgermeisterin ihr Kondolenzschreiben.
Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann starb am 3. September 2025 im Alter von 69 Jahren.