Menü
eService
Direkt zu
Suche

IT-Hotspot in der Oststadt eröffnet

"Smart Production Park" beherbergt Startups / Bundesverdienstkreuz für Hoepfner

Blick auf den Smart Production Park. VON AUSSEN NUR EIN GEBÄUDE, innen ein "Startup Powerhouse" und "das Herz zwischen KIT und Technologiepark", so Matthias Hornberger, Vorstandsvorsitzender des CyberForums bei seiner Eröffnungsrede. © Monika Müller-Gmelin

Der „CyberLab #Smart Production Park“ des CyberForums und der Wirtschaftsförderung Karlsruhe auf dem Hoepfner-Areal in der Karls-ruher Oststadt ist eröffnet. Künftig bieten zusätzliche 3600 Quadratmeter Infrastruktur dort den Nährboden für Startups im Bereich der "Smart Production" – an der Schnittstelle von Digitalisierung und Produktion. Neben Büroräumen gibt es die Produktionshalle "Werkstatt10", in der die am Computer entstandenen Ideen in der Realität ausprobiert und umgesetzt werden können.

Es sei ein Ort an dem an der Zukunft konkret gearbeitet werde, betonte Ministerpräsident Winfried Kretschmann, dem die gelben T-Shirts mit der Aufschrift „the läb“ vor Ort ein Schmunzeln entlockten. Vor dem Hintergrund des Ukrainekrieges gebe es nicht nur eine Transformation hin zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit. "Früher ging es um Märkte, jetzt geht es um Werte", so Kretschmann. Um Abhängigkeiten abzubauen, müsse man Kompetenzen aufbauen, damit "wir Apps und Plattformen mit unseren Werten selber schaffen können. Hier wird Startups auf die Beine geholfen: von der Geschäftsidee bis zum fertigen Konzept, das sich am Markt trägt, Arbeitsplätze schafft und so den Wohlstand unseres Landes von morgen sichert", so Kretschmann weiter.

Bundesverdienstkreuz für Friedrich Georg Hoepfner

Als "Frischen Wind in alten Mauern", beschrieb Initiator Dr. Friedrich Georg Hoepfner die Idee des CyberForums, mit dessen Umsetzung er vor 25 Jahren in einem Ein-Zimmer-Büro im Turm der Bier-Burg begann. Mit der Eröffnung des Smart Production Park sei nun unweit von KIT und Technologiepark ein 5400 Quadratmeter großes "Habitat für neue Ideen" entstanden. Für seinen „unermüdlichen Einsatz für junge Leute, die eine gute Idee haben, aber noch nicht das Geld“, verlieh Kretschmann Hoepfner das Bundesverdienst-kreuz am Bande 1. Klasse.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann verleiht Friedrich Georg Hoepfner (links) das Bundesverdienstkreuz am Bande 1. Klasse.

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup stellte klar, dass eine solche Investition wegen der momentanen Haushaltslage künftig nicht mehr möglich sei. Ein Gründungsmilieu, wie in Karlsruhe, entstünde nicht mit Leuchtturmprojekten auf der Grünen Wiese, sagte der OB und appellierte an das Land, Oberzentren und große Städte finanziell besser zu unterstützen, wenn sie Aufgaben übernehmen, von denen Land und Region profitieren.

Der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe hatte im Jahr 2015 den Auftrag erteilt, die Grundidee und das erste Konzept wurde von der Wirtschaftsförderung in einem breiten Beteiligungsprozess ausgearbeitet. Die Stadt Karlsruhe trägt mit rund 2,8 Millionen Euro den Hauptanteil der Investitionen und stemmt jährlich weitere rund 300.000 Euro.

-

Kopieren Kopieren Schreiben Schreiben