Vom 1. September bis zum 30. November 2026 können Radfahrende deutschlandweit wieder die Fahrradfreundlichkeit des eigenen Ortes bewerten. Gefragt sind Rückmeldungen von Karlsruher Alltagsexpertinnen und -experten für die Verkehrsplanung und politisch Verantwortlichen. Die Ergebnisse können gezielt genutzt werden, um den Radverkehr zu stärken. Die Stadt Karlsruhe möchte erneut eine hohe Teilnehmendenzahl erreichen, damit die Aussagen auch auf einer statistisch belastbaren Basis stehen und fordert alle Radfahrenden ab 10 Jahren auf, sich zu beteiligen und den Fahrradklimatest im Bekannten- und Freundeskreis zu bewerben.
Fragebogen umfasst 25 Fragen
Der Fragebogen umfasst immer die gleichen 25 Fragen, damit über die Jahre festgestellt werden kann, ob die Entwicklung in Karlsruhe positiv oder negativ verlaufen ist. Stärken und Schwächen in der eigenen Stadt und im Vergleich mit anderen Kommunen über die Jahre werden sichtbar. Zusätzlich gibt es fünf Fragen zu wechselnden Schwerpunktthemen – dieses Mal zum Thema Kinder und Jugendmobilität.
In diesem Jahr wird erstmals ein komplett eigener Fragebogen für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 20 Jahren angeboten. (Diese Altersgruppe kann gerne ihren speziellen und auch den regulären Fragebogen ausfüllen.) Abgefragt wird bei den Jugendlichen auch, warum beispielweise gar nicht oder wenig Fahrrad gefahren wird. Das ist wichtig, um Hemmnisse gegenüber dem Radfahren zu erkennen und gegebenenfalls abzubauen. Online gibt es Informationen für Schulen, Eltern und Institutionen, um das Thema Verkehrsmittelwahl beispielsweise in den Unterricht einfließen zu lassen und die Möglichkeit zu bieten, dass Kinder und Jugendliche sich beteiligen können.
Der Fahrradklimatest ist eine der größten Befragungen zur Radzufriedenheit weltweit und findet alle zwei Jahre statt – 2026 bereits zum zwölften Mal. Karlsruhe erreichte seit 2012 bei der Bewertung alle zwei Jahre stets einen Platz auf dem Siegertreppchen in der Kategorie Großstädte 200.000-500.000 Einwohnende. Karlsruher hat das Ziel „gut“ zu werden und keine „Drei“ mehr vor dem Komma stehen zu haben. Für Großstädte ist dies eine besondere Herausforderung, da hier besonders viele Nutzungsansprüche von Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern zusammentreffen und diese um den begrenzten urbanen Raum konkurrieren.