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Zukunft der Hildapromenade

Gartenbauamt bittet Anwohnende des Grünzugs um Impulse zur Planung

neugestalteter östlicher Teil der Hildapromenade im Herbstlicht Die Neugestaltung der Hildapromenade hat bereits Ende 2025 begonnen. © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

Was 1913 als Schienenstrecke der Maxaubahn begann, wurde im Laufe der Jahre zu einem grünen Korridor. Ab den 1920er-Jahren wandelte sich die rund drei Kilometer lange Trasse sukzessive in die heutige Hildapromenade. Nun soll der Grünzug mit Bundesmitteln klimaresilient und attraktiver gestaltet werden.

Auch wenn die ersten Bäume schon gepflanzt sind, löste das Gartenbauamt jüngst das im November gegebene Versprechen ein, die Anwohnerinnen und Anwohner bei der Planung zu beteiligen. Rund 70 Bürgerinnen und Bürger nutzten am vergangenen Freitag die Gelegenheit, ihre Ideen und Bedenken einzubringen. Gartenbauamtsleiterin Doris Fath und ihre Stellvertreterin Katrin Helmchen führten die Anwesenden in die Planungen ein und steckten die Rahmenbedingungen für die Umgestaltung ab, die sich aus dem Charakter des Förderprogramms ergeben. Dabei stehen vor allem Maßnahmen im Vordergrund, die das Areal an den Klimawandel anpassen. Der Ausbau von Sport- und Freizeitflächen sei von den Fördergeldern hingegen nicht möglich.Bei aller Offenheit für Ideen baten die Planerinnen auch, die Bedingungen vor Ort zu berücksichtigen. Fath wies darauf hin, dass sich die Hildapromenade aufgrund der dort verlaufenden Leitungen nicht uneingeschränkt für Baumpflanzungen eigne. Die Bürger hatten an Stellwänden die Möglichkeit, ihre Wunschstandorte für neue Bäume zu markieren, im Boden verlaufende Leitungen waren auf den Karten markiert.

Auf einer Stellwand konnten Bürgerinnen und Bürger mit Stickern ihre Wunschstandorte für weitere Baumpflanzungen markieren.

Die Gestaltung der Promenade umfasst auch die Aufstellung zahlreicher neuer Sitzmöglichkeiten. Hier setzt das Gartenbauamt auf verschiedene Modelle und Formen, von der klassischen Parkbank über Bank-Tisch-Kombination bis hin zu Liegebänken. Wo noch weitere Bänke gebraucht werden, konnten die Anwesenden ebenfalls hinterlegen.

Das Projekt umfasst nicht nur ästhetische und funktionale Veränderungen, sondern auch klimatische Anpassungsmaßnahmen. Der Boden der Hildapromenade ist sehr sandig, weshalb eine intensive Bewässerung erforderlich wäre, um die Grünflächen zu erhalten. Der Einbau einer Zisterne am Budoclub soll das Regenwasser vom Dach für die Bäume in der Anlage sowie die Urban-Gardening-Initiative „Hildagarten“ nutzbar machen.

Ein weiteres Anliegen der verantwortlichen Planer ist es, den historischen Charakter der Lina-Sommer-Anlage zu bewahren, gleichzeitig aber die Nutzung an die heutigen Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen. „Im Gegensatz zur Promenade steht hier eher Ruhe und Kontemplation im Vordergrund“, erklärte Helmchen.

Die Gestaltung der Promenade umfasst auch die Aufstellung neuer Sitzmöglichkeiten. Hier setzt das Gartenbauamt auf verschiedene Modelle und Formen, von der klassischen Parkbank über Bank-Tisch-Kombination bis hin zu Liegebänken. Wo noch weitere Bänke gebraucht werden, konnten die Anwesenden ebenfalls hinterlegen.

Viele Vorschläge und Anregungen eingebracht

Die Bürgerinnen und Bürger brachten eine Reihe von Impulsen ein. So wurde angemerkt, dass bestehende Trampelpfade nicht etwa durch Bepflanzungen unterbrochen werden sollten. Zudem wurden Bedenken bezüglich der Bewässerung der Grünflächen geäußert. Den Mangel an öffentlichen Toiletten sowie die Einrichtung eines Wildblumenstreifens zwischen Promenade und Straße nahmen die Planer als Anregung mit. Auf zwei Stellwänden war am Ende der Veranstaltung viel Verschiedenes zu lesen, unter anderem die versetzte Anordnung von Mülleimer zu Bänken, um im Sommer die Geruchsbelästigung zu minimieren.

Das Gesamtbudget für die Neugestaltung der Hildapromenade und der Lina-Sommer-Anlage beträgt etwa zwei Millionen Euro. Der gesamte Umbau soll bis 2028 abgeschlossen sein.

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 17 am 24. April 2026.

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