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Bodenfeuchtesensoren helfen bei der Bewässerung von Stadtbäumen

Erster Baustein für ein modernes und nachhaltiges Gießmanagement im Testbetrieb

Ein Baum mit verbautem Bodenfeuchtesensor An diesem Baum ist ein Bodenfeuchtesensor angebracht. © Gartenbauamt

Das Gartenbauamt baut ein flächendeckendes Netzwerk aus Bodenfeuchtesensoren auf. Damit schafft es eine wichtige Grundlage für ein modernes und nachhaltiges Gießmanagement von Jungbäumen. Im Juli 2026 startet das System zunächst im Testbetrieb an 100 Jungbäumen.

Die Sensoren befinden sich im Wurzelbereich ausgewählter Stadtbäume. Sie messen laufend die Bodenfeuchte und liefern aktuelle Daten an das Gartenbauamt.

Diese Daten helfen künftig dabei, die Bewässerung gezielt zu steuern. Die Bäume sollen genau dann Wasser erhalten, wenn sie es brauchen. So lässt sich Wasser sparsamer einsetzen. Gleichzeitig kann die Bewässerung an die tatsächlichen Bedingungen vor Ort angepasst werden. Das Gießpersonal kann gezielt dort eingesetzt werden, wo der Gießbedarf am höchsten ist.

Vor allem wegen zunehmender Hitze und längerer Trockenzeiten wird eine bedarfsgerechte Bewässerung immer wichtiger. Besonders Jungbäume reagieren empfindlich auf Trockenheit. Ihr Wurzelsystem entwickelt sich in den ersten Jahren noch. Die Sensoren helfen deshalb nicht nur dabei, den aktuellen Wasserbedarf besser einzuschätzen. Sie liefern auch Erkenntnisse darüber, wie lange Wasser in verschiedenen Bodenschichten verfügbar bleibt.

Erste Ergebnisse aus dem Testbetrieb zeigen bereits wichtige Zusammenhänge. Das Gießwasser erreicht häufig vor allem die oberen Bodenschichten. Diese trocknen bei hohen Temperaturen jedoch schnell wieder aus. Tiefere Bodenschichten erhalten oft zu wenig Wasser. Dort sollen sich jedoch die Wurzeln der Bäume langfristig hin entwickeln. Die neuen Erkenntnisse sollen dabei helfen, die Bewässerung weiter zu verbessern und klimaresiliente Stadtbäume zu fördern.

Unterstützung aus der Bürgerschaft bleibt wichtig

Auch moderne Sensortechnik kann die Unterstützung der Karlsruherinnen und Karlsruher nicht ersetzen. Das Gartenbauamt bittet deshalb weiterhin darum, Straßen- und Parkbäume während längerer Hitze- und Trockenperioden zu gießen.

Damit das Wasser möglichst gut wirkt, sollten mindestens 100 Liter oder mehr langsam ausgebracht werden. So kann es auch tiefere Bodenschichten erreichen. Am besten wird der gesamte Wurzelbereich unter der Baumkrone bewässert und nicht nur der Bereich direkt am Stamm. So gelangt das Wasser dorthin, wo die Wurzeln wachsen, und der Baum kann längere Trockenphasen besser überstehen.

An einigen Bäumen weisen Schilder mit der Aufschrift „Hier misst das Gartenbauamt“ auf installierte Bodenfeuchtesensoren oder laufende Messungen hin. Diese Schilder bedeuten nicht, dass die Bäume nicht gegossen werden sollen. Im Gegenteil: Zusätzliche Wassergaben sind ausdrücklich erwünscht. Sie unterstützen den Erhalt des Stadtbaumbestandes.

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