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Bilder erzählen Geschichten

„Hidden Stories“ zeigt Gemälde aus dem Museums-Bestand mit neuen Perspektiven

Neue Aspekte zur Stadtgeschichte: Die Bilder in der Ausstellung „Hidden Stories“ verraten ungewöhnliche Details. Neue Aspekte zur Stadtgeschichte: Die Bilder in der Ausstellung „Hidden Stories“ verraten ungewöhnliche Details. © Stadt Karlsruhe, Georg Hertweck

Welche Verbindungen gibt es zwischen dem Karlsruher Schlosspark und den Fleischermeistern aus der Partnerstadt Nancy oder was hat eine Schar Fasanen mit dem Basler Tor in Durlach gemeinsam? Wer die Antworten auf diese und noch viele weitere Fragen erhalten möchte, sollte die Ausstellung „Hidden Stories“ im Stadtmuseum besuchen.

Das Ungewöhnliche daran ist, erklärte Bürgermeister Dr. Albert Käuflein bei der Eröffnung am vergangenen Freitag, dass die Präsentation fast ausschließlich aus Gemälden besteht. Diese würde man eher in der Städtischen Galerie oder in der Kunsthallte vermuten, doch „auch das Stadtmuseum hat sehr viele Bilder in seinem Bestand“, so Käuflein, die oft aus Schenkungen oder Dauerleihgaben stammten und „Geschichten über die Stadt erzählen“.

Dieser Ansicht war auch Kuratorin Saskia Baude. „Diese Gemälde müssen gezeigt werden“, sagte sich die Kunsthistorikerin und setzte dabei auf Wechselwirkung: „Kunst den Personen zugänglich machen, die sonst keinen Zugang zur Kunst haben“, auf der einen Seite, und auf der anderen Seite „erhalten Kunstliebhaber Einblicke in die Geschichte der Stadt“. Mit den 28 ausgewählten Bildern spannt Baude einen Bogen vom Portrait des Hofgärtners Christian Thran von 1774 bis hin zur „Industrielandschaft“ Wolfgang Kleinows aus dem Jahr 1983.

Und immer steckt eine besondere Geschichte dahinter, eine „Hidden Story“. So können die Museumsbesucher etwa ein zweites Bild auf der Rückseite eines Gemäldes entdecken, mit Ausschnitten aus dem Karlsruher „Monatsspiegel“ filmisch in die Vergangenheit eintauchen oder an einer Riechstation vor den Portraits der Industriellenfamilie Sinner feststellen, dass deren Unternehmen weit mehr als Bier im Angebot hatte. Auch inzwischen aus dem Stadtbild verschwundene Orte rückt die noch bis zum 14. Juni kommenden Jahres laufende Ausstellung wieder ins Blickfeld. -eck-

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 51 am 19. Dezember 2025. Die Inhalte der StadtZeitung schon lesen, bevor sie im Briefkasten steckt: Im ePaper sind alle Ausgaben digital verfügbar.

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