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Gemeinsame Herkulesaufgabe

Politik zu Besuch bei der MiRO: OB Mentrup, Bundesverkehrsminister Schnieder und BW-Verkehrsminister Hermann besichtigen Raffinerie

Politik zu Besuch bei der MiRO: Bundesverkehrsminister Schnieder (2.v.l.), BW-Verkehrsminister Hermann (M.) und OB Dr. Frank Mentrup. Politik zu Besuch bei der MiRO: Bundesverkehrsminister Schnieder (2.v.l.), BW-Verkehrsminister Hermann (M.) und OB Dr. Frank Mentrup. © Uli Deck

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, der Bundesminister für Verkehr Patrick Schnieder und der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann besuchten jüngst die Mineraloelraffinerie Oberrhein GmbH & Co. KG (MiRO). Neben der Vorstellung des Raffineriestandortes ging es vor allem um den Austausch zu energiepolitischen Themen. Im Fokus standen dabei Maßnahmen zur langfristigen Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Raffinerien.

Eine sichere und zuverlässige Versorgung mit bezahlbarer und zunehmend auch nachhaltig erzeugter Energie zählt zu den großen Herausforderungen. Als größte Raffinerie Deutschlands leistet die MiRO dazu einen wesentlichen Beitrag. „Statistisch decken wir über 40 Prozent des Primärenergiebedarfs von Baden-Württemberg“, erläuterte Dr. Andreas Krobjilowski, Sprecher der Geschäftsführung. „Tag für Tag versorgen wir rund 10 Millionen Menschen zuverlässig mit Energieprodukten und die chemische Industrie mit Einsatzstoffen; nicht zu vergessen die mehr als 40.000 Karlsruher Haushalte, die über die Stadtwerke Karlsruhe mit Fernwärme aus unseren Produktionsprozessen versorgt werden.“

Herkulesaufgabe Transformation zur Nachhaltigkeit

Trotz fortschreitender Elektrifizierung wird es auch langfristig einen großen Bedarf an Kohlenwasserstoffen als Energieträger und Grundstoff für die Industrie geben. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Energiewende sind international vergleichbare Wettbewerbs- und Investitionsbedingungen. „Für die Herkulesaufgabe „Transformation zur Nachhaltigkeit“ bedarf es der Unterstützung durch die Politik durch einen Rechtsrahmen, der mindestens gleiche Wettbewerbsbedingungen gegenüber unseren europäischen Nachbarn herstellt und so Investitionen in deutsche Standorte fördert und unterstützt“, betonte Dr. Krobjilowski. Die entsprechenden Technologien für eine Transformation von Raffinerien wie beispielsweise die Elektrolyse zur Herstellung von grünem Wasserstoff seien vorhanden und die deutschen Raffineriestandorte bemüht, entsprechende Projekte anzustoßen.

"Gemeinsame Aufgabe von Industrie und Politik"

Auch die MiRO versuche seit vielen Jahren, eine erste industrielle Produktionsanlage für die Herstellung synthetischer Kraftstoffe zu etablieren. Auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder betonte: „Die Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit ist eine gemeinsame Aufgabe von Industrie und Politik.“ Er erklärte weiter, dass die Bundesregierung mit der Umsetzung der europäischen Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED III eine ehrgeizige Weiterentwicklung der THG-Quote bis 2040 beschlossen habe. Damit solle Planungssicherheit für Unternehmen geschaffen und über klare Unterquoten gezielte Anreize für den Ausbau von Wasserstoff und erneuerbaren Kraftstoffen gesetzt werden. Außerdem werde dieser Prozess durch umfassende Fördermaßnahmen unterstützt.

Verkehrsminister Winfried Hermann erklärte, die Mineraloelraffinerie Oberrhein (MiRO) spiele im Rahmen der Roadmap reFuels BW eine zentrale Rolle. „Hier könnte eine Demonstrationsanlage entstehen, die klimaneutrale Kraftstoffe auf Methanolbasis herstellt“, betonte Hermann. Gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie habe die MiRO bereits entsprechende Konzepte entwickelt, die nun in die industrielle Umsetzung überführt werden müssten.

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