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Baugrund bringt Mehrkosten

Bald Antrag auf Planfeststellung für Südumfahrung Hagsfeld / Sorge um Sportpark "Untere Hub"

Trassenführung der künftigen Südumfahrung Hagsfeld Trassenführung der künftigen Südumfahrung Hagsfeld © Vermessungsbüro Benjamin Messmer

Für die vom Durchgangsverkehr geplagten Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtteils Hagsfeld zeichnet sich buchstäblich ein Licht am Ende des Tunnels ab. Nach dem aktuellen Planungsstand soll der Bau der Südumfahrung Ende des Jahrzehnts beginnen. Für 2030 habe die Deutsche Bahn ein Zeitfenster zum Einschub der Unterführung in Aussicht gestellt, informierte Projektleiterin Sigrid Puschmann vom städtischen Tiefbauamt im Planungsausschuss des Gemeinderats.

Gesamtkosten voraussichtlich rund 118 Millionen Euro

Inzwischen stecke in den Vorbereitungen "eine unglaubliche Detailtiefe drin", erklärte Pusch­mann, so dass im Sommer das Planfeststellungsverfahren beantragt werden könne. Die jüngsten Ergänzungen an den Unterlagen betrafen vor allem statische Berechnungen für das rund 300 Meter lange Trogbauwerk selbst sowie Entwässerung, Lärmschutz, Anbindung an den Technologiepark und die naturnahe Gestaltung der "Alten Bach". Gleichzeitig hatte sich herauskristallisiert, dass die Kosten weiter steigen. Unter Berücksichtigung einer vierprozentigen Preissteigerung bis 2029 rechnen die die Planer nun mit Gesamtkosten von voraussichtlich rund 118 Millionen Euro. Grund hierfür sei unter anderem die Bodenuntersuchung, erklärte Puschmann, welche einen ungünstigen Baugrund festgestellt habe.

Ökologische Ausgleichsflächen in der "Unteren Hub"

Zwar sei die Planung "ideal", konstatierte Tilman Pfannkuch (CDU), doch stellte er angesichts knapper Kassen die Frage, "ob wir uns diesen Standard im Jahre 2030 noch leisten müssen". Zudem habe seine Fraktion große Vorbehalte gegen die notwendigen ökologischen Ausgleichsflächen in der "Unteren Hub". Sollten diese tatsächlich in Anspruch genommen werden, "ist der Sportpark tot", glaubte Lüppo Cramer (KAL). Während Dr. Raphael Fechler (SPD) sich hinter die Planungen stellte, bemängelte Christian Klinkhardt (Grüne), dass die Hauptradroute nach Hagsfeld keine eigene Querung erhalte. Des Weiteren plädierte er dafür, die Anbindung des Technologieparks über vorhandene Straßen herzustellen. Petra Lorenz (FDP/FW) befürchtete wiederum, steigende Kosten könnten das ganze Projekt zum Kippen bringen. Einsparmöglichkeiten sehe er indes kaum, verdeutlichte Bürgermeister Daniel Fluhrer: „Alles, was wir vorlegen, ist planerisch notwendig, es gibt keinen Luxus“. Zudem stehe man bei der Hagsfelder Bürgerschaft im Wort. Was die Ausgleichsflächen in der "Unteren Hub" betreffe, so könnten diese nicht zweimal in Anspruch genommen werden. Für den Sportpark müsse man nach daher Alternativen suchen, so Fluhrer.

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